Politiker diskutieren in Hövelhof die Zukunft des maroden Sennebades
Neubau kostet 11 bis 15 Millionen Euro

Hövelhof (WB). Der Neubau eines Hallenbades in Hövelhof ist nicht wesentlich teurer als die Sanierung des maroden Sennebades nebst Turnhalle. In einer Sondersitzung des Bauausschusses wurden vier Neubau-Varianten vorgestellt, die je nach Ausstattung 11,2 bis 15,3 Millionen Euro kosten würden. Eine Sanierung würde mit etwa 12,8 Millionen Euro zu Buche schlagen.

Dienstag, 29.10.2019, 21:42 Uhr aktualisiert: 30.10.2019, 13:16 Uhr
Das 1972 gebaute Sennebad ist marode. Ein möglicher Neubau könnte aus dieser Sicht rechts des Hallenbades auf dem Gelände der heutigen Freisportfläche an der Staumühler Straße entstehen. Foto: Oliver Schwabe
Das 1972 gebaute Sennebad ist marode. Ein möglicher Neubau könnte aus dieser Sicht rechts des Hallenbades auf dem Gelände der heutigen Freisportfläche an der Staumühler Straße entstehen. Foto: Oliver Schwabe

Experten des Bielefelder Büros Constrata und des Hamburger Büros Profund Consult stellten mögliche Varianten und Kosten für einen Neubau vor, der auf der heutigen Freisportfläche zwischen dem alten Sennebad und dem HoT entstehen könnte. Die Fraktionen wollen nun nicht nur im Rahmen der Haushaltsberatungen über das Hallenbad sprechen, sondern auch die Bevölkerung, Vereine und Schulen in die Diskussion mit einbeziehen.

Entscheidung soll 2020 fallen

Eine Entscheidung, ob neu gebaut oder saniert wird, soll 2020 fallen. Falls das Bad neu gebaut würde, schätzen die Experten des Büros Constrata, dass es etwa vier Jahre nach dem endgültigen Ratsentscheid eröffnen könnte.

Die Berater stellten vier mögliche Bauvarianten vor. Die Basisvariante beinhaltet ein 25 mal 12,5 Meter großen Sportschwimmbecken (fünf Bahnen) und zusätzlich ein zweites, kleineres Becken (Kurs- und Lehrschwimmbecken, 8 mal 12,5 Meter). Eine weitere Variante sieht einen zusätzlichen Plansch- und Spielbereich für Eltern und Kleinkinder vor, eine vierte Variante zudem Sprungtürme (ein und drei Meter). Die teuerste, vierte Variante würde die drei vorgenannten zusammenfassen: großes Sportbecken mit Sprungtürmen, kleineres Kursbecken und einen Plansch- und Spielbereich.

Kursbecken und Kleinkinderbereich empfohlen

Ein Kursbecken zusätzlich zum bisher auch schon vorhandenen Sportbecken sehen die Experten als unverzichtbar bei einem Neubau an. Da in Hövelhof im Vergleich zum Bundesschnitt ungewöhnlich viele Kinder leben, empfehlen sie zudem auch einen Bereich für Kleinkinder, auch, um sich von anderen Bädern in der Umgebung abzuheben. Eine Sauna oder Rutsche seien indes nicht notwendig.

Um ein mögliches neues Bad attraktiver zu machen, sollten auch die Öffnungszeiten für öffentliches Schwimmen ausgeweitet werden, lautete eine weitere Empfehlung. Die derzeitigen Öffnungszeiten von 35 Wochenstunden für die Öffentlichkeit seien »unterdurchschnittlich«. Beim Neubau eines Bades sei ein jährliches Defizit von 860.000 bis 980.000 Euro zu erwarten, allerdings auch eine Steigerung der Besucherzahlen um 28 bis 42 Prozent.

Die Sondersitzung des Bauausschusses am Dienstagabend war eine reine Informationsveranstaltung, Beschlüsse wurden keine gefasst.

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