Fr., 16.08.2019

Auf dem Hermann-Löns-Platz soll sich nach Umgestaltung die Senne widerspiegeln Die Heide blüht, die Schnucken grasen

Alter Baumbestand prägt den schmalen, dreieckigen Hermann-Löns-Platz in der Jägerkreuzsiedlung. Das Areal wird in den kommenden Monaten mit neuen Spielgeräten und Sitzgelegenheiten deutlich aufgewertet.

Alter Baumbestand prägt den schmalen, dreieckigen Hermann-Löns-Platz in der Jägerkreuzsiedlung. Das Areal wird in den kommenden Monaten mit neuen Spielgeräten und Sitzgelegenheiten deutlich aufgewertet. Foto: Oliver Schwabe

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). Blühende Heide, Schnucken, Senner Pferde: Die typischen Merkmale der Hövelhofer Sennelandschaft sollen sich künftig auch auf dem Spielplatz am Hermann-Löns-Platz widerspiegeln. Nach zwei Bürgerversammlungen und vielen Diskussionen steht jetzt fest, wie das Areal umgestaltet werden soll.

Im November vergangenen Jahres hatten sich Anwohner, Mitarbeiter des Hövelhofer Bauamtes und des Dortmunder Planungsbüros Stadtkinder im Ratssaal getroffen, um darüber zu sprechen, was sich die Nachbarn im Vorfeld der Neukonzipierung des Platzes in der Jägerkreuzsiedlung wünschen. Ende Mai hatten die Planer dann einen ersten Entwurf vorgestellt , der aber deutlich nachgebessert werden musste, weil er weder bei an Anliegern noch beim örtlichen Bauamt auf volle Zustimmung traf. Nun ist der neue Entwurf fertig.

Anwohner wünschen sich mehr Sitzgelegenheiten

Die Anwohner hatten sich klarere Strukturen, neue Spielgeräte und mehr Sitzgelegenheiten gewünscht. Bereits seit Gründung der Siedlung, die zunächst Anfang der 1940er Jahre Familien zur Verfügung gestellt worden war, die im Zuge der Erweiterung des Truppenübungsplatzes die Hövelsenne verlassen mussten, galt der Hermann-Löns-Platz als Mittelpunkt des Wohngebiets. Seit 1967 steht dort auch der so genannte Franzosenstein, den französische Kriegsgefangene im Ersten Weltkrieg in der Hövelsenne geborgen und dort aufgestellt hatten. Er steht als Naturdenkmal unter Schutz und bleibt daher natürlich auch bei der Neugestaltung des Platzes erhalten.

»Rund um den Stein wollen wir mit Heidepflanzen und Gräsern optisch an die Sennelandschaft erinnern. Am Franzosenstein soll ein Treffpunkt entstehen, mit Bänken, einem Tisch und einer Abstellmöglichkeit für Fahrräder«, sagt Heike Vahle vom Hövelhofer Bauamt. Die Idee mit den Heidekrautbeeten stammt vom Planungsbüro Stadtkinder – im Vergleich zum ersten Entwurf wurde die Größe der Pflanzbeete aber ebenso reduziert wie die zunächst geplanten Wegeverbindungen. »Das wäre sonst einfach zu pflegeintensiv geworden«, erläutert Heike Vahle.

Freifläche zum Fußballspielen bleibt erhalten

Damit die Spielbereiche künftig aber gut erreichbar sind und es auch leichter möglich ist, den Platz mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl zu queren, ist eine neue Wegeverbindung direkt an den U3- und Ü3-Spielbereichen vorgesehen, die den Platz etwa in der Mitte teilt. Das Areal am breiteren Ende des Grundstücks, das derzeit schon zum Fußballspielen oder für Nachbarschafsfeste genutzt wird, bleibt als Freifläche erhalten. Um zu verhindern, dass Autos den Platz befahren oder zum Parken nutzen, soll er mit Baumstämmen und/oder Findlingen eingefasst werden. Eingeplant sind aber auch herausnehmbare Poller, damit der Bauhof den Platz befahren kann.

Kinder bekommen eine neuer Dreier-Schaukel

In den beiden mit Sand gestalteten Spielbereichen für kleinere und größere Kinder werden viele Wünsche verwirklicht, die in den Workshops geäußert wurden. Anders als zunächst geplant wird es zum Beispiel wieder einen großen Schaukelbereich mit einer Dreier-Schaukel geben. Das schon vorhandene Trampolin bleibt erhalten. Für die älteren Kinder soll es eine große Balancier- und Kletterkombination aus Holz geben, und zwar mit dem in der Versammlung gewünschten Häuschen als Rückzugsort. Für die Kleineren ist auf der anderen Seite des neuen Weges ebenfalls ein Spielgerät aus Holz geplant, eventuell mit einem Sandaufzug. Zusätzlich angedacht sind Holztiere. Hier hat das Planungsbüro Stadtkinder vorgeschlagen, in Anlehnung an die Moosheide Schafe und Pferde aus Holz zu wählen, als Wipptiere oder einfach zum Draufsetzen.

Spielgeräte sollen möglichst noch dieses Jahr aufgestellt werden

Umgesetzt werden soll die Planung schon in Kürze, wenn alles klappt, sagt Heike Vahle: »Ich werde jetzt bei verschiedenen Spielgeräteherstellern Preisabfragen machen und hoffe, dass wir die ersten Spielgeräte noch dieses Jahr aufstellen können. Wegeführung und Pflanzbeete folgen dann vermutlich 2020.« Um den Wurzeln der zahlreichen Bäume auf dem Platz nicht zu schaden, soll der neue Weg übrigens nicht gepflastert werden. »Geplant ist eine wassergebundene Decke, ähnlich wie im Schlossgarten«, beschreibt Heike Vahle.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6851384?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851066%2F