Vor 25 Jahren hat Frank Epping in Hövelhof die Firma Cup&Cino gegründet
Eine Erfolgsgeschichte mit viel Koffein

Hövelhof (WB). Das Büro im Wohnzimmer. Das Lager in der Garage. Wer heute vor dem imposanten neuen Firmengebäude von Cup&Cino in Hövelhof steht, kann kaum glauben, dass vor gerade einmal 25 Jahren die Firmengeschichte genau so anfing. Am 21. September 1995 hat Frank Epping das Unternehmen gegründet. Heute hat Cup&Cino 175 Mitarbeiter, der Schriftzug ist von Flensburg bis Berchtesgaden bekannt. Zum Jubiläum gabs jetzt eine Urkunde der Industrie- und Handelskammer.

Mittwoch, 28.10.2020, 06:00 Uhr
Jürgen Behlke, Geschäftsführer der IHK-Zweigstelle Paderborn und Höxter (links), überreichte die Urkunde zum 25-jährigen Bestehen von Cup&Cino an Sean Adams (Geschäftsleitung) und Firmengründer Frank Epping. Foto: Meike Oblau
Jürgen Behlke, Geschäftsführer der IHK-Zweigstelle Paderborn und Höxter (links), überreichte die Urkunde zum 25-jährigen Bestehen von Cup&Cino an Sean Adams (Geschäftsleitung) und Firmengründer Frank Epping. Foto: Meike Oblau

Jürgen Behlke, Geschäftsführer der IHK-Zweigstelle Paderborn und Höxter, war am Montag höchstpersönlich an die Paderborner Straße gekommen, um der Familie Epping zu gratulieren. „Wenn ich vom Bekanntheitsgrad der Marke Cup&Cino ausgehe, dann frage ich mich verwundert: Diese Firma gibt es erst 25 Jahre? Aus dem Bauch heraus hätte ich auf eine mindestens doppelt so lange Firmengeschichte getippt“, sagte Behlke, der unter Anleitung von Barista Olaf Kruse die Handhabung der Maschine testete, die seit 2019 vor Ort in Hövelhof produziert wird: Barista One heißt das Fabrikat, nach Unternehmensangaben erste Hybrid-Siebträgermaschine mit einer integrierten Milchlösung am Markt.

Ein Blick ins Herzstück des Unternehmens: Mitarbeiter Nico Stork tauscht an einer Kaffeemaschine die Brüheinheit.

Ein Blick ins Herzstück des Unternehmens: Mitarbeiter Nico Stork tauscht an einer Kaffeemaschine die Brüheinheit. Foto: Jürgen Spies

Premiere auf der Wirtschaftsschau in Gütersloh

Von diesen Erfolgen war Frank Epping 1995 allerdings noch weit entfernt. An seinen ersten öffentlichen Auftritt mit seiner noch jungen Firma kann sich der Hövelhofer noch gut erinnern: „Das war auf der Güwa, der Gütersloher Wirtschaftsschau, die dort früher immer im Rahmen der Michaeliswoche stattfand. Dort haben wir Cup&Cino das erste Mal einem Publikum präsentiert.“

Der Vertrieb von Kaffeemaschinen für den Gastronomiebereich war die erste Geschäftsidee, die von Hövelhof aus stetig weiterentwickelt wurde. Eigene Kaffeemischungen, eigene Röstung, eigene Maschinen mit allem, was dazu gehört, um den Kunden ein Gesamtpaket bieten zu können: Zur Kundschaft von Cup&Cino gehört inzwischen die gesamte Gastronomiebranche, Hotellerie, außerdem der Bereich Büro und Betrieb, ferner Tankstellen und die Fitnessbranche. Der Mietanteil an den Maschinen beträgt 98 Prozent.

Expansion über Franchise-System ab 2002

Abzusehen war das Mitte der 1990er Jahre so noch nicht. Die Erfolge stellten sich aber recht schnell ein. Nachdem sich der Maschinenvertrieb in der Region um Hövelhof etabliert hatte, setzte Frank Epping bereits ein Jahr nach Firmengründung auf deutschlandweites Wachstum, 1998 richtet er sein Unternehmen internationaler aus mit Österreich als erstem Partner im Ausland. Um die Marke schnell ausbauen zu können, setzt Cup&Cino von 2002 an auf eine Expansion über ein Franchise-System. Immer wieder präsentiert der Hövelhofer Unternehmer zudem neu entwickelte Kaffeevollautomaten.

Stiftung finanziert Brunnen in Äthiopien

Den wachsenden Erfolg seines Unternehmens nutzt Frank Epping aber auch dazu, Gutes zu tun. 2016 gründet er die Cup&Cino-Foundation, um die Lebensbedingungen von Menschen in jenen Ländern zu verbessern, in denen Kaffee angebaut wird. Inzwischen kooperiert er dabei mit der Stiftung von Fußballprofi Neven Su­botic und hat mit ihm gemeinsam den Bau zahlreicher Brunnen in Äthiopien finanziert .

In Hövelhof setzte Frank Epping im vergangenen Jahr auch einen baulichen Meilenstein. Er investierte rund zehn Millionen Euro in den Bau einer neuen Firmenzen­trale an der Paderborner Straße. Das markante, rot verklinkerte Gebäude im Speicherstadt-Stil ist auch optisch ein echter Hingucker – außen wie innen. Herzstück ist eine Produktionshalle, in der die Cup&Cino-Maschinen produziert, gewartet und repariert werden.

Trend zum Kaffee „to go“

Insbesondere im Bereich „Coffee to go“ hat sich Cup&Cino in den vergangenen 25 Jahren klar positioniert. Ein Trend, den Mitte der 1990er Jahre nicht allzu viele Menschen so vorausgesehen haben. Frank Epping hat das richtige Gespür bewiesen. Auch wenn die Corona-Pandemie derzeit insbesondere der Gastronomie und damit indirekt auch Cup&Cino das Leben schwer macht, ist Frank Epping nach wie vor von seiner Firmenidee überzeugt.

Zur Urkundenverleihung wurde er von seiner Frau Sabine und seinen Kindern Belinda und Niklas begleitet. Ihr Wohnzimmer und ihre Garage können die Eppings inzwischen längst wieder privat nutzen. Fürs Geschäftliche ist an der Paderborner Straße wahrlich genug Platz.

Im 2019 eröffneten Neubau wird nun auch die Maschine „Barista One“ vor Ort zusammengebaut.

Im 2019 eröffneten Neubau wird nun auch die Maschine „Barista One“ vor Ort zusammengebaut. Foto: Cup&Cino

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