Landeszentrum für Gesundheit meldet für NRW 113 – Münster unter 50 – mit Blick in die Nachbarkreise
Inzidenzwert im Kreis Paderborn am Mittwoch auf 77 gesunken

Paderborn (WB/LaRo) -

Der offizielle Sieben-Tage-Inzidenzwert im Kreis Paderborn ist deutlich gesunken. Er liegt am Mittwoch bei 77. Das meldet am Morgen das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) mit Stand 0 Uhr. Am Vortag betrug der Wert 90,6 und vor einer Woche 118,6.

Mittwoch, 20.01.2021, 07:06 Uhr aktualisiert: 20.01.2021, 07:48 Uhr
Symbolbild.
Symbolbild. Foto: dpa

Der Inzidenz-Wert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG*, das für den Kreis Paderborn für Dienstag 41 neue Fälle und für die vergangenen sieben Tage 237 notiert, ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht.

Der Kreis Paderborn hatte am Dienstag sechs und am Montag 36 Neuinfektionen bekannt gegeben. Es scheinen beim LZG noch nicht alle vom Kreis gemeldeten Fälle eingerechnet worden zu sein. Berechnet man eine Inzidenz aus den von der Paderborner Verwaltung gemeldeten Fällen der vergangenen sieben Tage (281), ergibt sich ein Wert von 91,3.

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Mittwochmorgen bei 113 (Vortag: 117,7) und in Deutschland bei 123,5 (131,5). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 97,0 (109,3) – Hochsauerlandkreis 101,6 (97,8) – Höxter 196,1 (167,6) – Lippe 124,6 (116,8) – Soest 87,5 (89,1). Münster ist als erste Kommune in NRW wieder unter die 50er Marke gekommen: Der Wert von 45 ist der niedrigste zwischen Rhein und Weser.

Lockdown verlängert

Die Menschen in Deutschland brauchen in der Corona-Pandemie weiter Geduld: Bund und Länder haben den Lockdown aus Sorge über die Virusmutation bis Mitte Februar verlängert.

Auch Schulen und Kitas sollen nach dem Beschluss bis dahin weiter geschlossen bleiben. Doch deutete sich an, dass die Länder diese umstrittene Entscheidung unterschiedlich umsetzen werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

Impfungen

Im Kreis Paderborn sind nach einer am Dienstag veröffentlichten Statistik der Kassenärztliche Vereinigung zufolge bis einschließlich Montag, 18. Januar, 4642 (Vortag: 4426) Menschen geimpft worden (Erstimpfung). Davon sind 2145 (2074) Heimbewohner (46 Prozent) und 2497 (2352) Angehörige von Pflegeberufen (54 Prozent). Die Folgeimpfung haben bisher 102 Menschen erhalten, davon 71 Heimbewohner (70 Prozent) und 31 Angehörige von Pflegeberufen (30 Prozent): www.corona-kvwl.de/impfbericht.

Weitere Informationen

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Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

* Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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