Mo., 26.08.2019

Hövelhofer Unternehmen Cup & Cino hat seine neue Firmenzentrale eröffnet Kaffeespezialist investiert kräftig

Sean Adams (Geschäftsleitung, links) sowie Geschäftsführer, Firmenchef und Cup & Cino-Gründer Frank Epping geben im neuen »Coffee Competence Center« Einblick in einen speziell klimatisierten Raum für die Lagerung von Rohkaffee aus besten Anbaugebieten etlicher verschiedener Länder. Cup & Cino lässt in der Schweiz die großen Mengen rösten, in Hövelhof gibt es einen 15-Kilogramm-Röster. Außerdem verfügt der Neubau unter anderem über einen Schulungsbereich mit vielen Kaffeesystemen zum Üben, Probieren und Testen.

Sean Adams (Geschäftsleitung, links) sowie Geschäftsführer, Firmenchef und Cup & Cino-Gründer Frank Epping geben im neuen »Coffee Competence Center« Einblick in einen speziell klimatisierten Raum für die Lagerung von Rohkaffee aus besten Anbaugebieten etlicher verschiedener Länder. Cup & Cino lässt in der Schweiz die großen Mengen rösten, in Hövelhof gibt es einen 15-Kilogramm-Röster. Außerdem verfügt der Neubau unter anderem über einen Schulungsbereich mit vielen Kaffeesystemen zum Üben, Probieren und Testen. Foto: Jürgen Spies

Von Jürgen Spies

Hövelhof (WB). Rund zehn Millionen Euro hat die Cup & Cino Kaffeesystem-Vertrieb GmbH & Co. KG am Stammsitz in Hövelhof in den Neubau ihrer Firmenzentrale investiert. Nach erfolgreichem dreiwöchigen Probelauf werden am Samstag, 31. August, etwa 350 geladene Gäste erwartet, die Einblick nehmen können in einen Komplex, der in der Region architektonisch und funktionell als herausragend bezeichnet werden kann.

Geschäftsführer und Cup-&-Cino-Gründer Frank Epping legte als gebürtiger Hövelhofer Wert darauf, dass sein Unternehmen die Expansionspläne in der Sennegemeinde umsetzen kann. Gebäude und Grundstück der bisherigen Zentrale an der Paderborner Straße boten dazu keine geeignete Möglichkeiten, so dass nur einen Steinwurf weiter und unmittelbarer angrenzend der Neubau entstand – dort, wo bis zum Abriss im Frühjahr 2018 die ehemaligen Firmengebäude des Epping-Gastroservices standen.

Der Neubau entstand in 14 Monaten Bauzeit. Erst am Montag wurde die Baukamera abgebaut, die den gesamten Entstehungsprozess aufgenommen hatte. »Aus dem Videomaterial entsteht ein drei Minuten langer Film, der alles komprimiert zeigt. Beeindruckend!«, findet Sean R.J. Adams (Geschäftsleitung Cup & Cino).

Wie das WV bereits am 14. August berichtete, erinnert die Fassade des Gebäudes (vier Etagen) an die Optik der Hamburger Speicherstadt. Aufgegriffen wurden typische Elemente wie etwa roter Klinker, große Fenster mit Rundbögen und anderes mehr. Der Neubau hat eine bebaute Fläche von 5000 Quadratmetern, davon entfallen 3200 auf Büros und Eventbereich. Herzstück ist das »Coffee Competence Center« in der ersten Etage. Durch riesige Fensterflächen haben Besucher und Mitarbeiter von dort aus einen Blick von oben in die Produktionshalle. Hier werden die verschiedenen Cup-&-Cino-Kaffeemaschinen hergestellt, hier werden Maschinen repariert und gewartet.

Etwa 120 Mitarbeiter am Stammsitz Hövelhof

Am Standort Hövelhof beschäftigt Cup & Cino nach Angaben von Sean Adams rund 120 Mitarbeiter, hinzu kommen außerhalb rund 20 Außendienstmitarbeiter, die gleichzeitig Vertriebler sind. Auf die Verwaltung entfallen derzeit rund 60 Arbeitsplätze. Sämtliche Büro-Arbeitsplätze modernster Prägung verfügen über automatische Schreibtisch-Höhenverstellung samt Monitor. Adams: »Die neuen Räume und Büros sind so konzipiert, dass problemlos 25 weitere Büroplätze eingerichtet werden können. Im 2. Obergeschoss gibt es weitere Reserveflächen. Die weiteren Mitarbeiter verteilen sich auf Technik, Produktion und Logistik.«

Aktuell bildet Cup & Cino in vier Berufsfeldern aus: Kaufleute im Groß- und Außenhandel, Fachkräfte für Lagerlogistik, im Marketing sowie im Ausbildungsberuf Automatenfachmann. »Hier konnten wir nicht alle Plätze mit geeigneten jungen Leuten besetzen«, bedauert Sean Adams.

Über Bedarf bildet das Hövelhofer Unternehmen (Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr: etwa 20 Millionen Euro) allerdings nicht aus. Das habe sich bewährt, sagt der Geschäftsführer und verweist darauf, dass etliche ehemalige Cup-&-Cino-Auszubildende heute Führungskräfte sind.

Epping setzt auf Premium-Qualität

Eigene Kaffeemischungen in Premium-Qualität, eigene Röstung, eigene Maschinen mit allem, was dazu gehört, um den Kunden ein Gesamtpaket bieten zu können: Zur Kundschaft von Cup & Cino gehört die gesamte Gastronomiebranche, Hotellerie, außerdem der Bereich Büro und Betrieb, ferner Tankstellen, die Fitnessbranche, um einige Beispiele zu nennen. Der Mietanteil an den Maschinen beträgt 98 Prozent. Ein Vorteil unter anderem für die Kunden: Sie sind nicht festgezurrt, sondern können diesbezüglich immer up to date sein.

Erste Hybrid-Siebträgermaschine

Neu im Portfolio ist die in Hövelhof entwickelte Kaffeemaschine Barista One, die in ihrer Funktionalität als eine echte Weltinnovation gilt. Als erste Hybrid-Siebträgermaschine der Welt vereint sie nach Firmenangaben die Qualität eines traditionellen Siebträgers mit den automatisierten Prozessen eines modernen Vollautomaten.

Das A und O guten Kaffees ist neben bester Kaffeequalität an sich insbesondere das Wasser mit dem aufgebrüht wird. Vor jeder Aufstellung einer Maschine an einem neuen Standort messen Fachleute vor Ort die Wasserwerte. Je nach Ergebnis und Erfordernis werden dann die Maschinen optimal und individuell darauf eingestellt.

Brunnenbauprojekte in Äthiopien

Die von Firmenchef Frank Epping ins Leben gerufene Cup & Cino-Foundation hat im vergangenen Jahr den Bau von Brunnen in Äthiopien weiter vorangebracht. Das Land gilt als eines der ärmsten Staaten weltweit.

»Wir haben dort im vergangenen Jahr sechs Brunnenprojekte realisieren können. Das ist ein großer Erfolg«, berichtet Frank Epping, der sich mit der Foundation einen Traum erfüllt hat: konkret mitzuwirken an fairem Handel. Jeder Kunde, der die Cup & Cino-Foundation unterstützen möchte, spendet pro Kaffeeportion ein bis zwei Cent. Diese Spende fließt zu 100 Prozent in die Stiftung, »denn alle Marketing- oder Managementkosten werden von Cup & Cino getragen. So wird sichergestellt, dass jede Spende wirklich dort ankommt, wo sie gebraucht wird.«

 

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