Hövelhofer Kernort und die Bentlake hoffen auf schnelleres Internet
2000 Neukunden müssen her

Hövelhof (WB). Etwa 5000 Haushalte im Hövelhofer Ortszentrum und der Bentlake haben die Chance, dass ihre Wohngebiete mit schnellem Internet versorgt werden. Das Procedere hat der Anbieter, die Deutsche Glasfaser, am Montagabend auf einer ersten Infoveranstaltung erklärt.

Mittwoch, 20.03.2019, 10:00 Uhr
Symbolfoto Foto: dpa/Guido Kirchner
Symbolfoto Foto: dpa/Guido Kirchner

Die Entscheidung, ob in beiden Gebieten in den kommenden zwei Jahren Glasfaseranschlüsse verlegt werden oder nicht, fällt bis zum 27. Mai. Wenn sich bis exakt zu diesem Stichtag 40 Prozent aller Haushalte, die in den beiden geplanten Ausbaugebieten liegen, für einen Glasfaseranschluss entschieden haben, geht das Projekt an den Start. Oder anders ausgedrückt: Die Deutsche Glasfaser braucht innerhalb der nächsten zwei Monate 2000 Neukunden in Hövelhof – klappt das nicht, werden die Pläne ad acta gelegt.

Vectoring-Technik ist »auslaufende Gegenwart«

Zu Beginn der Versammlung im Schützen- und Bürgerhaus, die etwa 100 Interessierte anlockte, sprach auch Bürgermeister Michael Berens. Er erinnerte daran, dass die Gemeindeverwaltung erst vor drei Jahren ein Ausbau-Projekt der Telekom vorgestellt hatte , die damals das Vorwahlgebiet 05257 mit Vectoring-Technik ausbaute, die eine Surfgeschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde erreicht. »Diese Technik würde ich heute schon wieder als auslaufende Gegenwart bezeichnen, die Zukunft sieht anders aus«, sagte Berens. Diese digitale Zukunft wolle man an diesem Abend für Hövelhof einläuten, denn über Glasfaser seien Geschwindigkeiten bis zu einem Gigabit möglich.

Der Bürgermeister glaubt, dass es eine große Herausforderung wird, die benötigte Zahl an Verträgen für beide Gebiete zusammenzubekommen. »In einigen Delbrücker Ortsteilen war das sicher einfacher, da dort das Internet vorher sehr langsam war, aber hier erreichen wir im Kernort meist schon 100 Megabit oder mehr und vielen genügt das«, zog er den Vergleich zur Nachbarstadt. In Delbrück werden derzeit alle zehn Ortsteile von der Deutschen Glasfaser mit entsprechenden Anschlüssen versorgt. In Hövelhof sind die Ortsteile Espeln, Klausheide, Staumühle, Riege und Hövelriege jetzt erstmal außen vor.

Berens: »Jetzt die Zukunft Hövelhofs einläuten«

»Wenn wir jetzt diesen ersten Schritt im Kernort und in der Bentlake gehen, ist denke ich die Chance groß, dass später auch die anderen Ortsteile in den Genuss kommen«, sagte Berens, der das Angebot der Deutschen Glasfaser als »einmalige Chance« bezeichnete. »Wir werden es schaffen, in Hövelhof die Zukunft einzuläuten«, ist sich Berens sicher und begründete auch, warum die Gemeindeverwaltung die Werbetrommel für den Anbieter Deutsche Glasfaser rührt: »Es gibt keinen anderen Anbieter, der bereit ist, in Hövelhof Glasfaserleitungen bis ins Haus zu verlegen.«

Mitarbeiter des Borkener Unternehmens erläuterten anschließend die verschiedenen Pakete, die zu Preisen monatlich zwischen 24,99 Euro und 89,99 Euro im ersten beziehungsweise 44,99 Euro und 119,99 Euro im zweiten Jahr des Vertrags gebucht werden können. Wer bis zum Ende der so genannten Nachfragebündelung, also bis zum 27. Mai, unterschreibt, muss den eigentlichen Hausanschluss nicht bezahlen. Sind bis 27. Mai wie gefordert 40 Prozent der Haushalte einen Vertrag eingegangen, würde sich eine etwa drei- bis fünfmonatige Planungsphase und danach eine etwa ein- bis anderthalbjährige Bauzeit anschließen, bis alle Kunden versorgt sind.

Zweiter Infoabend am 26. März

Jeweils freitags will die Deutsche Glasfaser künftig die Prozentzahlen bekannt geben, damit jeder weiß, wie viele Verträge schon abgeschlossen wurden. Ein zweiter Infoabend findet kommende Woche Dienstag, 26. März, um 19 Uhr im Gasthof Kersting an der Sennestraße statt.

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