Pastoralverbund Delbrück-Hövelhof will es langsam angehen lassen
Noch keine Messen am ersten Maiwochenende

Delbrück/Hövelhof (WB). „Wir haben schon viele Anfragen erhalten, ob und wann wir öffentliche Gottesdienste wieder ermöglichen“, sagt Pfarrer Bernd Haase. Prinzipiell erlaubt wäre es ab dem 1. Mai. Doch der Leiter des Pastoralverbunds Delbrück-Hövelhof will im Interesse aller Beteiligten nichts übereilen. „Bis unser Konzept steht, sind etliche Fragen zu klären. Das wird noch einige Zeit in Anspruch nehmen.“

Sonntag, 26.04.2020, 15:03 Uhr aktualisiert: 26.04.2020, 15:06 Uhr
In den Kirchen des Pastoralverbundes Delbrück-Hövelhof, im Bild St. Johannes Nepomuk in Hövelhof, werden am ersten Mai-Wochenende noch keine öffentlichen Messen stattfinden. Foto: Meike Oblau
In den Kirchen des Pastoralverbundes Delbrück-Hövelhof, im Bild St. Johannes Nepomuk in Hövelhof, werden am ersten Mai-Wochenende noch keine öffentlichen Messen stattfinden. Foto: Meike Oblau

Das Erzbistum Paderborn hat Rahmenbedingungen definiert , die für alle Gottesdienste einzuhalten sind. „Diese Rahmenbedingungen müssen allerdings für jede Kirche einzeln geprüft werden“, betont Haase. Der Krisenstab seines pastoralen Teams hat deshalb beschlossen, dies in Abstimmung mit den örtlichen Ordnungsämtern in Delbrück und Hövelhof zu tun.

Live-Stream aus Sudhagen

Die sonntägliche heilige Messe im Live-Stream um 10.30 Uhr aus Sudhagen wird auf jeden Fall erst einmal fortgeführt. Der Link dafür steht auf den Pastoralverbund-Seiten Delbrück und Hövelhof (www.pv-delbrueck.de und www.pv-hoevelhof.de).

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Zunächst die vier großen Kirchen öffnen

„Wir wollen zunächst unsere vier größten Kirchen öffnen, nämlich Delbrück, Ostenland, Westenholz und Hövelhof“, so Haase weiter. „In den großen Kirchen können sich die Menschen gut verteilen. Wir werden prüfen, wie und wo Einzelpersonen oder Familien in der Kirche sitzen können und wie wir einen Ordnerdienst für den geregelten Ein- und Auslass in die Kirchen besetzen können. Auch die möglichen Anmeldeverfahren für die Gottesdienstteilnehmer müssen wir organisieren.“

Viele Absprachen und jede Menge Logistik

Eine sorgfältige Prüfung, viele Absprachen und jede Menge Logistik werden in den kommenden Tagen notwendig sein, um ein Höchstmaß an Sicherheitsvorkehrungen für alle zu treffen: Gottesdienstbesucher, Zelebranten, Liturgische Dienste und Messdiener. „Wir haben uns dazu entschlossen, mit einem öffentlichen Gottesdienstangebot nicht vorzupreschen, sondern zunächst mit Bedacht sorgfältig abzuwägen, was möglich ist. Sobald der organisatorische Part bewältigt ist und wir gut vorbereitet sind, werden wir unsere Gläubigen vorab über die Verhaltensregeln in unseren Gotteshäusern informieren“, bittet Bernd Haase um Verständnis für den notwendigen Planungszeitraum.

„Dass viele Menschen sich auf einen baldigen öffentlichen Gottesdienst freuen, kann ich sehr gut nachvollziehen. Das geht mir nicht anders. Gerade deshalb müssen wir jedoch aufeinander achtgeben. Aus diesem Grund werden wir im gesamten ersten Halbjahr dieses Jahres in unserem pastoralen Raum auch noch keine Prozessionen feiern können.“

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