Vierköpfige Familie verletzt – Erdgeschoss des Hauses in Hövelhof-Riege vorerst nicht bewohnbar
Explodierter E-Bike-Akku sorgt für Wohnungsbrand

Hövelhof -

Viele Alltagshelfer sind ohne Akkus kaum noch denkbar, vom Handy über Laptop, Handwerkermaschinen bis hin zu E-Bikes, sind sie im Einsatz. Doch Lithium-Ionen-Akkus sind auch eine Gefahrenquelle: Sie können explodieren und das mit fatalen Folgen. So geschehen im Hövelhofer Ortsteil Riege.

Freitag, 26.02.2021, 09:30 Uhr aktualisiert: 26.02.2021, 14:16 Uhr
Ein explodierender Akku eines E-Bikes löste im Hövelhofer Ortsteil Riege einen Wohnungsbrand aus. Vier Menschen zogen sich bei der Explosion und dem anschließenden Brand Verletzungen zu.
Ein explodierender Akku eines E-Bikes löste im Hövelhofer Ortsteil Riege einen Wohnungsbrand aus. Vier Menschen zogen sich bei der Explosion und dem anschließenden Brand Verletzungen zu. Foto: Axel Langer

Hier sorgte ein explodierter Akku eines E-Bikes für einen folgenschweren Wohnungsbrand und vier verletzte Personen. Bei den Geschädigten handelt es sich um eine Familie. Die Eltern (beide 56 Jahre) und die Söhne (18 und 23 Jahre) wurden in Krankenhäuser in Salzkotten und Paderborn gebracht. Den Schaden im vorerst nicht bewohnbaren Erdgeschoss des Einfamilienhauses in der Straße Hanhardts Kamp beziffert die Polizei auf rund 100.000 Euro. Laut Polizei sei das Feuer entstanden, nachdem selbstständige Arbeiten an dem E-Bike-Akku vorgenommen wurden.

Wohnungsbrand in Hövelhof-Riege

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Um 20.15 Uhr wurde die Hövelhofer Feuerwehr zu einem Wohnungsbrand ohne Menschenrettung nach Riege alarmiert. „Bei Eintreffen der ersten Kräfte stand das Wohnzimmer im Erdgeschoss in Vollbrand. Die vier Bewohner hatten sich bereits in Sicherheit gebracht, trugen jedoch Verletzungen davon“, erläuterte Einsatzleiter Maximilian Rempe das Szenario, das sich ihm bot. Unverzüglich forderte er weitere Kräfte an, so dass um 20.24 Uhr per Sirene Vollalarm für die Sennewehr ausgelöst wurde. 60 Feuerwehrkräfte eilten an die Unglücksstelle. Außerdem wurden vier Rettungswagen aus Hövelhof, Verl und Schloß Holte sowie ein Notarzt und ein Feuerwehrarzt entsandt. Auch der Notfallkrankenwagen des Hövelhofer DRK rückte aus.

Rauchgase eingeatmet

Als Ursache für den verheerenden Brand ließ sich schnell ein explodierter Lithium-Ionen-Akku identifizieren, der zu einem E-Bike gehört. Zwei Trupps gingen unter Atemschutz im Innenangriff gegen die Flammen vor, ein weiterer Trupp rückte von außen vor. Vorsorglich wurde auch die Drehleiter positioniert. Der Löschangriff zeigte schnell Erfolg, das Feuer konnte auf das Wohnzimmer begrenzt werden. Trotzdem wurde das gesamte Erdgeschoss des eineinhalbgeschossigen Gebäudes verraucht. Parallel zur Brandbekämpfung kümmerten sich die Notärzte sowie die Kräfte des Rettungsdienstes um die Verletzten. Vier Hausbewohner wurden durch den explodierten Akku verletzt und atmeten teilweise auch Rauchgase ein.

Beengte Verhältnisse am Einsatzort

Im Zuge der Nachlöscharbeiten untersuchte die Feuerwehr das Gebäude mit einer Wärmebildkamera auf versteckte Glutnester. Außerdem wurde das Wohnhaus entraucht und anschließend belüftet. Gegen 21.30 Uhr konnten die ersten Feuerwehrkräfte aus dem Einsatz entlassen werden. Als Herausforderung erwiesen sich die beengten Verhältnisse im der Straße Hanhardts Kamp. „Dank digitaler Karten konnten wir uns zu Beginn des Einsatzes einen Eindruck von den Platzverhältnissen machen. So haben wir zunächst die Drehleiter und das Erstangriffsfahrzeug platziert. Weitere Fahrzeuge standen dann im rückwärtigen Straßenbereich“, war Maximilian Rempe auf die enge Straße und das an einem Wendehammer gelegene Wohnhaus gut vorbereitet. Die Wasserversorgung wurde über einen Unterflurhydranten in dem Wendehammer sichergestellt. Die Rettungsfahrzeuge hielten auf der Detmolder Straße, die hierfür voll gesperrt wurde. Nach Abschluss der Löscharbeiten wurde die Brandwohnung von der Polizei beschlagnahmt.

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