Sa., 12.10.2019

Eberhard Krömeke veröffentlicht Buch zur Geschichte Herbrams Dorfhistorie wird lebendig

Eberhard Krömeke beleuchtet in seinem neuen Buch die Geschichte Herbrams. Es ist nicht chronologisch, sondern nach Themen aufgeteilt. Unter anderem geht es um Sitten und Gebräuche, Kirchengeschichte, die Historie der Feuerwehr und der Schule.

Eberhard Krömeke beleuchtet in seinem neuen Buch die Geschichte Herbrams. Es ist nicht chronologisch, sondern nach Themen aufgeteilt. Unter anderem geht es um Sitten und Gebräuche, Kirchengeschichte, die Historie der Feuerwehr und der Schule. Foto: Hanne Hagelgans

Lichtenau (WB/han). Zu einem Ausflug in die Vergangenheit des Dorfes lädt Eberhard Krömeke ein. Er hat ein Buch über die Geschichte Herbrams geschrieben und bebildert.

Anlass dazu war weder ein Dorfjubiläum noch ein Auftrag, sondern allein die Wertschätzung seines Heimatdorfes: »Vergangenes nicht in Vergessenheit geraten lassen und den Jüngeren zu zeigen, welche wechselvolle Geschichte Herbram in vielen Jahrhunderten erfahren hat, ist mir ein persönliches Anliegen«, erläutert Krömeke seine Motivation.

Über viele Jahre hinweg sammelten sich bei dem ehemaligen Ortsheimatpfleger und Ortschronisten Bilder, Anekdoten und Historisches. Ältere Herbramer wussten ihre Schätze bei ihm gut aufgehoben. Das alles dürfe auf keinen Fall verloren gehen, war Krömeke klar: »Das ist viel zu schade, um es in der Schublade zu lassen.« Und so versprach er sich selbst: »Wenn ich Zeit habe, arbeite ich alles auf.« Nachdem der frühere Arbeits- und Berufspädagoge im Jahr 2015 in den Ruhestand getreten war, war es soweit.

Herbramer Besonderheiten

Ungezählte Stunden Arbeit und Recherche in Stadt- und Kreisarchiv, im Staatsarchiv in Detmold und in alten Kirchenbüchern im bischöflichen Archiv in Paderborn stehen in dem jetzt erschienenen Buch mit dem Titel »Geschichte und Geschichten des Dorfes«. Darin, verspricht Krömeke, finde sich einiges, was die Herbramer bisher noch nicht über ihr Dorf wussten.

Der Inhalt der 264 Seiten mit vielen Fotos und Abbildungen reicht von der Frühgeschichte bis in die jüngere Vergangenheit. Dabei ist das Buch nicht chronologisch, sondern nach Themen geordnet. So geht es unter anderem um Sitten und Gebräuche und darum, wie zu früheren Zeiten Hochzeiten und andere große Familien- und kirchliche Feste gefeiert wurden. Dabei beleuchtete Eberhard Krömeke Bräuche, die es so oder so ähnlich auch in den Nachbarorten gab, wie etwa zu Fronleichnam oder im Marienmonat Mai. Aber auch ganz speziellen Herbramer Besonderheiten ist er auf die Spur gekommen.

Kirchengeschichte

Breiten Raum im Buch nimmt auch die Herbramer Kirchengeschichte ein. Herbram, erläutert Krömeke, sei über Jahrhunderte sehr eng mit der Iggenhauser Kirchengemeinde verbunden gewesen und bildete zusammen mit Grundsteinheim und Iggenhausen ein Vikariebenefizium. »Der Ablöseprozess des Dorfes Herbram von der Mutterkirche in Iggenhausen hin zur selbstständigen Pfarrei dauerte viele Jahrzehnte und führte immer wieder zu Auseinandersetzungen, die 1925 gar in einem Eklat gipfelten«, erzählt er.

Damals hatten die Herbramer bei der Wahl des Kirchenvorstandes alle Wahlberechtigten des Dorfes mobilisiert, pausenlos fuhren Kutschen von Herbram nach Iggenhausen, damit jeder seine Stimme für die Herbramer Kandidaten abgeben konnte. Und tatsächlich waren nach der Stimmauszählung alle zehn Kirchenvorstandsmitglieder: Herbramer! Man erhoffte sich nun durch die Beschlüsse des neuen Kirchenvorstandes eine schnelle Ablösung von der Kirchgemeinde Iggenhausen. Doch das klappte nicht.

Persönlichen Mitteilungen

Auch die Geschichte der Herbramer Schule kommt nicht zu kurz. Viele weitere Themen werden behandelt. Ausgewertet hat Krömeke Chroniken, Zeitungen, ältere Literatur sowie Kommunal- und Kirchenbücher. Ebenso wertvoll wie die handschriftlichen und gedruckten Unterlagen seien für ihn aber auch die vielen persönlichen Mitteilungen von Dorfbewohnern gewesen.

Das Buch erscheint im Eigenverlag und kann beim Autor telefonisch oder per E-Mail (ekroemeke@gmx.de) noch bis zum 30. Oktober bestellt werden. Die erste Auflage kostet 19,50 Euro.

Kommentare

Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6995455?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851067%2F