Benachbarte Dreifachturnhalle in Hövelhof ist statisch noch in Ordnung
Sennebad: Bürgerentscheid spätestens im Frühjahr

Hövelhof (WB). Spätestens im kommenden Frühjahr soll der Ratsbürgerentscheid zum Hövelhofer Hallenbad stattfinden. Dann können die Bewohner der Sennegemeinde mitentscheiden, ob ein neues Bad gebaut werden soll. Auf Anfrage der FDP gab Bürgermeister Michael Berens (CDU) im Bauausschuss einen Überblick über den angestrebten Zeitplan.

Freitag, 14.08.2020, 19:00 Uhr
Das Sennebad kann aufgrund einer veralteten Lüftungsanlage nicht wieder öffnen, bis ein Corona-Impfstoff gefunden wurde. Es ist seit März geschlossen. Foto: Jörn Hannemann
Das Sennebad kann aufgrund einer veralteten Lüftungsanlage nicht wieder öffnen, bis ein Corona-Impfstoff gefunden wurde. Es ist seit März geschlossen. Foto: Jörn Hannemann

Wie berichtet ist das Sennebad am Schulzentrum, das Anfang der 1970er Jahre gebaut wurde, marode. Gemeinsam mit den Bürgern soll nun in einem Beteiligungsprozess, der im Oktober startet, entschieden werden, wie es weitergeht. In einer Machbarkeitsstudie waren im vergangenen Herbst vier verschiedene Neubau-Optionen vorgeschlagen worden. Ein Neubau würde je nach Ausstattung 11 bis 15 Millionen Euro kosten, eine Sanierung des alten Bades rund 12,8 Millionen Euro.

Workshop mit Schulen und Sportvereinen

Mitte September soll nun zunächst ein Workshop stattfinden, an dem Vertreter von Schulen und Sportvereinen teilnehmen. Nach den Herbstferien wird nach Angaben des Bürgermeisters dann eine breite Bürgerbeteiligung durchgeführt.

Das hinzugezogene Planungsbüro Stadtbox wird eine Auftaktveranstaltung organisieren: „Je nach Corona-Lage machen wir das entweder online oder als Präsenzveranstaltung vor Ort.“ Bis zu den Haushaltsberatungen im November wolle man so ein Stimmungsbild aus der Bürgerschaft erhalten. Der geplante Ratsbürgerentscheid werde dann spätestens im Frühjahr stattfinden.

Ohne Corona-Impfstoff keine Wiedereröffnung des alten Bades

Derzeit muss das alte Sennebad nach wie vor geschlossen bleiben. In Coronazeiten sei die alte Lüftungsanlage (Umluft) gefährlich, sie sei vergleichbar mit jenen, die in Schlachtbetrieben zuletzt wohl größere Coronaausbrüche begünstigt hätten, so Michael Berens: „So lange es keinen Impfstoff gibt, kann das Bad nicht wieder öffnen.“ Vielleicht biete die coronabedingte Schließung nun aber die Chance, ein mögliches neues Bad doch am alten Standort zu bauen, deutete der Bürgermeister an. Ursprünglich war der Vorschlag gewesen, das alte Bad weiter zu nutzen und parallel an einem anderen Standort einen Ersatzbau zu errichten.

Viele Optionen für das gesamte Gelände

Neuigkeiten verkündete Michael Berens auch zur benachbarten Dreifachturnhalle, die im Zuge der Hallenbad-Planungen ebenfalls genauer untersucht worden war. „Die gute Nachricht ist: Die Statik ist völlig in Ordnung, auch wenn wir sicherlich das Dach und den Innenbereich sanieren müssten“, sagte Berens. Auf ein Brandschutzgutachten für die Anfang der 1980er Jahre gebaute Halle warte die Verwaltung hingegen noch.

Untersuchungen hatten außerdem ergeben, dass die unmittelbar ans Sennebad angebaute Zweifachturnhalle theoretisch auch dann stehen bleiben könnte, wenn das Bad abgerissen würde. „Es ergeben sich also ganz viele Optionen, die wir mit den Hövelhofern besprechen wollen, um Ende des Jahres Klarheit zu haben über die weiteren Schritte“, fasste Berens zusammen.

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