Di., 20.08.2019

In Hövelhof sind bald Baumbestattungen möglich Letzte Ruhe unter alten Eichen

Ellen Horenkamp (Bauamt) und Friedhofsgärtner Manfred Rodehutscord zeigen die Fläche, die für künftige Baumbestattungen gestaltet wird. Eine Stele aus Sandstein, an der Namensplaketten angebracht werden können, wurde bereits aufgestellt.

Ellen Horenkamp (Bauamt) und Friedhofsgärtner Manfred Rodehutscord zeigen die Fläche, die für künftige Baumbestattungen gestaltet wird. Eine Stele aus Sandstein, an der Namensplaketten angebracht werden können, wurde bereits aufgestellt. Foto: Meike Oblau

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). In Hövelhof können Verstorbene bald auf einem eigens gestalteten Grabfeld unter Eichen beerdigt werden. Baumbestattungen sind künftig auf dem neuen Friedhof möglich. Eine entsprechende neue Friedhofssatzung ist ebenfalls in Arbeit.

Friedhofsgärtner Manfred Rodehutscord hat die Gestaltung des Areals geplant. »Ursprünglich hatte die SPD 2015 das Thema aufgegriffen und wir wurden vom Rat beauftragt, zu prüfen, ob und wenn ja wie wir diese Bestattungsform anbieten können oder ob wir sogar eine Art Friedwald anlegen können«, sagt Ellen Horenkamp vom Hövelhofer Bauamt. Ein separater Friedwald habe sich als zu kosten- und pflegeintensiv herausgestellt, die neue Fläche auf dem Friedhof an der Bielefelder Straße aber sei wunderschön gelegen und vorerst mit Platz für 92 Urnen, die am Fuße der dort stehenden Bäume begraben werden, sicherlich auch ausreichend, sagt Horenkamp.

Bildhauerei Dunschen entwirft Stele

Die örtliche Bildhauerei Dunschen hat eine Stele entworfen, auf der künftig die Namen der unter den Bäumen bestatteten Verstorbenen auf einheitlichen Schildern zu lesen sein werden. »Nach einer Beerdigung kann hier sicherlich zeitlich begrenzt auch Blumenschmuck abgelegt werden, eine separate Bepflanzung oder Gestaltung der Gräber an sich ist aber nicht vorgesehen«, sagt Ellen Horenkamp.

Die neue Sandstein-Stele bildet den Mittelpunkt des kleinen Platzes, am Ende des neu angelegten Weges soll in Kürze auch noch eine Bank aufstellt werden. »Das Betreten der Grabflächen außerhalb des jeweiligen Bestattungszeremoniells sollte unterbleiben. Diese Fläche soll naturbelassen bleiben«, so Ellen Horenkamp. Die Stele greift in ihrer Gestaltung die Anzahl der Bäume auf, unter denen künftig Urnen bestattet werden: »Es sind zehn Bäume, daher ist die Stele auch ein Zehnkant, auf zehn Flächen können die Namensschilder angebracht werden«, beschreibt Manfred Rodehutscord. Die Schilder werden einheitlich gestaltet mit dem Namen des Verstorbenen sowie Geburts- und Sterbedatum.

Neue Friedhofs- und Gebührensatzung ist in Arbeit

Genaueres wird die neue Friedhofssatzung regeln, die derzeit in Arbeit ist. Dabei lässt sich die Gemeindeverwaltung von der Kommunalagentur beraten. Zugleich soll auch die Kostensatzung angepasst werden. »Ich hoffe, dass wir den Satzungsentwurf in der letzten Sitzung des Jahres im Dezember vorstellen können«, sagt Ellen Horenkamp. Aktuell stehe noch nicht fest, ab wann genau Baumbestattungen in Hövelhof angeboten werden können.

Urnengräber und pflegefreie Gräber stark nachgefragt

Insgesamt ist das Friedhofsareal in Hövelhof zwischen der Bielefelder Straße und der Gehastraße 54.000 Quadratmeter groß. Wie in vielen anderen Kommunen werden auch in der Sennegemeinde Urnengräber und pflegefreie Gräber inzwischen weitaus häufiger nachgefragt als noch vor 20 Jahren, bestätigt Ellen Horenkamp. Dem trage die Gemeinde Hövelhof auch Rechnung. Auch auf dem alten Friedhofsteil wird derzeit in Sichtweite zur Friedhofskapelle ein neues Grabfeld für Urnengräber errichtet.

Mit der neuen Fläche für Baumbestattungen werden nun Pläne aus dem Jahr 2015/16 umgesetzt. »Zuerst lag unser Fokus im Bauamt auf dem Ortskernkonzept, den Förderanträgen und auch auf dem Hochwasserschutzprojekt in der Bentlake und an der Moosheide, da fehlte es an Kapazitäten für die Friedhofssatzung. Jetzt sind wir aber auf einem guten Weg«, bilanziert Ellen Horenkamp.

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