Spendenkampagne zur Weihnachtszeit im Erzbistum Paderborn: Postkarten mit QR-Code im Einsatz
Traditionelle Adventssammlung der Caritas in digitaler Form

Paderborn/Düsseldorf (epd) -

Im Corona-Winter kommen bei der traditionellen Caritas-Spendenkampagne zur Weihnachtszeit im Erzbistum Paderborn erstmals auch Postkarten mit QR-Code zum Einsatz. Die Postkarten-Aktion soll bislang bundesweit einmalig sein.

Freitag, 13.11.2020, 13:50 Uhr aktualisiert: 13.11.2020, 14:48 Uhr
Für Hilfsangebote vor Ort bitten die ehrenamtlichen Caritas-Gruppen um eine Spende. Wegen Corona lädt Helga Gotthard, Vorsitzende der Caritas-Konferenzen im Erzbistum Paderborn, dazu mittels Postkarten mit QR-Code ein.
Für Hilfsangebote vor Ort bitten die ehrenamtlichen Caritas-Gruppen um eine Spende. Wegen Corona lädt Helga Gotthard, Vorsitzende der Caritas-Konferenzen im Erzbistum Paderborn, dazu mittels Postkarten mit QR-Code ein. Foto: CKD

Nachdem schon zur Sommersammlung viele ehrenamtliche Caritas-Gruppen auf persönliche Besuche verzichten mussten und Spendenbriefe verteilten, wird zur Adventssammlung vom 21. November bis 12. Dezember diese zusätzliche Möglichkeit angeboten, wie der katholische Verband am Freitag mitteilte. Mit dem aufgedruckten QR-Code könne direkt die Online-Spendenseite aufgerufen werden. Einfach mit der Kamera eines Smartphones darauf halten und scannen, um den Link zu öffnen, der dem Code zugeordnet ist.

Die Postkarten würden in der kommenden Adventszeit in den mehr als 50 Gemeinden in der Region verteilt, sagte Daniel Friedenburg, Fundraising-Referent beim Caritasverband für das Erzbistum Paderborn. Neben einem ausreichend hohen Spendenaufkommen erhofft er sich auch, mit der Digitalisierung der Adventssammlung neue Zielgruppen für die Arbeit der Caritas vor Ort zu gewinnen: „Vielleicht finden sich ja sogar neue Aktive, die sich ehrenamtlich engagieren möchten.“ Im vergangenen Jahr betrug den Angaben nach das Sammlungsaufkommen im Erzbistum über 593.000 Euro.

Die Caritas organisiert die Spendenkampagne mit der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL) mit Sitz in Düsseldorf. Da die traditionelle Haussammlung von Ehrenamtlichen in diesem Jahr wegfalle, gingen auch die evangelischen Kirchengemeinden hier neue Wege, sagte Pfarrer Ulrich T. Christenn, Fundraiser bei der Diakonie RWL. Gemeinden verteilten Briefe mit Überweisungsträgern in den Briefkästen und machten Spendenaufrufe über das Internet.

Die ökumenischen Sammlungen jeweils im Sommer und im Advent finden den Angaben zufolge bereits seit 1948 statt. Mit den Spenden werden ehrenamtliche Aufgaben oder Projekte finanziert, bei denen keine staatliche Finanzierung greift. Beispiele sind Besuchsdienste für Kranke oder Menschen mit Behinderung, Trauercafés oder Hilfen für Obdachlose.

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