Heimatzentrum OWL in Hövelhof hat nach Corona-Pause wieder geöffnet
Neuer Glanz in alten Häusern

Hövelhof (WB). Wer glaubt, den Mitgliedern des Plattdeutschen Kreises sei nach der coronabedingten Schließung des Heimatzentrums OWL an der Staumühler Straße langweilig geworden, der irrt. „Wir haben die Pause für Renovierungs- und Aufräumarbeiten genutzt“, sagt Ortsheimatpfleger Carsten Tegethoff. Seit Kurzem ist das Heimatzentrum in neuem Glanz unter gewissen Auflagen eingeschränkt wieder geöffnet: „Wir freuen uns auf Besucher!“

Donnerstag, 09.07.2020, 09:00 Uhr
Die durch Corona bedingte Schließung haben (von links) Carsten Tegethoff, Annelene Frantzke und Volker Höddinghaus und ihre Mitstreiter für Renovierungsarbeiten im und am Heimatzentrum OWL an der Staumühler Straße genutzt. Foto: Meike Oblau
Die durch Corona bedingte Schließung haben (von links) Carsten Tegethoff, Annelene Frantzke und Volker Höddinghaus und ihre Mitstreiter für Renovierungsarbeiten im und am Heimatzentrum OWL an der Staumühler Straße genutzt. Foto: Meike Oblau

Wer sich gerade jetzt in den Schulferien vielleicht einmal auf dem Gelände umschauen möchte, ist in der Regel mittwochs und freitags jeweils von 14 bis 17 Uhr willkommen. Es können aber auch individuelle Termine bei Carsten Tegethoff unter Telefon 0171/9005994 oder E-Mail an carsten.tegethoff@hoevelhof.de vereinbart werden.

Sennekotten ist eingerichtet wie im Jahr 1900

Das Heimatzentrum umfasst mehrere historische Gebäude, zum Beispiel einen kleinbäuerlichen Sennekotten, der weitestgehend so eingerichtet ist, wie es um 1900 in der Region üblich war. Im Rahmen einer kompletten Dacherneuerung in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Hövelhof wurde das Gebäude vor wenigen Jahren komplett renoviert und insbesondere die Ausstellung in der oberen Etage neu gestaltet. Des Weiteren gibt es ein altes Backhaus, das nach wie vor gelegentlich zum Brotbacken genutzt wird. In der alten Scheune und der offenen Wagenremise sind alte landwirtschaftliche Gerätschaften untergebracht.

Alte Gewerke stehen im Mittelpunkt

In der Region einzigartig ist das vor 15 Jahren eingeweihte Haus des historischen Handwerks. Dort werden auf zwei Etagen alte Berufe und Gewerke wie zum Beispiel Holzschuhmacher, Schmied, Schreiner, Stellmacher oder Seiler vorgestellt. In der oberen Etage sind eine alte Apotheke, Friseur, Hutmacher sowie alte Spinnräder und Webstühle vorhanden. Außerdem gibt es einen Bereich zum Thema Flachsverarbeitung, die bis 1850 besondere und in der Senne existenziell notwendige Tätigkeiten umfasste.

Besucher sind wieder willkommen

Als Museum sind das Areal und die Gebäude jetzt eingeschränkt wieder geöffnet, so dass Gäste unter Beachtung der bekannten Abstands- und Hygieneregeln die Einrichtung wieder besichtigen können. Das Konzept wurde mit der Gemeinde Hövelhof abgestimmt. „Wir sind sehr dankbar für diese Unterstützung“, sagt Carsten Tegethoff. Von einem Normalbetrieb könne derzeit natürlich noch nicht wieder die Rede sein: „Größere Gruppen oder Schulklassen können wir noch nicht wieder empfangen, auch größere Veranstaltungen finden derzeit noch nicht wieder statt. Wir freuen uns aber über Ausflügler, Wanderer, Radler und natürlich auch Hövelhofer. Das Heimatzentrum entwickelt sich stetig weiter. Teilbereiche der Ausstellung wurden in den vergangenen Jahren neu gestaltet“, lädt der Ortsheimatpfleger ein.

In der Coronapause haben fleißige Helfer alle Fensterrahmen neu gestrichen, ebenso die untere Etage und das Treppenhaus im Haus des Handwerks. Auch in den Werkstätten wurde aufgeräumt.

Weitere Ausflugsziele in der Umgebung

Ein Parkplatz befindet sich direkt gegenüber des Heimatzentrums. Ganz in der Nähe lädt zudem das neu angelegte Hochwasserschutzbecken zu einem kleinen Spaziergang ein. Wer möchte, kann danach auch noch den 2019 neu eröffneten Schlossgarten an der Schloßstraße oder das ebenfalls aktuell wieder geöffnete Ems-Informationszentrum am Emser Kirchweg besuchen. Weitere Informationen zu den Angeboten des Heimatzentrums OWL gibt es auch online unter www.heimatzentrum-owl.de .

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