Hövelhof gibt Anmeldezahlen bekannt: 41 Prozent der Viertklässler bleiben vor Ort
Realschule gewinnt, Hauptschule verliert

Hövelhof (WB). Die Hövelhofer Krollbachschule kann nach den Sommerferien nur eine neue Eingangsklasse bilden: 19 jetzige Viertklässler haben sich an der Hauptschule angemeldet – nur neun kommen aus Hövelhof. Im vergangenen Jahr hatte es noch 35 Neuanmeldungen gegeben, davon 18 aus Hövelhof.

Dienstag, 26.03.2019, 21:00 Uhr
Symbolbild Foto: dpa/Jens Kalaene
Symbolbild Foto: dpa/Jens Kalaene

Deutlich besser sind die Anmeldezahlen an der Franz-Stock-Realschule ausgefallen: Hier gibt es nach den Sommerferien 95 neue Fünftklässler (2018 waren es 72), davon 55 aus Hövelhof (Vorjahr: 43). Die Realschule wird somit vier fünfte Klassen bilden. Insgesamt sei die Zahl der Hövelhofer Kinder, die nach den Sommerferien eine der beiden weiterführenden Schulen in der Sennegemeinde besuchen werden, im Vergleich zum Vorjahr von 61 auf 64 gestiegen, heißt es in einer Vorlage der Gemeindeverwaltung für den Ausschuss für Bildung und Jugend, der am Dienstag tagt. Die Zahl der auswärtigen Schüler an den beiden Hövelhofer Schulen steigt ebenfalls, von 44 auf 50.

64 Kinder bleiben in Hövelhof, 92 pendeln zur Schule

Insgesamt 156 Hövelhofer Viertklässler mussten sich in den vergangenen Wochen für eine weiterführende Schule entscheiden. 64 bleiben in der Sennegemeinde, 92 besuchen künftig eine Schule in einer Nachbarkommune; davon 57 ein Gymnasium (davon 25 das Gymnasium Schloß Neuhaus) sowie 33 eine Gesamtschule (davon 22 die Gesamtschule Delbrück).

Hauptamtsleiter Thorsten Langemeier weist darauf hin, dass diese Zahlen noch nicht endgültig seien, auch wenn die Anmeldefrist für die weiterführenden Schulen am Freitag abgelaufen ist. Zudem erwarte er, dass sich die neue 19er-Klasse an der Krollbachschule noch deutlich vergrößert: »Erfahrungsgemäß wird die Klasse spätestens im Laufe des sechsten Schuljahres in zwei Klassen aufgeteilt.«

Auch Zahlen für die Grundschulen liegen vor

Auch die Anmeldezahlen an den Grundschulen stellte die Gemeinde Hövelhof vor: Demnach wird es an der Kirchschule vier Eingangsklassen mit 89 Schülern geben, an der Mühlenschule drei Klassen mit 62 Kindern und an der Furlbachschule eine erste Klasse mit 25 Kindern. Die Mühlenschule und die Furlbachschule bilden den Grundschulverbund Senne.

In den vergangenen Jahren hatten gerade die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen immer wieder für Diskussionen in den politischen Gremien gesorgt . Besonders in der Opposition war dabei der Ruf nach einer Gesamtschule laut geworden. Bürgermeister Michael Berens hatte stets betont, am bewährten Schulsystem in Hövelhof, bestehend aus Haupt- und Realschule, festhalten zu wollen . Die Anmeldezahlen diskutiert der Ausschuss für Bildung und Jugend am Dienstag ab 19 Uhr im Sitzungszimmer des Rathauses.

Kommentar

Zahlen bieten immer viel Interpretationsspielraum. Auch hier. Ja, insgesamt sind die Anmeldezahlen von Hövelhofer Kindern an den beiden weiterführenden Schulen gestiegen, von 35 Prozent im Vorjahr auf jetzt 41 Prozent. Die Mehrheit der Eltern setzt nach wie vor auf ein Gymnasium oder eine Gesamtschule, aber die Hövelhofer Schulen verzeichnen einen leichten Aufwärtstrend. Zu verdanken hat man diesen Trend, und auch das gehört zur Wahrheit dazu, aber einzig und allein der Realschule, die sowohl vor Ort als auch bei Auswärtigen punkten konnte. Das bedeutet beileibe nicht, dass an der Krollbachschule schlechte Arbeit geleistet wird. Aber nur neun Anmeldungen aus Hövelhof sind eben auch ein deutliches Zeichen. Nicht einmal sechs Prozent der Hövelhofer Viertklässler setzen noch auf die Schulform Hauptschule. Man darf gespannt sein, wie die Politik diese Zahlen am Dienstag wertet. Meike Oblau

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