Mo., 15.04.2019

Schüler der Hövelhofer Franz-Stock-Realschule treffen Islands Staatschef Sogar der Präsident sagt Hallo

Islands Präsident Guðni Th. Jóhannesson empfing die Teilnehmer des Erasmus-Projektes an seinem Amtssitz südwestlich von Reykjavik.

Islands Präsident Guðni Th. Jóhannesson empfing die Teilnehmer des Erasmus-Projektes an seinem Amtssitz südwestlich von Reykjavik.

Hövelhof (WB/mobl). Während eines Schüleraustausches sogar den Präsidenten des Gastlandes zu treffen – das passiert nicht besonders oft. In Island haben Schüler der Hövelhofer Franz-Stock-Realschule jetzt die Möglichkeit, Staatschef Guðni Th. Jóhannesson kennenzulernen.

Erneut ermöglichte das Erasmus-plus-Projekt den Hövelhofer Realschülerschülern diese Reise. Diesmal ging es für Clara Carius, Jeanna Reineke, Lea Schneider, Johanna Schmidt, Hannah Tegethoff, Elias Sandbothe, Niklas Wiethoff, und Justin Leuschner nach Reykjavik in Island.

Die dortige Schule, die Ingunnarskóli, hatte für alle Erasmus-schüler in dieser Woche den Besuch bei Guðni Th. Jóhannesson, dem isländischen Präsidenten, organisiert. Der äußerst volksnahe Präsident begrüßte auf seinem Amtssitz südwestlich von Reykjavik jeden einzelnen per Handschlag und hielt eine Ansprache an die Jugendlichen auf Englisch, in der er deutlich machte, dass er viel von der Völkerverständigung, wie sie im Erasmus-Projekt praktiziert wird, halte. Über seine Tätigkeit als Präsident sagte er: »Mit die schönste Sache an meinem Job ist, dass ich die Möglichkeit habe, Menschen zu treffen.«

Workshops und Vortrag

Bezug nehmend auf das Erasmus-Thema »Immigration - there’s no going back« (Einwanderung, es gibt kein Zurück) besuchte die Hövelhofer Gruppe weiterhin eine Ausstellung von Páll Stefánsson. Der bekannte isländische Landschaftsfotograf führte die Schüler durch seine Ausstellung, in der er Bilder aus Flüchtlingslagern aus aller Welt sowie isländische Landschaftsbilder nebeneinander gesetzt hatte.

In der Schule gab es außerdem für die Jugendlichen aus Island, Dänemark, Spanien, Großbritannien und Deutschland (Friedberg/Bayern und Hövelhof) unterschiedliche Workshops zum Thema sowie einen Vortrag von Amnesty International in Island und einen Erfahrungsbericht einer jungen Palästinenserin, die für sechs Monate zu Studienzwecken in Island lebt; alles auf Englisch, denn das ist die Sprache, in der sich in diesem Projekt alle untereinander verständigen.

Eiseskälte am Gulfoss-Wasserfall

Wer in Island weilt, geht natürlich nicht, ohne den so genannten »Golden Circle« mit dem Gulfoss-Wasserfall, dem Geysir und dem Pingvellir (Kontinentalplattengrenzen) gesehen zu haben. Dieser Ausflug wurde für die Schüler zu einem einprägenden Erlebnis, denn der kurze Wintereinbruch in Island bescherte Schnee und klirrende Kälte, die noch durch die eisigen Gletscherwinde verstärkt wurde. Nur wer warm genug angezogen war, konnte die Aussichtsplattform des Gulfoss-Wasserfalls erreichen.

Unvergessen bleiben für alle ganz sicher auch die Isländer selbst. Wenn man die Hövelhofer Jugendlichen danach fragt, so sagen sie über die Isländer: warmherzig, offen, ein bisschen verrückt, womit sie spontan meinen. Immer und überall werde gesungen und zu jeder Jahreszeit, natürlich auch im Winter, werde Eis gegessen und – das können insbesondere die begleitenden Lehrerinnen Christina Bömelburg und Anett Simon bestätigen – zu jeder Tageszeit Kaffee getrunken.

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