Hövelhofer FDP wollte Meinung von Erstklässler-Eltern einholen
Keine Umfrage zu Schulanmeldezahlen

Hövelhof -

Eltern von neu angemeldeten Grundschülern werden in Hövelhof nicht befragt, warum sie sich für eine bestimmte Grundschule entschieden haben. Eine von der FDP beantragte Elternumfrage wurde von der CDU und den Grünen abgelehnt.

Mittwoch, 17.02.2021, 06:34 Uhr aktualisiert: 17.02.2021, 06:40 Uhr
Die Hövelhofer Kirchschule hat für das neue Schuljahr weniger Anmeldungen von Erstklässlern erhalten als die kleinere Mühlenschule.
Die Hövelhofer Kirchschule hat für das neue Schuljahr weniger Anmeldungen von Erstklässlern erhalten als die kleinere Mühlenschule. Foto: Oliver Schwabe

Hintergrund des Antrags der FDP waren die zuletzt vorgestellten Anmeldezahlen, aus denen sich ergab, dass für das neue Schuljahr mehr Kinder an der an sich deutlich kleineren Mühlenschule als an der Kirchschule angemeldet worden waren . Die Hövelhofer Politiker hatten daraufhin beschlossen, die Anmeldekapazitäten an der Mühlenschule vom Schuljahr 2022/23 an zu begrenzen.

Die FDP hatte vorgeschlagen, anhand einer Umfrage herauszufinden, warum viele Eltern derzeit die Mühlenschule favorisieren. „Mit dem Beschluss, die Zahl an Erstklässlern an der Mühlenschule künftig zu begrenzen, bekämpfen wir nur die Symptome, aber nicht die Ursachen“, begründete FDP-Ratsherr Benjamin Sandbothe. Seine Partei wolle gerne die Gründe dafür erfahren, warum so viele Eltern der Mühlenschule den Vorzug geben: „Dann hätten wir ein klares Meinungsbild statt Spekulationen über die Gründe.“

Tobias Steinrücke (CDU) begründete die Ablehnung seiner Fraktion: „Wir sind als Gemeinde und als politische Vertreter für die In­frastruktur zuständig. Hier sind beide Schulen hervorragend ausgestattet. Wir sind aber nicht für die Qualität zuständig und sollten uns nicht in innerschulische Angelegenheiten einmischen.“

Simon Farr (SPD) stimmte für den Antrag der FDP: „Natürlich wirken die Anmeldezahlen ins Ratsrund hinein, sonst hätten wir ja keine Begrenzung beschließen müssen. Eine Befragung brächte einen Erkenntnisgewinn.“ Benjamin Joachim (FDP) erinnerte zudem daran, dass es 2014 auch eine Elternbefragung zur Hauptschule gegeben habe: „Da war es dann offenbar keine innerschulische Angelegenheit.“ Der Antrag der FDP auf eine Elternumfrage wurde mit den Stimmen von CDU und Grünen abgelehnt.

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