Geistlicher wirkte 27 Jahre lang in St. Johannes Nepomuk in Hövelhof
Pfarrer Josef Heller gestorben

Hövelhof (WB). Die katholische Kirchengemeinde St. Johannes Nepomuk Hövelhof trauert um ihren langjährigen Pfarrer. Josef Heller verstarb am Ostermontag im Alter von 95 Jahren. 27 Jahre lang, von 1967 bis 1994, wirkte der Geistliche in der Sennegemeinde. Am 8. Januar 1995 wurde er mit einem Festgottesdienst in den Ruhestand verabschiedet.

Dienstag, 14.04.2020, 15:00 Uhr
Pfarrer Josef Heller (rechts) ist am Ostermontag im Alter von 95 Jahren verstorben. Foto: Raphael Athens
Pfarrer Josef Heller (rechts) ist am Ostermontag im Alter von 95 Jahren verstorben. Foto: Raphael Athens

Josef Heller stammte gebürtig aus Dortmund. Im Zweiten Weltkrieg geriet er in französische Gefangenschaft und traf dort die Entscheidung, Priester zu werden. 1957 wurde er in Paderborn zum Priester geweiht. Anschließend war er bis 1962 als Vikar in St. Petri Hüsten tätig, danach in St. Marien in Schwerte.

Neubau der Kirche und des Pfarrheims eng begleitet

1967 kam er nach Hövelhof. In seine Zeit als Pfarrer in St. Johannes Nepomuk fielen weitreichende und zukunftsweisende Entscheidungen, zum Beispiel der Neubau der Pfarrkirche. Diese war in den 1970er Jahren zu klein geworden. Vom Vorgängerbau blieb nur der prägende Kirchturm erhalten, der aufwändig saniert wurde. Am 15. September 1979 war der Neubau abgeschlossen und die Kirche konnte durch den Paderborner Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt geweiht werden.

1984 und damit ebenfalls in Hellers Amtszeit wurde das gegenüberliegende Pfarrheim eröffnet. Auch die Gründung der Caritas-Konferenz, die ihr 50-jähriges Bestehen jüngst wegen der Corona-Pandemie hatte absagen müssen, begleitete Heller 1970, ebenso die Errichtung der Caritas-Sozialstation 1973.

Engagiert im Altenzentrum Haus Bredemeier

Intensiv engagierte sich Josef Heller bei den ersten Planungen zum Caritas-Altenzentrum Haus Bredemeier. Er wirkte als geistlicher Berater der Katholischen Frauengemeinschaft (KFD), der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB), des Männervereins St. Joseph, des Kirchenchores und der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft.

Noch im hohen Alter als Geistlicher tätig

Aus gesundheitlichen Gründen bat Josef Heller Ende 1994 um die Versetzung in den Ruhestand. Auch seine langjährige Haushälterin Maria Burchart verabschiedete sich zeitgleich. Anschließend lebte Josef Heller fünf Jahre in Bad Lippspringe, ehe er im Jahr 2000 eine Wohnung im frisch eröffneten Haus Bredemeier bezog, die er bis zuletzt bewohnte. Auch im hohen Alter war er hier aus Hausgeistlicher tätig, zelebrierte Heilige Messen und hatte stets ein offenes Ohr für Kranke und Sterbende.

„Sein größter Wunsch war es, die renovierte Kapelle des Altenheims noch sehen zu können, für deren neue Fenster er gespendet hatte. Das war ihm leider nicht mehr vergönnt“, bedauert die Geschäftsführerin des Altenheims, Monika Stricker.

Die noch nicht terminierte Beerdigung kann aufgrund der Corona-Bestimmungen nur im kleinsten Kreis stattfinden.

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