Planungen für das Areal an Portemeiers Kreuz in Hövelhof vorgestellt
Keine Steingärten im Neubaugebiet erlaubt

Hövelhof (WB). Die Gemeindeverwaltung hat konkretere Planungen für das kommunale Neubaugebiet zwischen Bentlakestraße, Sennestraße und Hiermsweg vorgestellt. Erstmals sollen dort auf Hövelhofer Gemeindegebiet zum Beispiel keine mit Kies oder Steinen gestalteten Vorgärten erlaubt sein.

Samstag, 15.08.2020, 06:00 Uhr
So könnte das neue Baugebiet zwischen Sennestraße, Bentlakestraße und Hiermsweg aufgeteilt werden. Foto:
So könnte das neue Baugebiet zwischen Sennestraße, Bentlakestraße und Hiermsweg aufgeteilt werden.

Wie berichtet sollen nahe der Mühlenschule auf einer derzeit noch landwirtschaftlich genutzten Fläche an „Portemeiers Kreuz“ 40 kommunale Bauplätze entstehen. Vertraglich geregelt sei, so Bürgermeister Michael Berens auf Nachfrage der FDP, dass der aktuelle Grundstücksbesitzer zudem weitere Bauplätze in Eigenregie vermarkte. „Unsere erste Ankündigung, das Baugebiet entwickeln zu wollen, hat wie erwartet bereits zu zahlreichen Anfragen im Rathaus geführt. Ich hoffe, dass wir mit den Grundstücken 2021 an den Markt gehen können.“

Größtes kommunales Baugebiet der letzten 20 Jahre

Es handele sich um das größte kommunale Baugebiet der vergangenen 20 Jahre. Entwickelt wird eine 3,9 Hektar große Fläche. Zulässig sind dort Einzel- und Doppelhäuser. Die Zufahrt soll von der Bentlakestraße aus erfolgen, das Baugebiet selbst soll mit einer ringförmigen, verkehrsberuhigten Straße mit einem mittigen Grüngürtel erschlossen werden, wo auch ein Spielplatz angedacht sei: „So ähnlich wie am Hermann-Löns-Platz“, beschrieb Berens.

Carolin Rüther aus dem Bauamt ergänzte, man habe jetzt eine erste, grobe Parzellierung mit Grundstücksgrößen zwischen 300 und 750 Quadratmetern vorgeschlagen: „Da ist aber noch nichts in Stein gemeißelt.“ Neu sei für Hövelhof aber eine Festsetzung, die Stein- und Kiesvorgärten verbieten soll: „Das ist mittlerweile in vielen Kommunen gängige Praxis.“

Kritik von den Grünen

Jörg Schlüter von den Grünen erinnerte daran, dass er bereits im Haupt- und Finanzausschuss im Mai weitere klimapolitische Ansätze für das Baugebiet vorgeschlagen hatte, zum Beispiel eine passende generelle Grundstücksausrichtung nach Süden hin für eine mögliche Bebauung mit Passivhäusern oder eine Photovoltaikpflicht überall dort, wo diese Anlagen wirtschaftlich betrieben werden könnten. Das hatte die CDU-Mehrheit abgelehnt.

„Wir planen also weiter wie vor 40 Jahren, ich kann keine Innovationen erkennen. Auch eine Photovoltaikpflicht ist in vielen Orten längst üblich“, bemängelte er. Das Problem sehe er in der CDU-Fraktion: „Es ist gut, dass hier gebaut wird, aber die Art und Weise kann ich nicht nachvollziehen. Die CDU schaut in Sachen Klima nicht bis zum Horizont. Der Bauausschuss sollte endlich mutiger werden.“ Schlüter enthielt sich bei der anschließenden Abstimmung, die Vertreter der anderen drei Fraktionen stimmten zu.

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