So., 17.03.2019

Leiter des Pastoralverbundes Lichtenau in Holtheim verabschiedet Pfarrer Wördehoff im Ruhestand

Pfarrer Josef Wördehoff ist jetzt im Ruhestand.

Pfarrer Josef Wördehoff ist jetzt im Ruhestand.

Lichtenau (WB). In einem Gottesdienst in Holtheim ist der bisherige Leiter des Pastoralverbundes Lichtenau, Pfarrer Josef Wördehoff, in den Ruhestand verabschiedet worden.

Mit ihm am Altar standen Dechant Bernd Haase aus Delbrück, der auch gepredigt hat, sowie Pater Thomas Wunram aus Neuenheerse und Pastor Stefan Stratmann aus Kleinenberg. Musikalisch wurde die Messe mitgestaltet durch die Chorgemeinschaft St. Kilian Lichtenau.

Voll besetzte Kirche

Als besondere Wertschätzung der Frauen hatte Pfarrer Josef Wördehoff unter dem Beifall der anwesenden Gläubigen in seinen Begrüßungsworten darauf hingewiesen, dass er bewusst die vier geistlichen Begleiterinnen der KFD des Bezirks Bad Wünnenberg-Lichtenau eingeladen hatte, die in ihren Gewändern gemeinsam mit den Messdienern und den Geistlichen in die voll besetzte Kirche einzogen. In seiner Predigt ging Dechant Haase auf die augenblicklichen Schwierigkeiten in der katholischen Kirche ein, verwies aber zugleich darauf, dass die Kirche dennoch versuchen müsse, authentisch die Botschaft Jesu Christi zu Gehör zu bringen.

Oft in politische Diskussionen eingemischt

Als eine gelungene Einheit von Eucharistie und Festakt wollte Pfarrer Josef Wördehoff die in der Schützenhalle vor 350 geladenen Gästen fortgesetzte Feier verstanden wissen. Grußworte wurden dort gesprochen von Landrat Manfred Müller und dem Lichte-nauer Bürgermeister Josef Hartmann. Beide beschrieben Pfarrer Wördehoff als einen Priester, der sich bewusst in das gesellschaftliche Geschehen eingemischt habe – in die Diskussion um die Errichtung von Windkraftanlagen oder in die Asylantenfrage. Auch sein Engagement für den Bau eines Ärztehauses durch die Huck-Fischersche-Stiftung, deren Vorsitzender Wördehoff gewesen ist, wurde erwähnt.

Freund der Ökumen

Pfarrerin Karin Röthemeyer von der evangelischen Gemeinde Lichtenau wies auf die vielen gelungenen ökumenischen Gottesdienste hin, die in den vergangenen 20 Jahren gemeinsam mit Pfarrer Josef Wördehoff gefeiert worden waren. Besonders erwähnte sie die gemeinsam gestaltete Kreuzausstellung des Bürener Fotografen Jürgen Kemper, die Pfarrer Wördehoff aus Anlass des Lutherjahres als Geschenk an die evangelische Kirchengemeinde nach Lichtenau geholt und deren Kosten die katholische Kirche übernommen hatte.

Hervorragender Kenner Polens

Als besondere Wertschätzung für den scheidenden Pfarrer waren aus Anlass seiner Verabschiedung auch acht Männer und Frauen aus der Partnergemeinde Pieniezno (Ermland in Masuren) nach Lichtenau gekommen. Der Pfarrverbundsleiter hatte sich stets für das Wachsen dieser Partnerschaft eingesetzt. Er hatte sich durch seine vielen Reisen seit 1984 zu einem hervorragender Kenner Polens entwickelt. Als äußeres Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung hatte Pfarrer Wördehoff die geladenen Gäste gebeten, anstatt persönlicher Geschenke an ihn Geld für die Partnergemeinde im Ermland zu spenden.

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