Di., 16.04.2019

Hövelhofer Textildienstleister DBL Kotzenberg kauft Areal an Hövelrieger Straße Erweiterungspläne liegen parat

Bei DBL Kotzenberg in Hövelhof sind derzeit etwa 180 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen vermietet Berufsbekleidung und wäscht diese. Zu den größten Kunden zählen die Supermarktkette Rewe und der Süßwarenhersteller Storck.

Bei DBL Kotzenberg in Hövelhof sind derzeit etwa 180 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen vermietet Berufsbekleidung und wäscht diese. Zu den größten Kunden zählen die Supermarktkette Rewe und der Süßwarenhersteller Storck.

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). Die Erweiterung des Gewerbegebiets Schierbusch lässt auf sich warten. Der Hövelhofer Textildienstleister DBL Kotzenberg hat sich inzwischen von seinen Plänen verabschiedet, dort neu bauen zu wollen. Stattdessen bereitet das Unternehmen nun den Bau eines weiteren Werks auf einem anderen Grundstück an der Hövelrieger Straße vor.

Das haben die beiden Geschäftsführer Klaus Grotebrune und Dieter Unterhalt im Rahmen des »Unternehmensbesuchs des Monats« von Bürgermeister Michael Berens bekannt gegeben. Berens setzt sich seit Langem für die Erweiterung des Gewerbegebiets Schierbusch ein und würde gerne die Waldflächen gegenüber der Firma Hedenkamp mit einbeziehen, um neue Gewerbeflächen ausweisen zu können. Die Bezirksregierung spielt hier aber nach wie vor nicht mit , so dass sich DBL Kotzenberg nun für eine andere Lösung entschieden hat.

Neu erworbenes Grundstück ist 13.200 Quadratmeter groß

Das neu gekaufte Grundstück an der Hövelrieger Straße ist 13.200 Quadratmeter groß und damit größer als das Areal an der Otto-Hahn-Straße, auf dem DBL Kotzenberg seit 1998 ansässig ist.  »Die Pläne, die wir mit einer Unternehmensberatung ausgearbeitet haben, liegen fertig in der Schublade und wir könnten quasi an der Hövelrieger Straße nochmal ein genauso großes Werk bauen wie am Stammsitz«, sagt Klaus Grotebrune. »Sobald wir den Startschuss geben, könnte es innerhalb von zwei Jahren fertig gebaut sein.« Man müsse mit Weitblick planen, ergänzt Dieter Unterhalt: »Schließlich wollen wir keine Kunden wegschicken.«

650.000 Kleidungsstücke in der Vermietung

Derzeit beschäftigt DBL Kotzenberg in Hövelhof 180 Mitarbeiter. Das Unternehmen vermietet Berufsbekleidung und wäscht diese auch. »Insgesamt haben wir aktuell etwa 650.000 Kleidungsstücke an etwa 56.000 Träger vermietet«, beschreibt Klaus Grotebrune die Dimensionen. Das funktioniere ähnlich wie Auto-Leasing.

Gestellt wird Kleidung zum Beispiel für die Bereiche Handwerk und Lebensmittelindustrie, aber auch spezielle Schutzkleidung kann gemietet werden. Nach Anprobe wird jedes Kleidungsstück maßgerecht gefertigt, meist mit dem Logo der jeweiligen Firma und oft auch mit dem Namen des Mitarbeiters versehen. Zu den größten Kunden zählen zum Beispiel die Supermarktkette Rewe und der Süßwarenhersteller Storck aus Halle im Kreis Gütersloh. Von einem zweiten Standort an der Industriestraße aus vermietet und wäscht DBL Kotzenberg außerdem Eingangsmatten.

Passendes Waschprogramm in eingenähtem Chip gespeichert

Eingenäht in jedes Kleidungsstück sind ein Chip und ein Barcode – in diesen Etiketten sind alle Informationen hinterlegt, die für die Waschgänge und Sortierung von Bedeutung sind – bis hin zum perfekten Waschprogramm für jedes Teil. Die Träger können zudem auch eine spezielle App nutzen, mit dem sie melden können, ob ein Kleidungsstück genäht oder ausgebessert werden muss.

Die größte Herausforderung, sagt Klaus Grotebrune, sei die Logistik. So sind allein 30 Fahrer für DBL Kotzenberg in der gesamten Region unterwegs, um saubere Kleidung auszuliefern oder schmutzige einzusammeln. Im Gegensatz zu herkömmlichen Haushaltswaschmaschinen fassen die Maschinen in dem Hövelhofer Unternehmen nahezu die zehnfache Wäschemenge.

Kotzenberg wartet nicht mehr auf Schierbusch-Erweiterung

Der Umsatz bei DBL Kotzenberg wachse jährlich um etwa drei Prozent, sagen Klaus Grotebrune und Dieter Unterhalt. Der Standort an der Otto-Hahn-Straße sei ausgereizt. »Wir hätten gerne ein großes Grundstück für einen kompletten, großen Neubau an einem Standort gehabt, aber das ist in Hövelhof nicht zu bekommen«, weiß Grotebrune, der Bürgermeister Michael Berens zu Gesprächen bei der Bezirksregierung bezüglich einer Erweiterung des Schierbuschs begleitet hatte. Weiterhin gibt es dafür keine Zustimmung aus Detmold, so dass DBL Kotzenberg nun auf das Grundstück an der Hövelrieger Straße zurückgegriffen hat, um einen weiteren Standort zu planen.

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