CDU-Mehrheit beschließt neue Stele auf dem Hövelmarktplatz
Bald läuten die Glocken

Hövelhof (WB). Der Hövelmarkt bekommt eine Stele mit einem Glockenspiel. Im Haupt- und Finanzausschuss gab es aber Kritik an dieser Planung.

Samstag, 16.05.2020, 09:00 Uhr
Erstmals wurde im Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstagabend eine Animation gezeigt, wie der neue Brunnen auf dem Hövelmarkt vor der „Einstein“ aussehen soll. Foto:
Erstmals wurde im Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstagabend eine Animation gezeigt, wie der neue Brunnen auf dem Hövelmarkt vor der „Einstein“ aussehen soll.

Wie vorab berichtet soll nahe des neuen Brunnens ein Glockenspiel in einer vier Meter hohen Steinstele entstehen. Einmal täglich soll um 18.07 Uhr die Hövelhof-Hymne erklingen. Es sollen aber auch andere Lieder einprogrammiert werden können.

Glockenspiel kostet 45.000 Euro

Die Kosten für das Glockenspiel gab Bürgermeister Michael Berens mit 45.000 Euro (25.000 für die Stele, 20.000 für die Glocken) an. Die Gemeinde bekommt aber Fördergelder und muss von dieser Summe nur 30 Prozent zahlen. Im Ausschuss zu Gast war der Paderborner Steinmetz Michael Diwo. Kontakt hat die Verwaltung zudem zu Glockenbauer Franz Hemmer aufgenommen, der schon die Bahnhofsuhr restauriert hatte .

FDP und Grünen fehlt die Bürgerbeteiligung

Bei der Opposition stieß das Glockenspiel nicht auf Zustimmung. „Wir haben extra zur Umgestaltung des Hövelmarktes eine Bürgerbeteiligung durchgeführt, da war von einem Glockenspiel keine Rede. Das jetzt einfach zu nicht unerheblichen Kosten hinzuzufügen, sehe ich kritisch“, sagte Jörg Schlüter ( Grüne). Er fragte, ob es technisch machbar sei, im Zuge der Bauarbeiten zwar die Technik vorzubereiten, aber das Glockenspiel noch nicht sofort anzuschaffen. „Wenn wir es jetzt nicht machen, wird es nie kommen“, entgegnete Bürgermeister Berens. Mario Schäfer (SPD) schloss sich dem Vorschlag Schlüters an: „Die Stele kam für alle ziemlich überraschend“, sagte er.

Kersting: „Das ist ein Alleinstellungsmerkmal“

André Klocksin (FDP) beantragte, den Bau des Brunnens ohne das Glockenspiel umzusetzen: „Es ist weder in der Bürgerversammlung noch mit den Anwohnern besprochen worden und auch die Haushaltslage gibt es nicht her.“ Michael Berens entgegnete, beim Umbau des Hövelmarktes würden vermutlich etwa 200.000 Euro gegenüber der bisherigen Kalkulation eingespart. Die CDU lehnte den Änderungsantrag der FDP ab. „Glockenspiele faszinieren Menschen und sind ein Alleinstellungsmerkmal, London hat Big Ben und die Themse, Hövelhof die Ems und ein Glockenspiel“, sagte Michael Kersting.

Der Brunnenbau wird mit antrazhitfarbener Basalt-Lava aus der Eifel umgesetzt. Die Frage danach, ob sich dieser Stein im Sommer eventuell zu sehr aufheizen könnte, beantwortete Steinmetz Michael Diwo mit einem Augenzwinkern und mit Verweis auf die Paderborner Königsplätze : „Ich habe noch nie gehört, dass sich jemand auf einem Steinbrunnen den Hintern verbrannt hat. Sowas schaffen wir nur in Paderborn….“

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