Kulturscheune im Schlossgarten wird am 30. und 31. Oktober zur „Ideen-Scheune“
Bürger planen Hallenbad mit

Hövelhof (WB). Bekommt Hövelhof ein neues Hallenbad? Bei diesem Thema sollen die Bürger ein gewichtiges Wort mitreden. Geplant ist ein Ratsbürgerentscheid spätestens im kommenden Frühjahr . Vorher sollen in Workshops und anderen Formaten aber die Wünsche der Hövelhofer abgefragt und mögliche Varianten vorgestellt werden. Unter anderem soll die Kulturscheune im Schlossgarten dazu nach Angaben der Gemeindeverwaltung am 30. und 31. Oktober zur „Ideen-Scheune“ ­werden.

Donnerstag, 24.09.2020, 06:00 Uhr
Seit März ist das Sennebad wegen Corona komplett geschlossen. Das hat erhebliche Auswirkungen auf den Schul- und Vereinssport. Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung soll es demnächst um die Zukunft des Hallenbades gehen. Foto: Jörn Hannemann
Seit März ist das Sennebad wegen Corona komplett geschlossen. Das hat erhebliche Auswirkungen auf den Schul- und Vereinssport. Im Rahmen einer Bürgerbeteiligung soll es demnächst um die Zukunft des Hallenbades gehen. Foto: Jörn Hannemann

Wie berichtet ist das Sennebad am Schulzentrum, das Anfang der 1970er Jahre gebaut wurde, marode. Gemeinsam mit den Bürgern soll nun in einem Beteiligungsprozess entschieden werden, wie es weitergeht. In einer Machbarkeitsstudie waren im vergangenen Herbst vier verschiedene Neubau-Optionen vorgeschlagen worden. Ein Neubau würde je nach Ausstattung 11 bis 15 Millionen Euro kosten , eine Sanierung des alten Bades rund 12,8 Millionen Euro . Ein erster Schritt zur Beteiligung der Bürger soll nun am 30. und 31. Oktober in einer öffentlichen Veranstaltung der Kulturscheune erfolgen. Zusammen mit dem Planungsbüro Stadtbox wurde hierzu ein Konzept erarbeitet, das in Kürze noch näher vorgestellt werden soll.

Sportvereine und Schulvertreter befragt

Bereits am vergangenen Montag hat im Schützen- und Bürgerhaus an der von-der-Recke-Straße ein erster nicht öffentlicher Workshop stattgefunden. Eingeladen waren hier vor allem Vertreter der örtlichen Schulen und Sportvereine. Hier sei nach Angaben der Gemeindeverwaltung auch über die Auswirkungen der aktuellen Schließung des alten Sennebades intensiv diskutiert worden. Insbesondere seien jedoch Ideen und Wünsche für ein neues Hallenbad zusammengetragen worden – mit welchen Ergebnissen, will die Gemeindeverwaltung noch mit­teilen.

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist das Sennebad an der Staumühler Straße komplett geschlossen und kann nach Angaben von Hövelhofs Bürgermeister Michael Berens (CDU) sobald offenbar auch nicht wiedereröffnen, da insbesondere die Lüftungsanlage veraltet ist und unter Umständen die Verbreitung des Virus’ begünstigen könnte. „So lange es keinen Impfstoff gibt, kann das Bad nicht wieder öffnen“, hatte Berens vor einigen Wochen in einem Videointerview mit dem Hövelhofer Arzt Dr. Georg Schneider mit­geteilt.

Altes Sennebad ist seit März geschlossen

Die Schließung des Sennebades seit März hat erhebliche Auswirkungen auf den Schul- und Vereinssport in Hövelhof. So fehlt den Schulen die Örtlichkeit fürs Schwimmtraining ebenso wie den beiden Vereinen DLRG und Hövelhofer Schwimmverein. „Die zum Schutz vor dem Corona-Virus notwendige Schließungen des Sennebades haben selbstverständlich Auswirkungen auf die Schulen und Vereine in Hövelhof. Bis auf weiteres können in Hövelhof kein Schwimmunterricht, Schwimmkurse, Bewegungsangebote oder Schwimmsport stattfinden. Der Lehrplan der Schulen sieht das Schwimmen als wichtiges Element im Sportunterricht vor. Die in Hövelhof außergewöhnlich hohe Schwimmerquote ist dem bisher optimalen Schwimmangebot geschuldet“, heißt es in einer Stellungnahme der Verwaltung auf Anfrage des WV.

Schwimmunterricht fällt seit Monaten aus

„Die Vereine nutzen derzeit die Sporthallen und Freiflächen für alternative Sportangebote. Auch unsere Nachbarkommunen können auf Nachfrage der Gemeindeverwaltung keine Schwimmzeiten bereitstellen.“ Und selbst wenn Hallenbäder in der Umgebung genutzt werden könnten, sprächen zumindest beim Schulschwimmen die langen Transportzeiten zum Beispiel nach Delbrück oder Paderborn gegen diese Variante, so die Verwaltung: „Der Schwimmunterricht muss deshalb derzeit ausfallen und gegebenenfalls im kommenden Jahr nachgeholt werden.“

Die ursprüngliche Planung sah vor, das alte Sennebad während der Bauphase eines möglichen neuen Hallenbades geöffnet zu lassen und das Bad an anderer Stelle in der Nähe zu errichten. Zuletzt hatte Bürgermeister Michael Berens angedeutet, dass man sich auch mit dem Gedanken befasst habe, das Sennebad abzureißen und am alten Standort neu zu errichten, da es auf nicht absehbare Zeit ohnehin geschlossen bleiben müsse.

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