In Hövelhof steht auch der Hövelmarkt Anfang Oktober auf der Kippe
Espeln sagt Jubiläums-Erntefest ab

Hövelhof (WB/mobl). Der Bürgerverein Espeln hat das Erntedankfest Anfang September abgesagt. Eigentlich sollte das 100-jährige Jubiläum des Festes groß gefeiert werden. Auch der 206. Hövelmarkt Anfang Oktober steht nach Angaben des Hövelhofer Verkehrsvereins auf der Kippe.

Mittwoch, 29.04.2020, 12:55 Uhr aktualisiert: 29.04.2020, 12:58 Uhr
Der traditionelle Ernteumzug in Espeln hätte dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Jetzt wurde das komplette Fest abgesagt. Foto: Meike Oblau
Der traditionelle Ernteumzug in Espeln hätte dieses Jahr sein 100-jähriges Bestehen gefeiert. Jetzt wurde das komplette Fest abgesagt. Foto: Meike Oblau

Bis zum 31. August sind Großveranstaltungen gemäß den Beschlüssen der Länderregierungschefs und der Bundeskanzlerin untersagt. „Nach intensiven Beratungen im Vorstand haben wir uns jetzt schweren Herzens dazu entschlossen, unser Erntedankfest abzusagen. Es hätte nur vier Tage nach diesem Termin stattgefunden. Das schmerzt umso mehr, da wir mit unseren Freunden und Gästen in diesem Jahr das 100-jährige Jubiläum hätten feiern können “, erklärt ein enttäuschter Günter Austermeier, Vorsitzender des Bürgervereins Espeln.

„Allein die notwendigen Vorbereitungstreffen hätten zumindest unter der aktuellen Rechtslage so nicht stattfinden können. Das Risiko ist einfach zu hoch für uns, kurzfristig absagen zu müssen. Letztlich geht es in dieser Situation vorrangig um die Gesundheit der Espelner Bürger, der teilnehmenden Gruppierungen sowie aller Besucher und Gäste“, so Austermeier weiter in der gemeinsamen Pressemitteilung von Bürgerverein und Verkehrsverein. Trotzdem schaut Espeln optimistisch in die Zukunft. „Im nächsten Jahr holen wir alles nach. Dann werden wir auch das Jubiläumsdatum entsprechend aufgreifen und kräftig nachfeiern“, verspricht Austermeier abschließend.

Entscheidung zum Hövelmarkt fällt in den nächsten Tagen

Eine endgültige Entscheidung, ob der 206. Hövelmarkt in diesem Jahr wie gewohnt vom 2. bis 4. Oktober stattfinden kann, wird in den nächsten Tagen fallen, so die Verantwortlichen des veranstaltenden Hövelhofer Verkehrsvereins. „Natürlich beschäftigen wir uns schon seit einiger Zeit mit diesem Thema“, erklärt Vorsitzender Hubert Böddeker.

Schutz der Gesundheit steht an erster Stelle

Man stehe derzeit im intensiven Austausch mit dem gemeindlichen Krisenstab einschließlich des ärztlichen Beraters, dem Sprecher der Hövelmarkt-Schausteller, dem Festwirt und weiteren verantwortlichen Personen im Vorstand sowie Marktmeister- und Organisationsteam. „Eine endgültige Absage hat weitreichende Folgen, zum Beispiel auch in finanzieller Hinsicht für unsere Schaustellerpartner. Wir sind uns der Verantwortung bewusst, letztlich steht aber der Gesundheitsschutz zur Bewältigung der Corona-Pandemie an erster Stelle“, so Böddeker weiter in der Presseerklärung.

Westhof: „Chancen stehen nicht so gut“

„Ehrlicherweise stehen die realistischen Chancen aktuell nicht gut für eine Durchführung im gewohnten Rahmen. Das zeigen die zunehmenden Absagen anderer Veranstaltungen und Feste in diesem Zeitraum“, so Thomas Westhof, Vorstandsmitglied im Verkehrsverein und Leiter der Stabsstelle Wirtschaft und Marketing der Gemeinde Hövelhof. In dieser Funktion ist er auch Mitglied im gemeindlichen Corona-Krisenstab und hält die Verbindung zu diesem Gremium. Gemeinsames Ziel sei eine zeitnahe Klarheit für alle Beteiligten und für die Öffentlichkeit, da aufgrund der bereits angelaufenen Festvorbereitungen und notwendigen Vertragsabschlüsse eine Entscheidung nicht unbegrenzt aufgeschoben werden kann.

Alternatives Konzept möglich

„Unabhängig davon beobachten wir die weitere Entwicklung genauestens, vor allem auch die rechtliche. Sollte sich in den nächsten Monaten eine für Oktober eindeutige Rechtslage abzeichnen, werden wir natürlich kurzfristige Alternativkonzepte mit kreativen Ideen entwickeln. Vielleicht sogar solidarisch mit unseren Freunden aus Espeln, die ihr 100. Jubiläums-Erntedankfest Anfang September aufgrund der schwierigen Situation nicht durchführen werden können. Unter bestimmten Auflagen sind dann möglicherweise auch Karussellfahrten möglich. Wir setzen da auf die bekannte Flexibilität unserer Schaustellerfreunde, die es ja durch die Absage zahlreicher Feste besonders hart trifft“, so Böddeker und Westhof abschließend in der gemeinsamen Erklärung.

 

 

 

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