Do., 23.05.2019

Hermann-Löns-Platz in Hövelhof soll umgestaltet werden Bauamt und Nachbarn haben Gesprächsbedarf

Im November diskutierten Heike Vahle (Bauamt, rechts) und San­dra Freidank vom Dortmunder Planungsbüro Stadtkinder auf einem ersten Workshop im Ratssaal Ideen und Vorschläge mit den Anwohnern.

Im November diskutierten Heike Vahle (Bauamt, rechts) und San­dra Freidank vom Dortmunder Planungsbüro Stadtkinder auf einem ersten Workshop im Ratssaal Ideen und Vorschläge mit den Anwohnern.

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). Das Dortmunder Planungsbüro Stadtkinder hat einen Vorentwurf für die Umgestaltung des Hermann-Löns-Platzes in Hövelhof präsentiert. Sowohl Anwohner als auch das Bauamt der Gemeinde hatten dazu anschließend aber noch reichlich Gesprächsbedarf.

»Unterm Strich kann man sagen: So, wie der Vorentwurf aussah, werden wir es nicht umsetzen. Da muss eine neue Planung her«, bilanzierte Heike Vahle aus dem Bauamt nach dem Bürgerinfoabend im Ratssaal. Es ergaben sich zahlreiche Änderungswünsche. Die Anwohner möchten mehr und andere Spielgeräte, woraufhin das Planungsbüro auf das knappe Budget für die Umgestaltung hinwies. Das Bauamt sieht den Entwurf mit Wegeverbindungen und größeren Pflanzflächen als zu pflegeintensiv an.

Umsetzung noch dieses Jahr ist fraglich

Ob die Neugestaltung wie angedacht zumindest in Teilen noch dieses Jahr umgesetzt werden kann, steht noch nicht fest: »Anfangen würde ich gerne 2019 noch, um den Platz zumindest schon ein Stück weit aufzuwerten«, sagte Heike Vahle. »Vielleicht können wir wenigstens schon erste Spielgeräte aufstellen.«

Nachdem der Spielplatz an der Jägerstraße zugunsten einer Wohnbebauung demontiert worden war , soll das 3000 Quadratmeter große Areal am Hermann-Löns-Platz attraktiver werden. Im November hatte dazu ein erster Planungsworkshop mit Anwohnern und Kindern im Ratssaal stattgefunden , die schilderten, was sie sich für »ihren« Platz wünschen.

Generell solle der Charakter des Platzes mit einem Spielbereich in der Mitte, einer grünen Freifläche zum »Bolzen« und Toben an der unteren Platzseite und viel altem Baumbestand erhalten bleiben. Die Anwohner wünschten sich aber mehr Sitzgelegenheiten und Möglichkeiten zum Klettern und Schaukeln. Einhellige Meinung war zudem, dass genug Platz für Nachbarschaftsfeste erhalten bleiben solle.

»Hier ist nichts in Stein gemeißelt«, beschrieb Sandra Freidank vom Planungsbüro Stadtkinder nun ihren Vorentwurf: »Nehmen Sie das wie einen rohen Brotteig, an dem wir jetzt gemeinsam herumkneten.«

Geplante Heidekraut-Beete in der Kritik

Einigkeit herrscht darüber, dass die Spielfläche mit Spielgeräten in der Mitte des Platzes verortet bleiben soll. Ein angedachter Grillplatz und eine Boulebahn trafen hingegen nicht den Geschmack der Nachbarn. Die eingeplanten großen Heidekraut-Beete, die den Charakter der Senne widerspiegeln sollen, standen besonders bei den Kindern, die an dem Infoabend teilnahmen, aber auch beim Bauamt in der Kritik. Rund um den Franzosenstein, der als Naturdenkmal auf diesem Platz steht, sei eine solche Bepflanzung aber schön, fanden viele Teilnehmer.

Kinder vermissen eine Schaukel

Den Kindern lag vor allem die Diskussion um die Spielgeräte am Herzen. Eine viel gewünschte Seilbahn ist aufgrund der Größe des Platzes und des alten Baumbestandes nicht zu realisieren, ein Wasserspielplatz wäre in der technischen Umsetzung (Stichwort: umfangreiche Tiefbauarbeiten) zu aufwändig und teuer. Nicht abfinden mochte sich der Nachwuchs damit, dass keine Schaukel eingeplant worden war. Ein Klettergerüst soll um ein Häuschen als Rückzugsort ergänzt werden.

Gut vorstellbar, so Heike Vahle, sei es, den Platz mit Baumstämmen oder Findlingen einzufassen: »Das signalisiert spielenden Kindern, wo der Spielplatz aufhört, man kann auf der Einfassung auch balancieren und sie verhindert, dass Autos direkt am Platz parken oder sogar drauffahren.«

Der Vorentwurf soll jetzt noch einmal intensiv überarbeitet werden. Um die konkrete Umsetzung möchte sich das Bauamt dann selbst kümmern. Eine weitere Bürgerversammlung sei dazu nicht geplant, sagte Heike Vahle.

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