Hövelhofer Cup&Cino-Foundation verlängert Zusammenarbeit mit Neven Subotic
Beim Kaffeetrinken Gutes tun

Hövelhof (WB). Eine Vertragsverlängerung. Ein Fußballprofi erlebt das alle paar Jahre wieder. Die Vertragsverlängerung in Hövelhof aber war für Neven Subotic am Freitag etwas ganz Besonderes – denn es geht um mehr als um Fußball. Der Kicker von Union Berlin arbeitet nun weitere drei Jahre mit der Cup&Cino-Foundation von Frank Epping zusammen.

Freitag, 15.11.2019, 17:42 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 22:10 Uhr
Sabine und Frank Epping haben die Zusammenarbeit mit der Stiftung von Fußballprofi Neven Subotic (Mitte) um drei weitere Jahre verlängert. Foto: Meike Oblau
Sabine und Frank Epping haben die Zusammenarbeit mit der Stiftung von Fußballprofi Neven Subotic (Mitte) um drei weitere Jahre verlängert. Foto: Meike Oblau

Der Kaffeespezialist aus der Sennegemeinde und der frühere Spieler von Borussia Dortmund setzen sich dafür ein, mehr Menschen in Äthiopien Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Seit 2016 kooperieren die Neven-Subotic-Stiftung und die Cup&Cino-Foundation. Jetzt geht die Zusammenarbeit in die nächste Runde.

Entschluss in der Reha

Auf sehr persönliche Weise erinnerte sich Frank Epping daran, was den Anstoß gab, die Stiftung zu gründen: »Ein ganz wichtiges Ziel in meinem Leben war es immer, mich sozial zu engagieren. Aber man kennt das: Man schiebt das immer wieder auf. Vor sechseinhalb Jahren ging es mir gesundheitlich nicht gut und ich saß mit meiner Frau in Bad Driburg in der Reha auf der Parkbank. Wir haben über die wichtigen Dinge im Leben gesprochen – und anschließend auch endlich die Idee mit der Stiftung angepackt.«

»Viele Steine in den Weg gelegt«

Leicht gewesen sei das nicht: »Teilweise bin ich mir wie ein Bittsteller vorgekommen, und es war abenteuerlich, welche Steine der Staat jemandem in den Weg legt, der Gutes tun will«, erinnert sich Epping. Vor vier Jahren fiel dann aber der Startschuss für die Cup&Cino-Foundation, 500.000 Euro Stiftungskapital und noch einmal die gleiche Summe als Stiftungsdarlehn flossen.

»Wir waren sehr euphorisch, unser Ziel war es, jedes Jahr vier Brunnen in Äthiopien zu bauen. Das kostet etwa 100.000 Euro«, sagt Frank Epping. Doch die Spendenbereitschaft war anfänglich noch zurückhaltend: Im ersten Jahr gingen 15.000 Euro ein, im zweiten Jahr 25.000 Euro. »Aber jetzt, im dritten Jahr, haben wir es endlich geschafft, deutlich über 100.000 Euro zu liegen«, freute sich Frank Epping, der mit seiner Frau Sabine im vergangenen Jahr auch selbst in Äthiopien gewesen ist und sich persönlich davon überzeugt hat, dass das Geld auch dort eingesetzt wird, wofür es gespendet wurde.

Bereits 13 neue Brunnen finanziert

In Kooperation mit der Neven-Subotic-Stiftung und Spendengeldern in Höhe von mehr als 300.000 Euro konnten seit 2016 bereits 13 Brunnen und Hygienestationen in der Projektregion Tigray gebaut werden. Im kommenden Jahr sollen sechs oder sieben weitere Brunnen folgen.

Kunden, die Cup&Cino-Kaffeemaschinen nutzen, haben die Möglichkeit, zwei Cent pro Tasse Kaffee mehr zu zahlen. Diese zwei Cent fließen dann in die Stiftung. »70 Prozent aller Neukunden können wir bereits davon überzeugen, bei den Altkunden läuft es etwas langsamer an«, bilanziert Frank Epping. Auch Einzel- oder Aktionsspenden sind natürlich jederzeit möglich. So verzichtete Cup&Cino in diesem Jahr selbst auf Geschenke anlässlich der Eröffnung der neuen Firmenzentrale an der Paderborner Straße – stattdessen kamen Spenden in Höhe von 28.000 Euro zusammen. »Wir möchten Menschen in den ›Kaffeeländern‹ etwas zurückgeben und ihre Lebensbedingungen verbessern«, sagt Frank Epping.

884 Millionen Menschen ohne Zugang zu sauberem Wasser

Seine Frau Sabine ergänzt, dass weltweit 884 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser haben und viele Frauen oder Kinder auch in Äthiopien täglich bis zu sechs Kilometer weit laufen müssen, um Wasser zu holen. Wenn die Cup&Cino-Foundation und die Neven-Subotic-Stiftung einen Brunnen errichten, werden parallel auch sanitäre Anlagen (meist an Schulen) gebaut, Hygieneschulungen angeboten und den Schülern eine warme Mahlzeit am Tag ermöglicht. »Wir dürfen keine passiven Zuschauer bei der Gestaltung unserer Zukunft sein. Wir brauchen Menschen wie Frank Epping, die sagen: Die Menschen in Afrika sind mir nicht egal«, bedankte sich Neven Su­botic für die Unterstützung aus Hövelhof.

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