Fr., 28.02.2020

Sechster Hövelhof-Krimi von Werner Pfeil heißt „Schwurstein“ Schützen hüten ein Geheimnis

Die Sparkasse ist im neuen Krimi von Werner Pfeil ein Tatort. Im Jahr der Euro-Umstellung wird hier ein Geldtransporter überfallen, druckfrische Scheine verschwinden. Jahre später werden die Ermittlungen wieder aufgenommen.

Die Sparkasse ist im neuen Krimi von Werner Pfeil ein Tatort. Im Jahr der Euro-Umstellung wird hier ein Geldtransporter überfallen, druckfrische Scheine verschwinden. Jahre später werden die Ermittlungen wieder aufgenommen. Foto: Jörn Hannemann

Von Meike Oblau

Hövelhof (WB). Im Hövelhofer Schützenwesen kennt Werner Pfeil sich als Zugführer des dritten Zuges der Dorfkompanie aus. Und so war es wohl nur eine Frage der Zeit, wann Schützen in den Mittelpunkt eines seiner Hövelhof-Krimis rücken würden. Sein neuestes Werk heißt „Schwurstein“ – und darin hüten drei Schützen ein ganz besonderes Geheimnis.

Die Hauptkommissare Vincent Blohm und Melanie Schwarz bekommen es diesmal mit einem so genannten „Cold Case“ zu tun. So werden ungelöste Kriminalfälle bezeichnet, in denen irgendwann wieder ermittelt wird. Ein solcher Fall aus dem Jahr 2002 beschäftigt im neuen Hövelhof-Krimi nun die Polizisten.

Werner Pfeil nimmt seine Leser mit zurück ins Jahr 2002, das Jahr, in dem der Euro eingeführt wurde. Vor der Hövelhofer Sparkasse an der Paderborner Straße wurde ein Geldtransporter überfallen, der druckfrische Euro-Banknoten anliefern wollte. Einer der Wachmänner wurde dabei schwer verletzt. „Diese rätselhafte Angelegenheit lässt auch jetzt noch die Kommissare verzweifeln, viel zu schnell sind die Akten damals in den Archiven verschwunden“, beschreibt Werner Pfeil den Inhalt.

Überfall auf Geldtransporter an der Sparkasse

Nach einem Mord bekommen die Ermittler Hinweise darauf, dass dieser Todesfall mit dem Überfall auf den Geldtransporter aus dem Jahr 2002 zu tun haben könnte. Damals waren nämlich auch drei Schützen, die gerade auf dem Rückweg vom Hövelhofer Schützenfest gewesen waren, an der Sparkasse vor Ort. „Es geht um einen Schwur, der die Beteiligten zum Schweigen verpflichtet, und es gibt jemanden, der sich neben der Polizei brennend für die Auflösung des Rätsels interessiert“, macht der Autor neugierig auf seinen sechsten Lokalkrimi. Inspiriert zu der Geschichte wurde er übrigens tatsächlich am frühen Dienstagmorgen nach dem Schützenfest, als er auf dem Weg zum Brötchenholen drei Schützen nach einer durchfeierten Nacht vor der Sparkasse traf.

Premierenlesung am 11. März im Amalthea-Theater

Bis Dienstag, 3. März, ist „Schwurstein“ zum vergünstigten Vorverkaufspreis von 13,90 Euro entweder über die ausliegenden Flyer oder im Internet unter www.eire-verlag.de/schwurstein vorbestellbar. Der reguläre Preis im Handel liegt anschließend bei 15,90 Euro. Auch als E-Book wird es den Krimi, zu dem Pfeils Neffe Martin wieder das Cover gestaltet hat, geben. Die Premierenlesung findet am Mittwoch, 11. März, im Paderborner Amalthea-Theater statt. In Hövelhof stellt Werner Pfeil das neue Buch am Mittwoch, 1. April, in Franks Vinothek an der Allee vor.

In Zusammenarbeit mit Lektorin Anna Lemke vom Eire-Verlag aus Borchen wurde für „Schwurstein“ übrigens erstmals ein Verfahren namens „Sensitivity Reading“ angewendet: „Mit dieser Methode wird das Manuskript auf diskriminierende Darstellungen geprüft“, sagt Werner Pfeil, „dabei geht es nicht nur um rassistische, sexistische oder antisemitische Bezeichnungen, sondern auch um Klischees, veraltete Rollenbilder oder Stereotype. Diese Figuren gibt es nach wie vor, sie bekommen aber einen Gegenpart.“

Bücher zu gewinnen

Zwei Leser haben die Möglichkeit, den Hövelhof-Krimi „Schwurstein“ zu gewinnen. Dazu einfach am Freitag, 28. Februar, die Gewinnspiel-Hotline 01379/883009 (50 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, ggf. andere Mobilfunkpreise) anrufen. Die Gewinner werden am Montag, 2. März, benachrichtigt und bekommen das Buch zugeschickt.

Zur Person

Werner Pfeil wurde 1957 in Paderborn geboren und wuchs in Hövelhof auf. Nach dem Hauptschulabschluss erlernte er den Beruf des Drehers und trat 1978 als Wehrpflichtiger in die Bundeswehr ein. Anschließend wurde er Berufssoldat und absolvierte zwischen 1994 und 2008 auch verschiedene Auslandseinsätze. Seit 2010 ist Werner Pfeil im Ruhestand.

Im September 2015 erschien sein erster Hövelhof-Krimi „...und kommt die goldene Herbsteszeit“. Im April 2016 folgte der zweite Band „Finderlohn“. Band drei trug im Oktober 2016 den Titel „Wer suchet, der findet“ . Band vier mit dem Namen „Stimmen im Kopf“ kam im September 2017 heraus, „Kat im Watt“ im September 2018 . Im vergangenen Jahr veröffentlichte Werner Pfeil zudem eine Biografie über den Bundeswehr-Einsatz im Kosovo mit dem Titel „Ein Sommertag im Krieg“ sowie gemeinsam mit Klaus Sindern Kurzgeschichten unter dem Motto „OWL: witzig – mysteriös – kriminell“ .

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