Hövelhofer können ihre Ideen am 30. und 31. Oktober einbringen
Sennebad: Was wollen die Bürger?

Hövelhof (WB). Soll es ein neues Hallenbad in Hövelhof geben oder ist eine Sanierung des derzeit geschlossenen Sennebades sinnvoll? Was wünschen sich die Hövelhofer für einen möglichen Neubau?

Donnerstag, 22.10.2020, 06:00 Uhr
Sonja Schendzielorz, Stephanie Reincke und Julia Krick vom Planungsbüro Stadtbox und Hauptamtsleiter Thorsten Langemeier (von links) stellen vor, was während der „Ideenscheune“ zum Thema Zukunft des Sennebades geplant ist. Foto: Meike Oblau
Sonja Schendzielorz, Stephanie Reincke und Julia Krick vom Planungsbüro Stadtbox und Hauptamtsleiter Thorsten Langemeier (von links) stellen vor, was während der „Ideenscheune“ zum Thema Zukunft des Sennebades geplant ist. Foto: Meike Oblau

Die Stadtplanerinnen des Büros Stadtbox aus Bochum und die Hövelhofer Gemeindeverwaltung wollen genau das wissen. Alle Hövelhofer sind dazu aufgerufen, sich mit ihren Wünschen und Vorschlägen am Freitag, 30. Oktober, und Samstag, 31. Oktober , in die Diskussion einzubringen.

Die Ausgangslage

Das Sennebad am Schulzen­trum, das Anfang der 1970er Jahre gebaut wurde, ist marode und wegen einer veralteten Lüftungstechnik seit März aufgrund der Corona-Pandemie komplett geschlossen. Gemeinsam mit den Bürgern soll nun in einem Beteiligungsprozess entschieden werden, wie es weitergeht. In einer Machbarkeitsstudie waren im vergangenen Herbst vier verschiedene Neubau-Optionen vorgeschlagen worden. Ein Neubau würde je nach Ausstattung 11 bis 15 Millionen Euro kosten , eine Sanierung des alten Bades rund 12,8 Millionen Euro . Die ans Hallenbad angebaute Zweifachturnhalle könnte auch beim Abriss des alten Bades stehen bleiben. Auch die Dreifachturnhalle nebenan wurde untersucht und kann auch auf längere Sicht nach einigen Sanierungsmaßnahmen weiter genutzt werden.

Die Machbarkeitsstudie

Experten des Bielefelder Büros Constrata und des Hamburger Büros Profund Consult haben im vergangenen Jahr in einer Machbarkeitsstudie vier Neubauvarianten vorgestellt. Die Basisvariante sieht ein 25 mal 12,5 Meter großes Sportbecken mit fünf Bahnen (das Sennebad hat aktuell vier) und ein 8 mal 12,5 Meter großes Kurs- und Lehrschwimmbecken mit variabler Wassertiefe (Hubboden) vor. Diese Basisplanung könnte um einen Planschbereich für Kleinkinder oder eine Sprunganlage (Drei- und Ein-Meter-Brett am Sportbecken) ergänzt werden. Die vierte Alternative wäre eine Kombination dieser drei Varianten: Sportbecken mit Sprungtürmen, Kursbecken und Planschbereich. Die Planungsbüros raten zur Maximalvariante.

Die Bürgerbeteiligung

Nachdem die Zukunft des Sennebades mehrfach Thema in den politischen Gremien gewesen ist, werden jetzt die Bürger beteiligt. Ende September hatte es bereits einen Workshop mit Vertretern der Sportvereine, der Schulen und der Volkshochschule gegeben mit dem Tenor, dass ein neues Bad mit fünf Bahnen und einem Lehrschwimmbecken gewünscht wird. Ende Oktober findet nun für alle Bürger die zweitägige „Ideenscheune“ statt. Im Frühjahr soll dann ein Ratsbürgerentscheid folgen . Ein Termin steht noch nicht fest.

Die Ideenscheune

Hövelhofer Bürger haben im Rahmen der so genannten „Ideenscheune“ die Möglichkeit, sich mit ihren Wünschen einzubringen, und zwar am Freitag, 30. Oktober, zwischen 14.30 und 18.30 Uhr und am Samstag, 31. Oktober, zwischen 9 und 15 Uhr in der Kulturscheune (Muhbar) im Schlossgarten. Sonja Schendzielorz und Julia Krick vom Planungsbüro Stadtbox erklären, dass die Ideenscheune in vier Bausteine aufgeteilt sein wird: „Zunächst wird der Besucher über den aktuellen Stand informiert und darüber, was überhaupt zur Debatte steht. Dann werden die verschiedenen Möglichkeiten durchgespielt und dargestellt, was die später getroffene Entscheidung für Hövelhof bedeutet: finanziell, personell und für die Nutzer des Bades“, sagen die Planerinnen.

In einer Art Ideen-Pool solle anschließend eine Abfrage unter den Teilnehmern der Ideenscheune erfolgen: „Was ist den Bürgern wichtig, welche Art von Schwimmbad wollen sie nutzen?“ Unter dem Slogan „Aktivieren“ solle es dann im letzten Baustein darum gehen, die Hövelhofer weiter zum Mitmachen und vor allem zur Teilnahme am Bürgerentscheid im Frühjahr zu animieren, um dort ein möglichst breites Votum zu erhalten. „Das ist keine stundenlange Planungswerkstatt, sondern ein kurzweiliger Aufenthalt in der Kulturscheune, in der die Besucher unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen verschiedene Stationen ablaufen“, beschreibt Julia Krick, was am 30. und 31. Oktober geplant ist.

Aktuell rufen Plakate an den Ortseingängen zur Teilnahme an der Ideenscheune auf. Über die Ergebnisse werden die politischen Vertreter dann bereits am 31. Oktober nachmittags informiert, des Weiteren sind Newsletter und Informationen über das Internet und die sozialen Medien geplant. Per Mail an das Planungsbüro (team@agentur-stadtbox.de) oder an die Gemeindeverwaltung (info@hoevelhof.de) können sich Bürger ebenfalls einbringen.

 

 

 

 

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