Lichtenauer Gesundheitsexpertin Tracy Rumpel gibt Tipps und zeigt Übungen für die Arbeit zu Hause
Fit und gut gelaunt im Homeoffice

Lichtenau -

Dass das Homeoffice für viele Menschen von der coronabedingten Notlösung zur neuen Normalität werden könnte, hätte sich vor einem Jahr so mancher wohl auch nicht träumen lassen. Mittlerweile haben viele Mitarbeiter ihre Erfahrungen mit der Büroarbeit zu Hause gesammelt und festgestellt, dass sie bei allen Vorteilen durchaus auch ihre Tücken haben kann.

Mittwoch, 24.02.2021, 00:51 Uhr aktualisiert: 24.02.2021, 12:20 Uhr
Yogalehrerin Tracy Rumpel aus Lichtenau gibt Tipps für Gesundheit und Wohlbefinden im Homeoffice und zeigt einfache Übungen.
Yogalehrerin Tracy Rumpel aus Lichtenau gibt Tipps für Gesundheit und Wohlbefinden im Homeoffice und zeigt einfache Übungen. Foto: Oliver Schwabe

Wie sich körperliches Wohlbefinden und Freude im Homeoffice erhalten lassen, dafür hat die Lich­tenauer Yoga- und Gesundheitsexpertin Tracy Rumpel eine Reihe von Tipps parat. Außerdem zeigt sie Übungen, für die Sportkleidung und Yogamatte gar nicht erst ausgepackt werden müssen, weil sie sich ganz einfach innerhalb von ein paar Minuten direkt am Schreibtisch machen lassen.

Gesundheitsexpertin Tracy Rumpel zeigt Übungen für die Arbeit zu Hause

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  • Diese Übung tut dem Rücken gut und macht frisch und wach: Mit ausgebreiteten Armen und geradem Rücken wird der gesamte Oberkörper im Atemrhythmus von rechts nach links gedreht; auch der Blick folgt.

    Foto: Oliver Schwabe
  • In Yoga-Kursen heißt eine ähnliche Übung „Kuh und Katze“: Abwechselnd wird der Rücken durchgedrückt (dabei ausatmen) und ins Hohlkreuz gebogen (dabei einatmen). Das lässt sich am Boden machen, aber auch mit einem Stuhl als Hilfsmittel.

    Foto: Oliver Schwabe
  • Mit dieser Übung entsteht eine sanfte Dehnung für die Oberschenkel und den unteren Rücken. Das linke Fußgelenk wird auf dem rechten Knie abgelegt und leichter Druck nach unten ausgeübt. Anschließend werden die Seiten gewechselt.

    Foto: Oliver Schwabe
  • Einfach und gut für Schultern und Nacken: Die gefalteten Hände werden nach vorn, nach oben und seitlich gestreckt.

    Foto: Oliver Schwabe
  • Wer die Beine dehnen möchte, nimmt mit geradem Rücken den Fußspann in die Hand. Anschließend Seiten wechseln.

    Foto: Oliver Schwabe

Ruhe-Insel schaffen

Gut hat es, wer einen eigenen Raum fürs Homeoffice hat, in dem sich Rechner und Telefon befinden und in dem er vor allem die Tür hinter sich zu machen kann. Doch oft ist das nicht der Fall – oder der Partner oder die schulpflichtigen Kinder sind auf den Platz ebenfalls angewiesen.

„Dann ist es wichtig, wenigstens Außengeräusche so gut wie möglich auszublenden, um sich konzentrieren zu können“, weiß Tracy Rumpel. Möglich werde das durch Kopfhörer mit Noise-Cancelling-Funktion: „Damit kann man nebenbei sanfte Hintergrundmusik oder ein leichtes Hörbuch hören – oder auch einfach nur Stille erzeugen.“ Für diesen Zweck tauge übrigens auch das gute alte Ohropax.

Bewegung einbauen

„Die beste Sitzposition ist immer die nächste“, bringt es die Yoga-Lehrerin auf den Punkt: Wer am Schreibtisch arbeitet, sollte oft die Sitzhaltung wechseln. Tracy Rumpel: „Man kann gerne sehr gerade und aufrecht sitzen – oder auch mal mit rundem Rücken oder mit übergeschlagenen Beinen. Nur sollte man eben so häufig wie möglich wechseln.“

Und wer nicht unbedingt sitzen muss, weil zum Beispiel gerade eine Telefonkonferenz stattfindet, könne ja auch aufstehen, sich vielleicht ans offene Fenster stellen oder im Zimmer herumgehen.

Apropos Telefon: Wer viel telefonieren muss, für den könnte sich ein Headset lohnen, das eine bessere Haltung ermöglicht und außerdem das Einklemmen des Telefonhörers zwischen Ohr und Schulter – fast schon ein Garant für Nackenschmerzen – unnötig macht.

Mit ein paar kleinen Veränderungen lasse sich häufig auch ein improvisierter Arbeitsplatz ergonomisch einrichten. „Und wenn es der Stapel Bücher ist, der dafür sorgt, dass der Laptop höher steht und die Blickrichtung stimmt“, nennt Tracy Rumpel ein Beispiel.

Die Augen entlasten

Stundenlang auf den Bildschirm zu schauen, zumal wenn die Lichtverhältnisse vielleicht nicht ideal sind, belastet die Augen. Trockene, brennende Augen, Kopfschmerzen und Probleme mit der Konzentration können die Folge sein.

„Es kann helfen, ab und zu Pause zu machen und den Blick zu wechseln“, rät Tracy Rumpel: „Man fixiert zunächst einen Punkt ganz in der Nähe, dann einen in weiter Entfernung.“ Ein weiterer Tipp: die Hände aneinander reiben, bis Wärme entsteht, und sie dann für einen Moment über die geschlossenen Augen legen.

Gut für sich sorgen

„Es ist grundsätzlich sehr wichtig, ausreichend zu trinken“, mahnt die Lichte­nauerin. Wer sicher sein will, dass er das auch während eines stressigen Homeoffice-Tages nicht vergisst, stellt sich eine Wasserflasche direkt auf dem Schreibtisch parat.

Und dazu idealerweise gleich ein paar gesunde Snacks, die den Griff zu Schokolade oder Gummibärchen ersetzen. Neben Obst oder Gemüsesticks mit einem Dip seien hier Nüsse oder Mandeln besonders geeignet, so ein weiterer Tipp: „Sie liefern wertvolle Nährstoffe und machen lange satt und zufrieden.“

Und wer das alles beherzigt, dem dürfte es auch kaum Schwierigkeiten bereiten, den wohl wichtigsten Tipp der Lichtenauer Gesundheitsexpertin zu beachten. Er lautet: „Immer atmen und lächeln!“

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