Bronzeskulptur in Hövelhof enthüllt – Demonstranten kritisieren Kosten
Schäfer und Polizei bewachen Schnucken

Hövelhof (WB). Jetzt »grasen« sie auf dem Henkenplatz: drei Schnucken und ein Ziegenbock. Bewacht von einem Schäfer – und der Polizei. Zumindest zur Einweihung waren am Montagabend vier Beamte gekommen. Nicht etwa, weil die Enthüllung der Bronzeskulpturen so pikant war, sondern, weil parallel eine Demo angemeldet worden war.

Montag, 03.06.2019, 23:22 Uhr aktualisiert: 03.06.2019, 23:24 Uhr
Feierlich enthüllt: Die fünf Figuren des Künstlers Alan Ryan Hall stehen jetzt auf dem Henkenplatz an der Hövelhofer Hauptkreuzung. Foto: Meike Oblau
Feierlich enthüllt: Die fünf Figuren des Künstlers Alan Ryan Hall stehen jetzt auf dem Henkenplatz an der Hövelhofer Hauptkreuzung. Foto: Meike Oblau

Manuel Lappe und seine Mitstreiter kritisierten dabei die Kosten der Skulptur, die der irische Künstler Alan Ryan Hall geschaffen hatte und vertraten die Meinung, die hier investierten Steuergelder seien anderswo in Hövelhof besser aufgehoben gewesen.

Hövelhofer Heidschnuckenherde aus Bronze enthüllt

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Bürgermeister Michael Berens sah das naturgemäß anders und bedankte sich bei zahlreichen Spendern, die »ihr Herz und ihr Portemonnaie für ihre Heimat geöffnet haben«. Die Hälfte der Gesamtkosten für das Kunstwerk haben Sponsoren bezahlt. Fast 55.000 Euro investierten die Spender und die Mehrheit der Besucher auf dem Henkenplatz war am Montag auch der Meinung, dass die zweite Hälfte der Summe, bezahlt aus dem Verfügungsfonds mit Mitteln des Bundes, des Landes und der Gemeinde, ebenfalls gut angelegtes Geld gewesen ist.

Jeder der Sponsoren (Firmen, Vereine und Privatpersonen) durfte mit anpacken bei der Enthüllung der insgesamt fünf Figuren, die Markus Beckmann und Christian Bökamp am Nachmittag in bester Christo-Manier »verpackt« hatten, damit auch wirklich kein Neugieriger vorher schon einen Blick erhaschen konnte. Vor der »Verhüllung« hatte Künstler Alan Ryan Hall, der am Sonntag von Kerry nach Berlin und von dort aus am Montag weiter in die Sennegemeinde gereist war, letzte Hand angelegt und die Figuren noch einmal ausgiebig poliert.

Henkenplatz gilt als Mittelpunkt des Ortes

»Auf diesen Moment haben wir zwölf Jahre hingearbeitet«, sagte Bürgermeister Michael Berens und erinnerte daran, wie im Vorfeld des Bundesfestes der Schützen eine Delegation erstmals durch den Ortskern spaziert sei, um Verbesserungsbedarf aufzuspüren. In Form gegossen wurden diese ersten Überlegungen schließlich durch das örtliche Bauamt im »Ortskernkonzept 2020«, das von 2012 an zusammen mit den Hövelhofer Bürgern erarbeitet worden war. In Workshops hatten viele den Henkenplatz als »Dorfmittelpunkt« bezeichnet. »Das ist mit Sicherheit auch historisch bedingt«, sagte Michael Berens und erinnerte daran, dass hier früher zwei Kneipen, »Zur Post« und der »Henkenkrug«, sowie das unter »Mühlen-Jupp« bekannte Einzelhandelsgeschäft Treffpunkt vieler Hövelhofer gewesen waren.

Treffpunkt und Spielplatz mitten im Zentrum

Und Treffpunkt soll der Henkenplatz nun auch wieder werden. In Kürze geht der Springbrunnen in Betrieb , der Testlauf ist am Freitag erfolgreich verlaufen. Das Asia-Restaurant plant mit einer Außengastronomie, und nach den fünf »Enthüllungen« wollen die Schnucken, der Ziegenbock und der Schäfer entdeckt werden. Von der Polizei müssen sie nun nicht länger bewacht werden. Die Hövelhofer sind harmlos – die wollen (und sollen!) nur spielen...

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