Startschuss für den Glasfaserausbau in den Hövelhofer Industriegebieten Nord und Süd
Mit Lichtgeschwindigkeit ins »Neuland«

Hövelhof (WB). Noch hat Hövelhof nicht »an jeder Milchkanne« schnelles Internet – in den beiden Industriegebieten Nord und Süd hat die Deutsche Glasfaser (DG) nun aber mit dem Ausbau begonnen. Bald soll auch der Ausbau für Privathaushalte im Kernort und der Bentlake starten.

Dienstag, 22.10.2019, 16:01 Uhr aktualisiert: 22.10.2019, 16:04 Uhr
René Schmidt, Roland Waleska, Maja Seibel und Bernd Herrmann (von links) von der Deutschen Glasfaser setzen zusammen mit Bürgermeister Michael Berens (rechts) den ersten Spatenstich zum Ausbau im Industriegebiet Nord. Foto: Oliver Schwabe
René Schmidt, Roland Waleska, Maja Seibel und Bernd Herrmann (von links) von der Deutschen Glasfaser setzen zusammen mit Bürgermeister Michael Berens (rechts) den ersten Spatenstich zum Ausbau im Industriegebiet Nord. Foto: Oliver Schwabe

Die beiden Industriegebiete, in denen insgesamt 51 Betriebe ansässig sind, sollen möglichst noch in diesem Jahr ans Glasfasernetz angeschlossen werden (Bandbreite bis zu zehn Gigabit pro Sekunde). Nach Angaben der DG haben aktuell 35 der 51 Unternehmen einen entsprechenden Anschluss »gebucht«.

Symbolischer Spatenstich an der Industriestraße

» Wir sind in Hövelhof vor etwa einem Jahr mit der Vermarktung gestartet und haben in den Industriegebieten Nord und Süd die Vertriebsziele sogar übererfüllt«, freute sich Geschäftskundenbetreuer Roland Waleska am Dienstag über den regen Zuspruch der Hövelhofer Gewerbetreibenden. An der Kreuzung Industriestraße/Otto-Hahn-Straße setzte Waleska gemeinsam mit Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens und weiteren Kollegen aus der Bauabteilung der Deutschen Glasfaser den symbolischen ersten Spatenstich für den Ausbau.

Als nächstes werden nun die Leerrohre für die eigentlichen Glasfaserleitungen verlegt. »Dafür wird morgens das Pflaster aufgemacht und direkt abends wieder geschlossen«, beschreibt René Schmidt aus der Bauabteilung der Deutschen Glasfaser, wie die Arbeiter nun vorgehen werden. Zum Teil werden die Kabel auch unter der Straße hindurch »geschossen«, ohne den Asphalt aufzureißen. Parallel fänden in den Betrieben, die einen Glasfaseranschluss gebucht haben, Gebäudebegehungen statt, bei denen die Kunden und die Experten des Telekommunikationsunternehmens gemeinsam festlegen, wo genau der Hauptübergabepunkt installiert werden soll.

Unternehmen verlegt fast 2,5 Kilometer Glasfaserkabel

Im Industriegebiet Nord werden insgesamt zwei Kilometer Glasfaserkabel verlegt, im Indus­triegebiet Süd reichen 450 Meter aus. Im südlichen Gewerbegebiet kann allerdings erst etwas später begonnen werden als jetzt an der Industriestraße: »Dort warten wir noch auf die letzten Genehmigungen«, sagt René Schmidt. »Wenn alles nach Plan läuft, sollten die Tiefbauarbeiten bis Ende des Jahres aber in beiden Gewerbegebieten abgeschlossen sein. Es kann natürlich immer sein, dass wir auf schwierige Bodenverhältnisse stoßen oder sich aus anderen Gründen Verzögerungen ergeben, die wir vorab nicht einplanen konnten. Bisher sieht aber alles gut aus«, sagt Roland Waleska. Er biete Unternehmen, die bisher noch keinen Vertrag abgeschlossen hätten, noch bis zum 30. November Sonderkonditionen an.

Berens: »Wirtschaft hatte eine Vorreiterrolle«

Bürgermeister Michael Berens betonte, die Hövelhofer Unternehmen hätten in beiden Industriegebieten zusammengehalten und somit den Ausbau ermöglicht: »Das hatten sich viele Firmen auch immer wieder gewünscht, schnelle Leitungen für den Datentransfer sind heute für die meisten Unternehmen einfach unverzichtbar.« Die Entscheidung der Unternehmer für den Glasfaserausbau habe auch Signalwirkung auf die Privathaushalte gehabt, glaubt Berens: »Hier war die Wirtschaft sicherlich in einer Vorreiterrolle.«

So geht es für die Privathaushalte weiter:

Seit Mitte Juli steht es fest: Die Deutsche Glasfaser wird auch interessierte Privathaushalte im Hövelhofer Kernort und im Bereich Bentlake mit schnellem Internet versorgen. Seit der Erfolgsmeldung, dass nach der verlängerten Werbeaktion (der so genannten Nachfragebündelung) genügend Verträge in diesen beiden Bereichen abgeschlossen wurden, war es ruhig geworden um das Thema Glasfaserausbau.

Das WV hat bei der Deutschen Glasfaser nach dem Stand der Dinge gefragt. »Derzeit sind wir in der Bau-Planungsphase. Unser Projektleiter Peter Kowalski sucht derzeit gemeinsam mit der Gemeinde Hövelhof nach passenden Grundstücken für die Glasfaserhauptverteiler«, sagt Lena Kemper aus der Abteilung Marketing und Kommunikation der Deutschen Glasfaser. »Diese Hauptverteiler leiten den eingehenden und abgehenden Datenverkehr weiter und versorgen den Ort mit Lichtgeschwindigkeit«, erläutert sie. Nach ersten Planungen mit dem beauftragten Generalunternehmer solle der Tiefbaustart noch in diesem Jahr stattfinden. Wie lange der Ausbau in beiden Gebieten insgesamt dauern wird, lasse sich jetzt noch nicht sagen, so Kemper.

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