So., 25.08.2019

Koldingsheide in Espeln ist seit 30 Jahren Heimat der Heideflieger Kuscheltier Conny lässt Bonbons regnen

Jugendwart Marc Timmermann (rechts) holt nach erfolgreichem Bonbonabwurf Kuscheltier Conny vom Pilotensitz und übergibt die Puppe an Finnja, die die Flugmanöver gemeinsam mit Papa Jens Heinemann (links) aufmerksam beobachtet hat.

Jugendwart Marc Timmermann (rechts) holt nach erfolgreichem Bonbonabwurf Kuscheltier Conny vom Pilotensitz und übergibt die Puppe an Finnja, die die Flugmanöver gemeinsam mit Papa Jens Heinemann (links) aufmerksam beobachtet hat. Foto: Axel Langer

Hövelhof (WB/al). »Die Resonanz ist toll. Viele unserer eigenen Piloten sind am Start, aber auch zahlreiche befreundete Vereine unterstützen uns mit Gastpiloten. Und auch der eine oder andere Einzelkämpfer startet an diesem Wochenende bei uns«. Das stellte am Samstag der zweite Vorsitzende der MFG Heideflieger, Frank Jacobtorweihen, zu Beginn der inzwischen 28. Airshow des Modellflugvereins fest. Seit inzwischen 30 Jahren starten die Mitglieder des 1973 gegründeten Vereins auf dem »Flugfeld» zwischen Espeln und Riege.

»Die Bedingungen heute sind klasse. Ein leichter, gleichmäßiger Wind und hochsommerliche Temperaturen sind ideale Rahmenbedingungen«, gab Frank Jacobtorweihen Auskunft über optimales Flugwetter. Aktuell zählen die Heideflieger 74 Mitglieder aus den Bereichen Kaunitz, Hövelhof und Paderborn. Dank einiger neuer Mitglieder der Jugendabteilung wächst die Mitgliederzahl wieder.

Am wolkenlosen Himmel zeigten die Modellpiloten mit ihren Maschinen atemberaubende Flüge. Beim Kunstflug vollzogen sie dicht über der Grasnarbe anspruchsvolle Figuren und setzten die Gesetze der Schwerkraft förmlich außer Kraft. »Wenn man mit dem Kunstflug anfängt, dann übt man zunächst mit Computersimulationen, die sind inzwischen so gut und nah an der Realität, dass der Schritt zum Kunstflug dann nur noch ein kleiner ist«, erläuterte Dennis Reineke, der mit seiner »Extra 330« tolle Kunstflugfiguren an den Himmel malte. »Startet man dann mit einem echten Modell, übt man erst in größeren Höhen und nähert sich dem Boden immer mehr an. So produziert man nicht ganz so viel Bruch«, sagte Reineke.

Geübte Piloten brauchen demnach etwa eine Woche, um eine neue Kunstflugfigur zu beherrschen. Diese werde oftmals ebenfalls am Simulator entwickelt und ausprobiert. »Bei der Entwicklung neuer Figuren ist aber auch viel Kreativität gefragt.«

Der Doppeldecker Pizz Challanger wird von einem rund zehn PS-starken Vier-Takt-Motor angetrieben, was für ein sehr ruhiges und gleichmäßiges Motorengeräusch sorgt. Pilot Hans-Joachim Prell flog mit dem Doppeldecke tolle Kunstflugfiguren. Foto: Axel Langer

Auf dem Programm der Heideflieger standen aber auch echte Klassiker wie die Fuchsjagd, bei der verschiedene kleine Maschinen versuchen, ein Band aus Krepppapier von einem größeren Modell abzureißen.

Der Schleppflug von Segelfliegern stand ebenso auf dem Programm wie der Überflug einer kerosinbetriebenen Turboprop-Modells. Das originalgetreue Vorbild der Pilates PC-21 ist als Trainingsflugzeug bei der Bundeswehr im Einsatz. Das Modell erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 250 Stundenkilometern.

Zu den Höhepunkten für die jüngsten Gäste zählten wieder der Bonbonabwurf und der Rundflug für Kuscheltiere. Beim Bonbon­abwurf blickte die kleine Finnja gebannt zum Himmel, immerhin saß ihr Kuscheltier »Conny« am Steuerknüppel und sorgte für den Bonbonregen.

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