Gemeinde Hövelhof stellt Pläne für einen Anbau an der Mühlenschule vor
Mensa soll im September 2020 fertig sein

Hövelhof (WB/mobl). Von September an soll die neue Mensa an der Mühlenschule gebaut werden. Die Gemeindeverwaltung rechnet mit einer Bauzeit von etwa einem Jahr. Die Planungen für den Anbau an das knapp 100 Jahre alte Gebäude der alten Volksschule stellte Lena Kipshagen aus dem örtlichen Bauamt am Donnerstag im Bauausschuss vor.

Samstag, 15.06.2019, 09:00 Uhr
So soll der Mensa-Anbau an der Mühlenschule aussehen. Bis zu 100 Essen können hier künftig täglich ausgegeben werden. Baustart soll im September sein. Foto: Gemeinde Hövelhof
So soll der Mensa-Anbau an der Mühlenschule aussehen. Bis zu 100 Essen können hier künftig täglich ausgegeben werden. Baustart soll im September sein. Foto: Gemeinde Hövelhof

Geplant ist demnach ein eingeschossiger Flachdachbau mit zwei entgegengesetzten Pultdächern, der in erster Linie Platz für einen neuen, 110 Quadratmeter großen Speiseraum bietet. Der Anbau ist über eine Treppe, aber auch barrierefrei über eine Rampe zu erreichen, über die künftig auch das Essen angeliefert werden soll. Außerdem wird er mittels eines Durchbruchs direkt an den Altbau »angedockt«. Neben dem Speiseraum werden auch zusätzliche Toiletten und ein neuer Waschraum gebaut.

Die Baugenehmigung des Kreises Paderborn liegt bereits seit knapp zwei Jahren vor. Derzeit sei das Bauamt dabei, die Ausschreibungen vorzubereiten, sagte Lena Kipshagen.

Benjamin Joachim: »Viel Zeit verschenkt«

Benjamin Joachim von der FDP hakte nach: »Wir haben bereits vor mehr als zwei Jahren die Gelder für den Neubau freigegeben, wieso haben wir jetzt so viel Zeit verschenkt? Wie kam diese Verzögerung zustande?« Bürgermeister Michael Berens sagte, das Bauamt habe derzeit so viele Projekte »vor der Brust«, dass man Prioritäten setzen müsse: »Die Kapazitäten der Mitarbeiter sind begrenzt und wir arbeiten alles nach und nach ab.« Den Mensa-Neubau habe man in Absprache mit der Schulleitung daher zeitlich zurückgestellt: »Die Planungen waren etwas ins Stocken geraten.« Auch die genaue Kostenermittlung sei noch in Arbeit.

Mario Schäfer von der SPD zeigte sich verwundert darüber, dass die konkreten Pläne und Gebäudeansichten erst jetzt, so kurz vor Baubeginn, im Ausschuss präsentiert wurden. Jörg Schlüter von den Grünen kritisierte, dass die Energiebilanz des neuen Gebäudes bei den Planungen offenbar keine Rolle gespielt hätten: »Wir haben keinen Passivhausstandard, es gibt auch keine Solaranlagen auf dem neuen Flachdach. Wir produzieren hier in einem neuen Gebäude einen erheblichen CO2-Ausstoß und ich finde das absolut nicht mehr zeitgemäß. Daher bin ich deutlich enttäuscht von der Planung.«

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