Kinder hatten Kontakt zu Infizierten - Mitschüler sollen Montag zu Hause bleiben
Corona-Verdacht an der Hövelhofer Kirchschule

Hövelhof (WB). Nur drei Tage nach dem Ende der Sommerferien gibt es an der Hövelhofer Kirchschule zwei Corona-Verdachtsfälle. Zwei Geschwisterkinder hatten Kontakt zu Menschen, die nachweislich mit Corona infiziert sind. Die Eltern der Klassen 3b und 3d sind am Freitagabend informiert und gebeten worden, ihre Kinder am Montag vorsichtshalber nicht in die Schule zu schicken. Maßnahmen werden auch für die Krollbachschule geprüft.

Freitag, 14.08.2020, 22:18 Uhr aktualisiert: 14.08.2020, 23:06 Uhr
Zwei Schüler der Hövelhofer Kirchschule hatten Kontakt zu Menschen, die mit Corona infiziert sind. Foto: Oliver Schwabe
Zwei Schüler der Hövelhofer Kirchschule hatten Kontakt zu Menschen, die mit Corona infiziert sind. Foto: Oliver Schwabe

Bürgermeister Michael Berens (CDU) bestätigte die Verdachtsfälle an der Kirchschule auf Facebook mit den Worten: „Fast schon vorauszusehen. Als Vorsichtsmaßnahme werden am kommenden Montag zwei Klassen an der Kirchschule geschlossen bleiben.“ Berens erläuterte weiter, dass zwei Schüler der Kirchschule „in den letzten zwei Tagen auf engem Wohnraum mit zwei Infizierten“ in Kontakt gewesen seien. Betroffen sind nach Angaben des Bürgermeisters die Klassen 3b und 3d der Kirchschule. Auch die OGS bleibt für die dritten Klassen am Montag geschlossen, da beide Kinder auch das OGS-Betreuungsangebot besuchten.

Zurzeit werden nach Angaben der Gemeindeverwaltung auch die Auswirkungen auf die Krollbachschule geklärt, die ebenfalls von Kindern der betroffenen Familie besucht wird. „Wir gehen derzeit davon aus, dass das konsequente Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen im Unterricht eine abweichende Risikobewertung rechtfertigt“, heißt es aber aus dem Rathaus.

Testung erst am Montag möglich

Aufgrund des zu berücksichtigenden Infektionszeitraums könnten die beiden Grundschüler aber erst am Montag getestet werden, die Ergebnisse würden dann für Montagabend erwartet. „Da Grundschüler in den Klassenräumen keinen Mundschutz tragen, sehen wir uns zu dieser Vorsichtsmaßnahme nach Rücksprache mit unserem Krisenstabsarzt gezwungen und hoffen, dass sich diese zwei Kinder nicht angesteckt haben.“

Bereits zweimal hatte es in der Sennegemeinde Coronaerkrankungen gegeben, die große Auswirkungen hatten. Schon vor dem ersten bundesweiten Lockdown gab es Mitte März einen Fall in einer Hövelhofer Arztpraxis . Daraufhin hatte die Gemeindeverwaltung bereits vor einer bundesweiten Regelung vorsichtshalber Schulen und Kitas geschlossen .

Zuvor gab es schon Fälle in einer Arztpraxis und im Haus Bredemeier

Ende März tauchten dann die ersten positiven Diagnosen im Altenzentrum Haus Bredemeier auf. Bis Ende Mai verstarben dort drei Bewohner, die zuvor eine Corona-Diagnose erhalten hatten, insgesamt wurde im Seniorenheim bei mehr als 30 Bewohnern und Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen.

Erst am Mittwoch hatten Bürgermeister Michael Berens und der Hövelhofer Allgemeinmediziner Dr. Georg Schneider in einer Videobotschaft vor einem erneuten Anstieg der Coronafälle gewarnt und zu besonderer Achtsamkeit hinsichtlich der Hygienemaßnahmen und der Maskenpflicht aufgerufen.

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