Die Coronalage im Kreis Paderborn am Donnerstag: 29 neue Fälle, keine weiteren Genesenen
Britische Virus-Variante bislang 25 Mal nachgewiesen

Paderborn (WB/en) -

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt vermeldet in seinem Corona-Lagebericht vom Donnerstag 29 neue Fälle. Weitere Genesene gibt es nicht, so dass aktuell (Stand: Donnerstag, 18. Februar, 11 Uhr) 239 Menschen mit dem Virus infiziert sind.

Donnerstag, 18.02.2021, 16:04 Uhr aktualisiert: 18.02.2021, 19:06 Uhr
Im Kreis Paderborn sind – Stand Donnerstag – 239 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
Im Kreis Paderborn sind – Stand Donnerstag – 239 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Foto: dpa

Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (118), Büren (30), Hövelhof (26), Salzkotten (24), Delbrück (12), Bad Lippspringe (9), Bad Wünnenberg (6), Lichtenau (5), Altenbeken (5) und Borchen (4). 38 Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, 18 von ihnen intensivmedizinisch. 944 Menschen befinden sich in Quarantäne.

Die Zahl der aufsummierten und laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt 6313, die der Erkrankten, die eine Infektion überstanden haben und als genesen gelten, liegt unverändert bei 5943. 131 Menschen sind bislang in Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben.

Nachdem am 28. Januar erstmals auch im Kreis Paderborn die britische Virus-Variante nachgewiesen worden war, sind bis Donnerstag insgesamt 25 solcher Fälle an das Kreisgesundheitsamt gemeldet worden, die überwiegend zwei separaten Ausbruchsgeschehen zugeordnet werden können. Fünf der Erkrankten gelten bereits als genesen. Erst am vergangenen Dienstag hatte der Kreis darauf hingewiesen, dass bei der britischen Variante des Coronavirus nun ganz genau hingeschaut werde und alle auf das Coronavirus Sars-CoV-2 positiv getesteten Proben nun auch auf diese Mutation hin getestet würden. „Es gibt Hinweise darauf, dass die britische Variante leichter übertragbar ist. Deswegen ist der wirksamste Schutz gegen die Mutation: Abstand halten, Maske tragen und auf die Händehygiene zu achten“, betont Dr. Constanze Kuhnert, Leiterin des Kreisgesundheitsamtes. Und fährt fort: „Wir ermitteln alle Kontaktpersonen schnell und gründlich, um die Weiterverbreitung bestmöglich zu unterbinden.“

Das Landeszentrum für Gesundheit weist für den Zeitraum vom 11. bis 17. Februar – wie bereits berichtet – eine Sieben-Tages-Inzidenz von 43,9 aus (Datenstand: 18. Februar, 0 Uhr). Am Mittwoch lag der Wert bei 41,9. Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Der offizielle Wert des LZG* (siehe unten „Melde- und Übermittlungsverzug“) ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht.

Blick in die Nachbarkreise

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Donnerstag bei 57,1 (Vortag: 56,1) und in Deutschland bei 57,1 (57). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 60,8 (58,6) – Hochsauerlandkreis 71,6 (73,5) – Höxter 61,3 (57) – Lippe 52,4 (65,6) – Soest 52,4 (54,3).

Die Impfzahlen

Am Mittwoch hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ihren Impfbericht um Zahlen zu den Erst- und Folgeimpfungen in den Impfzentren erweitert. Demnach hat es im Impfzentrum des Kreises Paderborn, in der Salzkottener Sälzerhalle, bis einschließlich Mittwoch, 17. Februar, 2331 (Vortag: 2064) Erstimpfungen und 16 (15) Folgeimpfungen gegeben. Bis zum 28. Februar handelt es sich bei den Folgeimpfungen in den Impfzentren ausschließlich um Personen, die ihre Erstimpfung in stationären Pflegeeinrichtungen erhalten haben.

Durch mobile Teams sind bis einschließlich Mittwoch 6682 Menschen (Vortag: 6658) geimpft worden (Erstimpfung). Die Folgeimpfung haben davon bisher 5382 Menschen (5382) erhalten. Hinweis auf www.corona-kvwl.de/impfbericht: „Das KVWL-eigene Berichtswesen zum Impfgeschehen wurde auf das bundesweit einheitliche digitale Impfquotenmonitoring des RKI umgestellt. Insofern finden Sie ab sofort in der Liste zu den Impfungen durch mobile Teams ausschließlich eine Gesamtsumme aller durchgeführten Erst- und Folgeimpfungen (hierzu zählen neben den Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen z. B. auch ambulante Pflegedienste und Rettungsdienste).“ Im Kreis Paderborn gibt es 42 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit mehr als 6000 Bewohnern und Mitarbeitern.

Wer wissentlich ohne Termin ins Impfzentrum kommt, wird abgewiesen

Nachdem es auch im Paderborner Impfzentrum in Salzkotten zu Missverständnissen bei Online-Buchungen der Termine gekommen war und es Probleme mit dem Buchungssystem gegeben hatte, hieß es vom Kreis am Donnerstag, dass auch schon unangemeldete Besucher wissentlich ohne Termin in der Sälzerhalle erschienen seien. „Wer sich ohne Termin eine Erstimpfung erschleicht, handelt unsolidarisch“, betont Dr. Haunerland, ärztlicher Leiter des Impfzentrums. Außerdem könnten dadurch die vorgeplanten Impfdosen ausgehen, sodass Menschen trotz gültigen Termins abgewiesen werden müssen. Kreis und Kassenärztliche Vereinigung betonten noch einmal deutlich: „Personen, die zum Impfen nach Salzkotten kommen mit dem Wissen, dass sie keinen oder erst später einen Termin haben, werden abgewiesen!“

Zu den technischen Problemen teilte Dr. Constanze Kuhnert mit: „Wer unsicher ist, ob seine Terminbuchung zur Impfung erfolgreich war, kann beim Infotelefon des Gesundheitsamtes anrufen und diesen überprüfen lassen.“ Ein Hinweis, dass die Buchung nicht erfolgreich war, ist, wenn keine Buchungsbestätigung erhalten wurden. Das Corona-Infotelefon des Kreises ist unter der Telefonnummer: 05251/3083333 zu erreichen.

Die Coronazahlen im Kreis Paderborn am Donnerstag, 18. Februar.

Die Coronazahlen im Kreis Paderborn am Donnerstag, 18. Februar. Foto: Kreis Paderborn

Weitere Informationen

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Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 11. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Erläuterung des LZG zur Inzidenz: „In die 7-Tage-Inzidenz geht die Anzahl aller Fälle ein, deren Meldedatum innerhalb der vergangenen 7 Tage vor dem Berichtszeitpunkt fällt. Bei der Eingabe von Fällen in das Infektionsmeldesystem wird jedem Falldatensatz ein Meldedatum zugewiesen. Dabei handelt es sich um dasjenige Datum, an dem das zuständige Gesundheitsamt erstmalig von dem betreffenden Fall Kenntnis erhalten hat.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

 

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