Di., 12.02.2019

Auf ehemaligem RWE-Gelände in Lichtenau-Husen sollen Bauplätze entstehen Alter Plan lebt wieder auf

Vor zehn Jahren sollten auf dem alten RWE-Gelände in Husen schon einmal Baugrundstücke entstehen, dann wurde der Plan auf Eis gelegt. Morgen diskutiert der Bauausschuss darüber, ob die damaligen Pläne wieder aufgenommen werden sollen.

Vor zehn Jahren sollten auf dem alten RWE-Gelände in Husen schon einmal Baugrundstücke entstehen, dann wurde der Plan auf Eis gelegt. Morgen diskutiert der Bauausschuss darüber, ob die damaligen Pläne wieder aufgenommen werden sollen. Foto: Jörn Hannemann

Von Hanne Hagelgans

Husen (WB). In Husen könnten neue Bauplätze entstehen. Die leer stehenden Gebäude auf dem ehemaligen RWE-Gelände müssten dafür abgerissen werden. Der Bauausschuss beschäftigt sich am morgigen Mittwoch mit dem Thema.

Bereits vor knapp zehn Jahren gab es Bestrebungen, auf dem ehemaligen RWE-Gelände neun neue Baugrundstücke zu schaffen. Doch weil Husen damals im Baugebiet Ellern bereits genug Grundstücke anbieten konnte, um der Nachfrage zu begegnen, wurde das bereits angestoßene Verfahren nicht weiter verfolgt.

Öffentliche Auslegung des Planentwurfs steht an

Jetzt allerdings, erläutert Ortsvorsteher Hans-Bernd Janzen auf WV-Nachfrage, seien alle Bauplätze im Ellern verkauft und die Häuser gebaut, es gebe aber noch weiteren Bedarf. Daher sollen die Pläne nun wieder aufgenommen werden. Als nächster Schritt steht die öffentliche Auslegung des Planentwurfs an.

Bereits im Juni 2009 hat die Stadt Lichtenau das ehemalige RWE-Gelände gekauft. Auf dem Areal mitten im Dorf und in unmittelbarer Nachbarschaft des Kindergartens stehen ein Verwaltungsgebäude, Garagen und eine Betriebshalle leer. Um dort Wohnbauflächen zu schaffen, die die Stadt nach der Aufteilung in einzelne Baugrundstücke vermarkten möchte, ist eine Änderung der Bauleitplanung notwendig. Denn im zurzeit geltenden Flächennutzungsplan ist der Bereich noch als Fläche für die Energiewirtschaft dargestellt. Die Aufteilung in Baugrundstücke findet im Rahmen eines Bebauungsplanes statt.

Das Verfahren dazu, das nun wieder aufgenommen werden soll, ist bereits weit vorangeschritten. Im Januar 2010 hat das damals von der Stadt beauftragte Planungsbüro im Bauausschuss verschiedene Varianten vorgestellt. Es wurde beschlossen, eine Variante mit neun Bauplätzen weiter zu verfolgen. Es folgten die weiteren Verfahrensschritte: Bürger und öffentliche Funktionsträger wurden einbezogen. Die Bezirksregierung Detmold signalisierte bereits ihre Zustimmung. Dann allerdings wurde die Planung auf Eis gelegt, weil Husen zunächst genug Bauland hatte und sich zudem zeigte, dass das RWE-Gelände mit den bestehenden Gebäuden vielleicht auch anders genutzt werden könnte, etwa als Lager-und Unterstellmöglichkeit für gewerbliche Zwecke, für den städtischen Bauhof oder auch als Übergangswohnung für Asylbewerber.

Husen brauche weitere Baugebiete, um wachsen zu können

Jetzt allerdings, so Ortsvorsteher Hans-Bernd Janzen, brauche Husen weitere Baugebiete, um wachsen zu können. Janzen möchte zu dem Thema im Ausschuss einen Ergänzungsantrag stellen. Denn der angrenzende Kindergarten müsse umgebaut werden. Das mache das Anmeldeverhalten deutlich, das unter anderem erweiterte Schlafmöglichkeiten für die kleineren Kinder erfordere. Janzen verweist darauf, dass für den Kindergarten die Möglichkeit einer späteren baulichen Erweiterung erhalten bleiben müsste. Außerdem schlägt er vor, bei der Bebauung des frei werdenden Areals ein Quartier zu entwickeln, das selbstbestimmtes Wohnen für ältere Menschen ermöglicht, und dazu unter anderem auf Barrierefreiheit zu setzen.

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