Die Coronalage im Kreis Paderborn am Donnerstagnachmittag: Zahl der Infizierten steigt auf 204
137. Todesfall – Mann (80) aus Büren verstorben

Paderborn (WB/en) -

Die Zahl der Todesfälle seit Beginn der Corona-Pandemie ist im Kreis Paderborn am Donnerstag auf 137 gestiegen: Ein 80-jähriger Mann aus Büren ist im Zusammenhang mit einer Covid-19-Infektion verstorben.

Donnerstag, 04.03.2021, 16:29 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 06:44 Uhr
Derzeit (Stand: Donnerstag, 11 Uhr) sind im Kreis Paderborn 204 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.
Derzeit (Stand: Donnerstag, 11 Uhr) sind im Kreis Paderborn 204 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Foto: imago

20 neuen Corona-Fällen stehen laut Lagebericht des Kreises (Stand: 11 Uhr) zwei weitere Menschen gegenüber, die eine Infektion überstanden haben und als genesen gelten. Für Bad Wünnenberg, wo am Donnerstag abermals ein großer Corona-Ausbruch in der Aatalklinik bekannt wurde, vermeldet der Kreis zwei neue Fälle. Unterm Strich sind derzeit 204 Menschen im Kreis Paderborn mit dem Coronavirus infiziert. Diese aktiven Fälle verteilen sich wie folgt auf die zehn Kommunen: Paderborn (77), Bad Wünnenberg (30), Büren (28), Bad Lippspringe (18), Delbrück (13), Hövelhof (13), Salzkotten (9), Borchen (7), Altenbeken (5) und Lichtenau (4).

Die Zahl der aufsummierten und laborbestätigten Coronavirus-Infektionen seit Ausbruch der Pandemie beträgt 6592, die der Corona-Erkrankten, die eine akute Infektion überstanden haben und als genesen gelten, liegt bei 6251. 38 Corona-Patienten werden zurzeit im Krankenhaus behandelt, 19 von ihnen intensivmedizinisch. 1118 Menschen befinden sich in Quarantäne.

Das Landeszentrum für Gesundheit (LZG) weist für den Zeitraum vom 25. Februar bis zum 3. März – wie bereits berichtet – eine Sieben-Tages-Inzidenz von 40,6 aus (Datenstand: 4. März, 0 Uhr). Am Mittwoch lag der Wert bei 37,7, am Dienstag bei 44,2. Die Inzidenz ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. In Bad Wünnenberg liegt der Wert auf Grundlage der 25 vom Kreis in den vergangenen sieben Tagen gemeldeten Fälle bei 204,5.

Der offizielle Wert des LZG* (siehe unten „Melde- und Übermittlungsverzug“) ist ausschlaggebend für die Kreise und kreisfreien Städte in NRW, wenn es um Allgemeinverfügungen geht.

Blick in die Nachbarkreise

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am Donnerstag bei 62,8 (63,8) und in Deutschland bei 64,7 (64). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 51,2 (56,7) – Hochsauerlandkreis 88,2 (92,8) – Höxter 50,6 (47,1) – Lippe 43,7 (43,5) – Soest 63 (56,7).

Impfzahlen

Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) hat Mitte Februar ihren Impfbericht um Zahlen zu den Erst- und Folgeimpfungen in den Impfzentren erweitert. Demnach hat es im Impfzentrum des Kreises Paderborn, in der Salzkottener Sälzerhalle, bis einschließlich Mittwoch, 2. März, 6610 Erstimpfungen (Dienstag: 6193 ) und 268 (157) Folgeimpfungen gegeben. Bis zum 28. Februar hat es sich bei den Folgeimpfungen in den Impfzentren ausschließlich um Personen gehandelt, die ihre Erstimpfung in stationären Pflegeeinrichtungen erhalten haben.

Durch mobile Teams sind bis einschließlich Mittwoch 7225 Menschen (Dienstag: 7127) geimpft worden (Erstimpfung). Die Folgeimpfung haben davon bisher 5951 Menschen (5949) erhalten. Hinweis auf www.corona-kvwl.de/impfbericht: „Das KVWL-eigene Berichtswesen zum Impfgeschehen wurde auf das bundesweit einheitliche digitale Impfquotenmonitoring des RKI umgestellt. Insofern finden Sie ab sofort in der Liste zu den Impfungen durch mobile Teams ausschließlich eine Gesamtsumme aller durchgeführten Erst- und Folgeimpfungen (hierzu zählen neben den Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen z. B. auch ambulante Pflegedienste und Rettungsdienste).“ Im Kreis Paderborn gibt es 42 vollstationäre Pflegeeinrichtungen mit mehr als 6000 Bewohnern und Mitarbeitern.

Die Coronazahlen im Kreis Paderborn am 4. März.

Die Coronazahlen im Kreis Paderborn am 4. März. Foto: Kreis Paderborn

Weitere Informationen

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Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19. www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem nun die Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen erstellt.

Hier informiert das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona. Hier geht es direkt zur aktuellen Coronaschutzverordnung (gültig ab dem 22. Januar).

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Es gibt auch einen Infoservice per Newsletter. Zudem ist der Informationsservice der Rufnummer 116117 erweitert worden (kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr). Beantwortet werden dort Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung.

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.

Erläuterung des LZG zur Inzidenz: „In die 7-Tage-Inzidenz geht die Anzahl aller Fälle ein, deren Meldedatum innerhalb der vergangenen 7 Tage vor dem Berichtszeitpunkt fällt. Bei der Eingabe von Fällen in das Infektionsmeldesystem wird jedem Falldatensatz ein Meldedatum zugewiesen. Dabei handelt es sich um dasjenige Datum, an dem das zuständige Gesundheitsamt erstmalig von dem betreffenden Fall Kenntnis erhalten hat.“

Das RKI schreibt zu einem möglichen Melde- und Übermittlungsverzug auf seiner Website: „Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden. Für die Darstellung der neuübermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat. Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

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