Stephan Kersting, Florian Reddeker und zwei weitere Seminaristen zu Diakonen geweiht
„Als Diakon eine Mission haben“

Westenholz/Hövelhof (WB/al). Mit Stephan Kersting (32) aus Westenholz und Florian Reddeker (28) aus Hövelhof empfingen jetzt gleich zwei junge Männer aus dem Pastoralverbund Delbrück-Hövelhof in der Universitäts- und Marktkirche in Paderborn ihre Diakonenweihe. Ursprünglich war die Weihe bereits für den Mai geplant, musste aber coronabedingt verschoben werden. Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB spendete nun die Weihe. Auch in ihren Heimatgemeinden waren die beiden Seminaristen des Erzbischöflichen Priesterseminars aktiv.

Mittwoch, 16.09.2020, 10:41 Uhr aktualisiert: 16.09.2020, 10:44 Uhr
Am Ende der Weiheliturgie in der Marktkirche stellten sie sich zu einem Gruppenbild vor dem barocken Hochaltar auf (von links): Subregens Matthias Klauke, Regens Dr. Michael Menke-Peitzmeyer, Diakon Jonathan Berschauer, Diakon Rolf Marcel Fischer, Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB, Diakon Florian Reddeker, Diakon Stephan Kersting. Foto: Besim Mazhiqi/Erzbistum Paderborn
Am Ende der Weiheliturgie in der Marktkirche stellten sie sich zu einem Gruppenbild vor dem barocken Hochaltar auf (von links): Subregens Matthias Klauke, Regens Dr. Michael Menke-Peitzmeyer, Diakon Jonathan Berschauer, Diakon Rolf Marcel Fischer, Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB, Diakon Florian Reddeker, Diakon Stephan Kersting. Foto: Besim Mazhiqi/Erzbistum Paderborn

Neben den beiden jungen Männern aus dem Pastoralverbund Delbrück-Hövelhof spendete Weihbischof Meier durch Handauflegung und Gebet auch Jonathan Berschauer aus Wilnsdorf-Rödgen und Rolf Marcel Fischer aus Hagen die Weihe. „Sie, liebe Weihekandidaten, sind von Jesus berufen, um dieses ‚Herzensanliegen‘ den Menschen unserer Tage bekannt zu machen. Sie sind eingeladen, Beziehung zu Gott zu leben und sie anderen zu ermöglichen“, sagte der Weihbischof in seiner Predigt. Die Mission eines Diakons sei es, andere einzuladen, Gottes Wort zu hören, Jesus zu begegnen und sie auf diesem Weg zu begleiten. Bei der „diakonalen Mission“ gehe es zudem darum, bei Menschen eine Suche nach einem „Mehr im Leben“ auszulösen, so der Weihbischof. Die Antwort auf dieses „Mehr“, auf diese Sehnsucht, sei für Christen Gott.

Predigt in Heimatkirche

Die neuen Diakone erhielten im Anschluss an die Segnung aus den Händen ihrer Heimatpfarrer die Stola, die von ihnen als Zeichen des diakonalen Amtes während der Liturgie getragen wird sowie das liturgische Gewand des Diakons, die Dalmatik. Schließlich überreichte der Weihbischof jedem einzelnen Diakon symbolisch das Evangelienbuch mit den Worten: „Empfange das Evangelium Christi. Zu seiner Verkündigung bist du bestellt. Was du liest, ergreife im Glauben, was du glaubst, das verkünde, und was du verkündest, erfülle im Leben.“

Am Tag nach der feierlichen Weihe durften die neugeweihten Diakone in ihrer Heimatkirche die Predigt in der Messe halten. „Das war ein sehr bewegender Augenblick“, waren sich Stephan Kersting und Florian Reddeker einig.

Diakon Stephan Kersting (32) aus der Pfarrei St. Joseph Westenholz machte 2007 sein Abitur am Gymnasium Nepomucenum in Rietberg. Anschließend absolvierte er bis 2012 ein Lehramtsstudium an der Universität Paderborn mit den Fächern Geschichte, Englisch und Religion. Danach studierte er an der Theologischen Fakultät Paderborn und der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom Philosophie und Theologie. Das Schul- und Gemeindepraktikum absolvierte Kersting im Pastoralen Raum „Am Revierpark” in Dortmund. Dort wird er auch als Diakon tätig sein.

Diakon Florian Reddeker (28) aus der Pfarrei St. Johannes Nepomuk Hövelhof leistete nach seinem Abitur am Gymnasium Schloß Neuhaus von 2011 bis 2012 einen Bundesfreiwilligendienst in der Katholischen Hochschulgemeinde in Paderborn. Danach studierte Reddeker zwei Semester an der Universität Bielefeld Rechtswissenschaft, von 2013 bis 2018 studierte er an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster Theologie. Im Januar 2019 trat er ins Erzbischöfliche Priesterseminar Paderborn ein.

Diakon Florian Reddeker (Mitte) durfte erstmals in seiner Heimatkirche St. Johannes Nepomuk in Hövelhof predigen. Für ihn ein besonderes Erlebnis. Unterstützt wurde er von Pastor Guido Potthoff (links) und Vikar Lukas Hellekes (r.)

Diakon Florian Reddeker (Mitte) durfte erstmals in seiner Heimatkirche St. Johannes Nepomuk in Hövelhof predigen. Für ihn ein besonderes Erlebnis. Unterstützt wurde er von Pastor Guido Potthoff (links) und Vikar Lukas Hellekes (r.)

Sein Schul- und Gemeindepraktikum absolvierte Reddeker im Pastoralen Raum „Am Phoenixsee” in Dortmund. Hier wird er auch als Diakon tätig sein.

„Mit Jesus eine tiefe Freundschaft zu schließen ist für mich das Beste. Ich möchte den Menschen zuhören und erzählen, was mich bewegt. Die Rückmeldung der Menschen ist mir wichtig. Die Kontakte in Coronazeiten sind intensiver und persönliche Kontakte besonders wichtig“, betonte Stephan Kersting bei einem Empfang seiner Heimatpfarrei Westenholz.

Über den Empfang im Pfarrgarten in Westenholz freute sich Diakon Stephan Kersting (Mitte). Zu den ersten Gratulanten zählten der zweite stellvertretende Kirchenvorstand Stefan Sudhoff (links.) und die Sprecherin des Gemeindeausschusses, Karin Morfeld (rechts).

Über den Empfang im Pfarrgarten in Westenholz freute sich Diakon Stephan Kersting (Mitte). Zu den ersten Gratulanten zählten der zweite stellvertretende Kirchenvorstand Stefan Sudhoff (links.) und die Sprecherin des Gemeindeausschusses, Karin Morfeld (rechts).

Er werde seine Aufgaben überall annehmen, wohin er gesendet wird. „Wenn man mit offenen Augen durch die Gemeinde geht, findet man schnell ein neues Zuhause“, so Stephan Kersting, der sich über den herzlichen Empfang in Westenholz sehr freute.

Ganz ähnlich ging es Florian Reddeker in Hövelhof. „Ich möchte als Priester den Menschen dienen und die Sakramente zu den Menschen bringen“, sagte er über seine Motivation, das Priesteramt anzustreben. „Ich habe mich früher schon als Messdiener hier in Hövelhof engagiert, aber jetzt das erste Mal in meiner Heimatkirche zu predigen, war etwas Besonderes“. Reddeker wünscht sich ein Einsatzgebiet in der Jugendarbeit.

Voraussichtlich in einem Jahr werden die beiden heimischen Diakone im Hohen Dom zu Paderborn die Priesterweihe erhalten.

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