Gasalarme in Hövelhof haben jetzt Konsequenzen für den Generalunternehmer
Deutsche Glasfaser zieht Bauarbeiter ab

Hövelhof (WB). Die Deutsche Glasfaser (DG) hat auf die Häufung von Gasalarmen bei den Ausbauarbeiten in Hövelhof reagiert und die dafür hauptverantwortliche Baukolonne des Generalunternehmers aus der Sennegemeinde abgezogen. Das sagte DG-Pressesprecher Dennis Slobodian auf Anfrage des WB.

Donnerstag, 13.08.2020, 19:00 Uhr
Viermal wurden in Hövelhof im Zuge der Glasfaserarbeiten bereits Gasleitungen getroffen. Wie hier am Mergelweg führte das jedesmal zu Großeinsätzen. Die Schuld für die Gaslecks liege bei den Bauarbeitern, sagt die Deutsche Glasfaser. Foto: Axel Langer
Viermal wurden in Hövelhof im Zuge der Glasfaserarbeiten bereits Gasleitungen getroffen. Wie hier am Mergelweg führte das jedesmal zu Großeinsätzen. Die Schuld für die Gaslecks liege bei den Bauarbeitern, sagt die Deutsche Glasfaser. Foto: Axel Langer

Wie berichtet war es seit Ende Mai in Hövelhof gleich viermal dazu gekommen, dass im Zuge der Glasfaserarbeiten Gasleitungen getroffen worden waren: am Grünen Weg , an der Leuschnerstraße , am Mergelweg und zuletzt in der vergangenen Woche an der Leo­straße . Jedesmal waren Großeinsätze der Hövelhofer Feuerwehr und anderer Rettungsorganisationen nötig, Häuser mussten zeitweise vorsichtshalber evakuiert werden.

„Individuelle Fehler der Kolonnenmitarbeiter“

„Grundsätzlich lassen sich Leitungsschäden bei unseren Arbeiten nicht immer vermeiden, zumal unsere Bauarbeiten in vielen Kommunen die jeweils größten Infrastrukturprojekte in der Geschichte des Ortes sind. In Hövelhof sind Beschädigungen von Gasleitungen aber tatsächlich auch aus unserer Sicht ungewöhnlich häufig passiert“, sagt Dennis Slobodian. Verantwortlich dafür seien „individuelle Fehler der ausführenden Kolonnenmitarbeiter.“ Die entsprechende Kolonne sei nach dem vierten Vorfall an der Leostraße nun endgültig aus Hövelhof abgezogen worden.

Gemeindeverwaltung fordert Protokolle

Darüber hinaus habe die Deutsche Glasfaser weitere, zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen, teilweise offenbar auch nach deutlicher Aufforderung aus der Gemeindeverwaltung. „Auf Geheiß der Gemeinde Hövelhof werden künftig alle Arbeitsschritte schriftlich festgehalten“, berichtet der DG-Pressesprecher. Zudem habe man den „Druck auf den Generalunternehmer erhöht“. Auch ein Bauleiter der Deutschen Glasfaser sei jetzt häufiger als bisher vor Ort und kontrolliere die Arbeiten.

Darüber hinaus habe man die Anzahl der so genannten Such­schachtungen erhöht. Mit Hilfe einer Suchschachtung überprüfen Tiefbauunternehmen die genaue Lage von Kabeln und Leitungen im Straßenuntergrund. „Natürlich haben wir Planunterlagen, aber in der Realität weicht die Lage von Leitungen durchaus mal von den Zeichnungen ab“, erklärt der Pressesprecher.

Mehr Suchschachtungen sollen künftig Gaslecks verhindern

Daher werden bei Suchschachtungen punktuell Leitungen freigelegt, um genau überprüfen zu können, wo sie verlaufen: „Wenn auf einem Plan, der ja möglicherweise auch schon etwas älter sein kann, steht, dass eine Leitung einen Meter unter der Straßenoberfläche verläuft, kann das stimmen, muss es aber nicht“, so Dennis Slobodian. An besonders kritischen Stellen dürfe die Kolonne in Hövelhof nun erst nach einer Freigabe des Bauleiters weiterarbeiten.

Die finanziellen Schäden würden nach dem Verursacherprinzip beglichen, so der DG-Pressesprecher. Dafür hafte der Generalunternehmer. „Alle mit den Schäden zusammenhängenden Kosten werden bezahlt“, erläuterte Slobodian. Dazu könnten auch die Kosten für die Feuerwehreinsätze zählen.

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