Etwa 7500 Menschen ließen sich in Lichtenau von 100 Ausstellern inspirieren
Heiteres Gartenfest trotz Corona

Lichtenau (WB). Die Schutzmasken und Abstandsregeln taten beim Gartenfest in Dalheim der Liebe zu Pflanzen und Dekoartikeln keinen Abbruch. Etwa 7500 Besucher ließen sich bei der ersten größeren Veranstaltung seit langem im Kreis Paderborn für ihren Garten inspirieren, der wegen der Corona-Pandemie einen höheren Stellenwert als Zufluchtsort und sichere Zone bekommen hat. Die Sorge, dass es zu langen Warteschlangen kommen könnte, bewahrheitete sich nicht.

Sonntag, 05.07.2020, 20:06 Uhr aktualisiert: 05.07.2020, 20:20 Uhr
Mit dem verliebten Paar aus Steinguss sorgen Rita und Louis Szijarto für Romantik im Garten. Das Fest in Dalheim fand zwei Monate später als üblich statt. Fotos: Oliver Schwabe

Konzept aufgegangen

Maximal 2000 Menschen durften gleichzeitig auf das 20.000 Qua­dratmeter große Klostergelände. Die Polizei war diesmal mit fünf Kollegen vor Ort – in normalen Jahren hatte Thorsten Fischer das allein gemacht. Fischer und sein Kollege Michael Lohl von der Paderborner Polizei lobten das Konzept des Veranstalters Evergreen aus Kassel als „bestens umgesetzt“ und sprachen von einer „harmonischen Veranstaltung mit einer netten Stimmung“. Allerdings wurden einige Besucher aus dem Kreis Gütersloh wieder zurückgeschickt. Der Ausbruch des Coronavirus bei Tönnies strahlte bis in den Kreis Paderborn aus und hatte die Maskenpflicht zur Konsequenz.

Gartenfest Kloster Dahlheim 2020

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Als „Spezialmarkt und Freiluftveranstaltung“ fiel das Gartenfest nicht unter das Verbot für Großveranstaltungen. Die Aussteller konnten endlich wieder sich und ihre Waren präsentieren. „In normalen Jahren besuche ich bundesweit um die 50 Märkte im Jahr, in diesem Jahr werden es nur fünf sein“, erzählte Gärtnermeister Wolfgang Körtge aus Kassel. Der 43-Jährige hat beobachtet, dass Menschen, die diesmal wegen Corona nicht in Urlaub fahren, „den Ansporn haben, ihren Garten schön zu machen“. Allerdings könne der Umsatz bei den wenigen Gartenfesten, die veranstaltet werden, die Einbußen durch den Wegfall der anderen nicht ausgleichen.

Anders als Wolfgang Körtge verkaufte Sabine Hunke von WS Country aus Mönchengladbach keine Rosen, sondern Hüte. „Bei der Sonnenstrahlung, sagen viele Leute, muss ich was aufsetzen“, hat sie öfter von Kunden gehört. Gefragt seien transportfähige, faltbare Hüte aus Naturfasern wie Bast und Hanf. Das Gartenfest wertete sie als „Zeichen für die Rückkehr in die Normalität“.

Diesmal nur 100 Aussteller

Diesmal hatten die Veranstalter wegen der Auflagen nur 100 statt der sonst bis zu 150 Aussteller zugelassen. So fiel das Gartenfest luftiger aus. Die Bandbreite der Waren war dennoch enorm und reichte von Tulpenzwiebeln und Pflanzen jeder Art über Gartenmöbel und -scheren, Grills, Windspiele, Skulpturen und Tierfiguren bis hin zu Strandkörben, Amalfi-Zitronen und Seifenduftketten.

Mindestens zehn Mal haben Petra Govorov und Dr. Bettina Eller-Studzinsky aus Brakel das Gartenfest in Dalheim bereits besucht. Dass sie diesmal eine Schutzmaske tragen mussten, nahmen sie bereitwillig in Kauf. „Ich finde, dass der Sicherheitsaspekt immer im Mittelpunkt stehen muss, auch wenn es natürlich unangenehm ist, die Maske zu tragen“, sagte Bettina Eller-Studzinsky.

Ohne Bedenken zum Gartenfest

Beide sind dankbar dafür, dass sie einen eigenen Garten haben. Petra Govorov: „Jetzt haben wir auf dem Land endlich mal einen Vorteil gegenüber den Städtern. Statt in einer kleinen Wohnung zu sitzen, haben wir Auslauf.“ Klaudia und Meinolf Kaup aus Helmern hatten „keine Bedenken“, das Gartenfest zu besuchen. Im Gegenteil: „Die Masken sind eine zusätzliche Sicherheit.“ Ein zufriedenes Fazit zog die Evergreen-Sprecherin Charmaine Haid: „Wir sind sehr glücklich, dass wir das durchgezogen haben. Unsere Erwartungen sind in Erfüllung gegangen, das Gartenfest ist sehr entspannt abgelaufen.“

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