Fr., 14.06.2019

Busunternehmen fühlt sich von der Gemeinde Hövelhof schlecht informiert Einbahnstraßen sorgen für Diskussionen

Weil die Schloßstraße auf Höhe der Pfarrkirche aktuell komplett gesperrt ist, suchten sich viele Autofahrer Schleichwege durch das angrenzende Wohngebiet. Daher richtete die Gemeinde dort nachträglich temporäre Einbahnstraßen ein.

Weil die Schloßstraße auf Höhe der Pfarrkirche aktuell komplett gesperrt ist, suchten sich viele Autofahrer Schleichwege durch das angrenzende Wohngebiet. Daher richtete die Gemeinde dort nachträglich temporäre Einbahnstraßen ein. Foto: Oliver Schwabe

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). Die temporären Einbahnstraßenregelungen im Zuge der Sperrung der Schloßstraße sorgen in Hövelhof weiter für Diskussionen. Unklarheiten ergaben sich unter anderem für den Busverkehr. Nach Angaben von Dirk Hänsgen, Geschäftsführer der »Go on« Gesellschaft für Bus- und Schienenverkehr, seien die betroffenen Busunternehmen anfangs nicht über die nachträglich eingeführten Einbahnstraßenregelungen informiert worden.

Seit Montag, 27. Mai, ist die Schloßstraße auf Höhe des Pfarrheims voll gesperrt. Schnell wurde klar, dass die Wohngebiete zwischen der Gütersloher und der Delbrücker Straße dadurch über die Maßen durch »Schleichverkehre« belastet wurden. Die Folge: Die Gemeinde Hövelhof beschloss, etliche Straßen vorübergehend als Einbahnstraßen auszuweisen, um den Verkehr besser zu leiten. Einbahnstraßen wurden nachträglich ab dem 3. Juni unter anderem in der Brandtstraße, der Dr.-Schmidt-Straße und der Bachstraße eingerichtet. Durch die Bachstraße fährt einmal am Tag die Buslinie 424, die vom Schulzentrum kommt – allerdings fährt der Bus fahrplanmäßig so, wie es derzeit nicht erlaubt ist.

Buslinie 424 fährt eigentlich durch die Bachstraße

»Wir wurden nicht darüber informiert, dass unser Bus dort so nicht mehr durchfahren kann«, sagt Dirk Hänsgen. Einer seiner Busfahrer war daraufhin falsch in die neu eingerichtete Einbahnstraße gebogen und hatte einem Anwohner, der ihn auf die temporäre Regelung aufmerksam machte, gesagt, der Bus habe eine Ausnahmegenehmigung und dürfe »falsch herum« in die Einbahnstraße einfahren. »Die Gemeinde Hövelhof hat keine Sondergenehmigungen für den Busverkehr erteilt, das müsste wenn überhaupt der Kreis Paderborn tun«, teilte Bürgeramtsleiterin Petra Schäfers-Schlichting auf WV-Anfrage mit. Der Kreis Paderborn habe eine beantragte Ausnahmegenehmigung abgelehnt, teilte Kreispressesprecherin Michaela Pitz mit. Seither fährt die Buslinie 424 über eine Ausweichstrecke.

»Einbahnstraßenregelung kam wie aus dem Nichts«

»Wir hatten darum gebeten, ob man die Einbahnstraße nicht für den Linienverkehr freigeben könne, da es sich nur um eine Fahrt pro Tag handelt«, sagt Dirk Hänsgen. Mit der Kommunikation aus dem Rathaus sei er nicht glücklich: »Die Einrichtung der Einbahnstraße kam für unseren Fahrer wie aus dem Nichts. Bei einer Ortsbegehung vor Beginn der Bauarbeiten, an der ich selbst teilgenommen habe, war davon für diesen Bauabschnitt keine Rede.« Nun sei er gespannt auf den letzten Bauabschnitt, denn ab Anfang Juli wird direkt vor dem Rathaus gebuddelt und die Sperrungen betreffen dann auch die Bahnhofstraße, durch die wesentlich mehr Busse fahren.

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