Für den Neubau hofft Hövelhof auf finanzielle Unterstützung aus Berlin
Sennebad: Millionen-Zuschuss vom Bund?

Hövelhof (WB). Die Gemeinde Hövelhof will versuchen, für den geplanten Neubau des Hallenbades Fördermittel des Bundes in Höhe von bis zu drei Millionen Euro zu bekommen. Der Rat soll in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag (19 Uhr, Schützen- und Bürgerhaus) beschließen, dass die Gemeindeverwaltung einen entsprechenden Förderantrag ausarbeitet und einreicht.

Samstag, 17.10.2020, 05:30 Uhr aktualisiert: 19.10.2020, 09:06 Uhr
Das 50 Jahre alte Sennebad an der Staumühler Straße ist marode. Eine Sanierung würde etwa 12,8 Millionen Euro kosten, ein Neubau 11 bis 15 Millionen Euro. Foto: Jörn Hannemann
Das 50 Jahre alte Sennebad an der Staumühler Straße ist marode. Eine Sanierung würde etwa 12,8 Millionen Euro kosten, ein Neubau 11 bis 15 Millionen Euro. Foto: Jörn Hannemann

Wie es aus dem Hauptamt heißt, hat das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) Mitte August Kommunen dazu aufgerufen, sich für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ zu bewerben. Insgesamt stehen bundesweit Fördermittel in Höhe von 600 Millionen Euro bereit. 200 Millionen Euro davon seien aber bereits für schon 2018 angemeldete Projekte vorbehalten, die übrigen 400 Millionen Euro werden im Bundeshaushalt 2021 eingeplant und können bis 2025 abgerufen werden.

Bis zu drei Millionen Euro Zuschuss möglich

Der Schwerpunkt des Förderprogramms kommt Hövelhof entgegen: Er liegt auf „der Sanierung von Sportstätten, unter anderem von Schwimmhallen“. Ersatzneubauten wie in Hövelhof geplant seien aber „nur ausnahmsweise förderfähig, wenn zum Beispiel eine Sanierung unwirtschaftlich ist.“ Zu diesem Schluss könnte man beim maroden Sennebad durchaus kommen, denn Gutachten hatten ergeben, dass eine Sanierung des rund 50 Jahre alten Bades an der Staumühler Straße mit etwa 12,8 Millionen Euro zu Buche schlagen würde. Die Kosten für einen Neubau werden in einer Machbarkeitsstudie je nach Größe und Ausstattung des neuen Bades mit 11 bis 15 Millionen Euro angegeben.

Wenn Hövelhof in den Genuss der Bundesförderung kommen würde, könnten wohl bis zu drei Millionen Euro Zuschuss vom Bund in die Sennegemeinde fließen. Allerdings drängt beim Förderantrag die Zeit – auch das ist ein Grund für die ungeplant eingeschobene Ratssitzung in den Herbstferien. Bis zum 30. Oktober müssen Kommunen entsprechende Projektvorschläge beim Ministerium einreichen, und dazu ist neben einer Projektskizze eben auch ein Beschluss des Rates notwendig. Dieser soll Donnerstag gefasst werden. Neben dem Ratsbeschluss sei die bereits im vergangenen Jahr präsentierte Machbarkeitsstudie für das geplante neue Hallenbad ausreichend, um den Förderantrag zu stellen.

Bürgerbeteiligung mit einer „Ideen-Werkstatt“

Von dem Förderantrag unberührt ist die geplante Bürgerbeteiligung: Am 30. und 31. Oktober soll wie berichtet eine „Ideen-Werkstatt“ in der Kulturscheune im Schlossgarten stattfinden, um ein Meinungsbild der Hövelhofer zu erfragen. Mit Vertretern der Sportvereine und Schulen hatte bereits ein Workshop stattgefunden. Außerdem soll es zum Hallenbadneubau im Frühjahr einen Ratsbürgerentscheid geben. Termin und Fragestellung des Bürgerentscheids stehen noch nicht fest und werden vom Gemeinderat festgelegt.

Neben der Frage, ob die Bürger ein neues Hallenbad generell für notwendig halten und wenn ja, in welcher Größe und Ausstattung, dürfte es in den kommenden Monaten auch um die Frage der Finanzierung gehen. Kämmerer Andreas Schwarzenberg hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass man dabei nicht nur die Bau-, sondern auch die Folgekosten im Blick haben müsse, da der Betrieb eines Hallenbades in jeder Kommune ein jährliches „Zuschussgeschäft“ sei.

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