In der JVA Hövelhof sind 18 junge Gefangene positiv getestet worden – keine Mitarbeiter betroffen
Corona: 119 Häftlinge in Quarantäne

Hövelhof -

In der Justizvollzugsanstalt (JVA) im Hövelhofer Ortsteil Staumühle sind 18 junge Gefangene positiv auf Corona getestet worden. Der Kreis Paderborn hat für alle 119 jungen Gefangenen Quarantänemaßnahmen bis zum 20. April angeordnet. Nicht betroffen ist die in einem anderem Gebäude untergebrachte Abteilung für pflegebedürftige Insassen.

Freitag, 09.04.2021, 23:00 Uhr
Die Hövelhofer Justizvollzugsanstalt an der Staumühler Straße ist aktuell von Corona betroffen.
Die Hövelhofer Justizvollzugsanstalt an der Staumühler Straße ist aktuell von Corona betroffen. Foto: Meike Oblau

Die Gefangenen in Hövelhof, in der Regel junge Männer im Alter von 18 bis 24 Jahren, verbüßen ihre Strafe im offenen Vollzug, das heißt, sie haben Ausgang und vielfach auch eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle außerhalb der JVA. „Bisher waren wir ganz gut durch die Pandemie gekommen“, sagte die Leiterin der JVA, Elke Jungeblodt, im Gespräch mit dem WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATT.

Diverse Lockdown-Maßnahmen hätten aber auch immer wieder für ihre Einrichtung gegolten. „In den Wochen vor Ostern gab es ein paar Lockerungen, zum Beispiel, was Ausgänge betraf. Nach der Rückkehr wurden die Gefangenen jeweils getestet. Zunächst fielen drei Schnelltests positiv aus“, beschreibt Jungeblodt die Tage nach Ostern. Die Betroffenen habe man in eine derzeit freie Abteilung verlegt und die Testungen ausgeweitet. Dabei seien weitere Coronafälle ans Licht gekommen, auch diese Gefangenen habe man dann getrennt von den negativ Getesteten untergebracht. Insgesamt sind bis Freitag 18 junge Männer positiv getestet worden. Der Kreis Paderborn erließ für alle Haftabteilungen im Bereich junge Gefangene eine Allgemeinverfügung, in der Quarantänemaßnahmen angeordnet werden, die bis zum 20. April gelten.

Die 119 Gefangenen dürfen in dieser Zeit die JVA nicht verlassen und auch keinen Besuch empfangen. Für Gefangene, die eine Arbeits- oder Ausbildungsstelle außerhalb der JVA haben, bedeutet das, dass sie derzeit nicht arbeiten gehen können. Unter den 145 Mitarbeitern sei aktuell niemand von einer Coronainfektion betroffen, sagte Elke Jungeblodt.

Bereits zu Beginn der Pandemie hatte sich die JVA auf einen möglichen Ausbruch vorbereitet und leerstehende Zellen als Quarantänestation eingerichtet. Nach den aktuellen Ausbrüchen ist Elke Jungeblodt vor allem darüber froh, dass es sich bisher um milde Krankheitsverläufe handelt. Über das Wochenende und zu Beginn der kommenden Woche werden weitere Testungen durchgeführt. Die angeordneten Quarantänemaßnahmen sorgen auch dafür, dass für die kommenden Tage geplante Entlassungen zunächst verschoben werden müssen.

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