Neuerfindung mit provokantem Namen – Hövelhofer Firma Brevis entwickelt Aufräum-Programm für PC und Smartphones
Ein „Saugstick“ ist nicht unanständig

Hövelhof -

Nein, es ist nichts Unanständiges, was Ralf Bäumer da erfunden hat. Den besonderen USB-Stick vermarktet der Hövelhofer unter der Bezeichnung „Saugstick“, und dass der Name doppeldeutig und auch ein wenig provokant ist, ist durchaus Absicht.

Dienstag, 19.01.2021, 05:13 Uhr aktualisiert: 19.01.2021, 05:20 Uhr
Ralf Bäumer, Inhaber der Hövelhofer Firma Brevis, hat den „Saugstick“ erfunden.
Ralf Bäumer, Inhaber der Hövelhofer Firma Brevis, hat den „Saugstick“ erfunden. Foto: Oliver Schwabe

Kurz gesagt handelt es sich bei der Neuentwicklung von Bäumers Firma Brevis um einen Stick, der digitale Schätze von Festplatten sichert. „Normalerweise muss man, wenn man all seine Daten vom PC oder Handy sichern will, eine dicke Festplatte anschließen und dann in gefühlt tausend Unterverzeichnissen suchen, um wirklich das zu speichern, was man aufbewahren will“, sagt der Unternehmer. „Bei der Komplettsicherung einer Festplatte sichert man zu 95 Prozent Schrott.“

Der Eigenbedarf sei für ihn der Antrieb gewesen, selbst ein Computerprogramm zu schreiben. Das vermarktet er nun auf herkömmlichen USB-Sticks mit verschiedenen Kapazitäten. Auf dem eigenen PC muss dabei nichts installiert werden: „Die Saugstick-App startet direkt vom Stick aus.“ Das Programm funktioniert aktuell für Windows-PCs und Android-Smartphones, nicht aber für Apple-Geräte. Mit nur wenigen Klicks entscheidet der Nutzer, was er sichern möchte: Fotodateien, Videos, Musik, E-Books, Office-Dateien oder Vektorgrafiken. „Das alles steckt normalerweise in tausend Verzeichnissen. Man kann das alles von Hand sichern, damit ist man dann aber lange beschäftigt“, sagt Ralf Bäumer.

Mit dem „Saugstick“ kann der Nutzer entscheiden, was er sichern möchte, auch einzelne Dateitypen wie zum Beispiel PDFs können ausgewählt werden. Zudem ist zusätzlich die Dateigröße auswählbar, wenn zum Beispiel nicht jeder kleine Filmschnipsel gesichert werden soll, sondern nur lange Spielfilme. Auch ein Zeitbereich ist wählbar, um zum Beispiel gezielt Fotos aus dem letzten Urlaub zu suchen und abzuspeichern. Bei wiederholtem Suchen werden nur geänderte beziehungsweise seit der letzten Suche neu hinzugekommene Dateien kopiert und Dubletten auf Wunsch ausgeschlossen.

„Sucking Stick“ ist der englische Markenname der Hövelhofer Erfindung. Geliefert wird der Stick in einer versiegelten Metalldose ohne Plastikverpackung.

„Sucking Stick“ ist der englische Markenname der Hövelhofer Erfindung. Geliefert wird der Stick in einer versiegelten Metalldose ohne Plastikverpackung. Foto: Oliver Schwabe

Die „Saugsticks“ (ab 19,95 Euro) gibt es in verschiedenen Speichergrößen zwischen 32 und 512 GB. Die Sticks kauft Bäumer ein und bespielt sie mit dem von ihm entwickelten „Saugprogramm“, das natürlich mit einem Kopierschutz versehen ist. Eine Demoversion können Interessierte auf seiner Homepage herunterladen, damit lassen sich 50 Dateien finden und „heruntersaugen“. Sein neues Produkt vertreibt der Hövelhofer über seinen Onlineshop, aber auch über Amazon. Das Programm gibt es auch auf Englisch, weitere Sprachen seien bei entsprechender Nachfrage denkbar, ebenso wie die Möglichkeit, die „Saugsticks“ mit Firmenlogos zu bedrucken. Geliefert wird der Stick in einer versiegelten Metalldose ohne Plastikverpackung. Weitere Infos gibt es unter www.saugstick.de.

Wenn Sie einen von drei „Saugsticks“ gewinnen möchte, rufen Sie an unter Telefon 01379/883009. Nennen Sie das Stichwort "Saugstick", Ihren Namen und Ihre Adresse. Teilnahmeschluss ist Dienstagabend, 19. Januar. Der Anruf kostet 50 Cent aus dem Festnetz der Deutschen Telekom, mobil abweichend. Die Teilnahmebedingungen finden Sie im Internet: www.westfalen-blatt.de/teilnahmebedingungen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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