Ergebnisse zur Statik des Gebäudes sollen voraussichtlich am 15. April im Hövelhofer Bauausschusspräsentiert werden
Gutachter untersucht Gaststätte Möller

Hövelhof -

Die Gaststätte Zur alten Post (Möller) ist in den Besitz der Gemeinde Hövelhof übergegangen. Derzeit wird das Gebäude statisch untersucht. Nach Angaben aus dem Sennerathaus sollen die Ergebnisse des Gutachters voraussichtlich in der Sitzung des Bauausschusses am 15. April vorgestellt werden.

Donnerstag, 04.03.2021, 19:30 Uhr
Ein Gutachter untersucht derzeit die Bausubstanz des Gebäudes der ehemaligen Gaststätte Möller.
Ein Gutachter untersucht derzeit die Bausubstanz des Gebäudes der ehemaligen Gaststätte Möller. Foto: Carsten Tegethoff

Wie berichtet hatte ursprünglich ein örtlicher Unternehmer die Gaststätte kaufen und sanieren wollen. Einen Betreiber für ein „Schloss-Café“ hatte er bereits gefunden. Den Anbau links vom Hauptgebäude wollte er abreißen, um den Blick aufs Jagdschloss freizulegen.

Die Gemeinde Hövelhof machte per Ratsbeschluss aber von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch und ist jetzt im Besitz der Immobilie und des gesamten Geländes. Ursprünglich hatten die Gemeindeverwaltung, Architekt Hubert Wewer (Architektur-Werk-Stadt) und seine Schwester Anja (Wewer Landschaftsarchitektur) im Oktober Pläne präsentiert, wonach der Gebäudekomplex an der Hauptkreuzung abgerissen werden sollte, um den Schlossgarten zu vergrößern . Die Planungen hatte die Gemeindeverwaltung bereits mit der Bezirksregierung vorbesprochen und auch schon einen Förderantrag gestellt. Die Kosten für den Gebäudeabriss und die Herstellung der Grünfläche würden sich nach Angaben aus dem Rathaus auf rund 400.000 Euro belaufen. Hinzu kommen die Kosten für den Kauf des Grundstücks. Auch hier hatte die Bezirksregierung eine Förderung signalisiert.

Da sich nach Bekanntwerden der Abrisspläne die Stimmen aus der Bevölkerung mehrten, die das Gebäude gerne erhalten würden, war eine endgültige Entscheidung zunächst vertagt worden. Auch Ortsheimatpfleger Carsten Teget­hoff hatte in einer Stellungnahme dafür plädiert, das Gebäude stehenzulassen und zu sanieren. Ob das statisch und finanziell Sinn macht, soll aktuell der Gutachter klären, der das Gebäude untersucht.

In den vergangenen Monaten wurden weitere Ideen für das Areal bekannt. Neben einer möglichen Sanierung des Gebäudes oder einem Abriss sei, so Bürgermeister Michael Berens, auch ein Neubau möglich , oder Teile der Fläche könnten genutzt werden, um die Hauptkreuzung in einen Kreisverkehr umzubauen . Diese Pläne trägt derzeit der Landesbetrieb Straßen NRW allerdings nicht mit.

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