Filmteam dreht drei Tage am Hammerhof – Start am 6. Mai geplant
Wisente aus Hardehausen kommen ins Kino

Warburg/Lichtenau (WB) -

Die Wisente aus Hardehausen sind schon bald auf der Kinoleinwand zu sehen. Für den Naturfilm „Heimat Natur“ – erzählt von Schauspieler und Synchronsprecher Benno Fürmann – war ein Filmteam drei Tage lang zum Drehen im Wisent-Areal beim Hammerhof unterwegs.

Montag, 01.03.2021, 06:00 Uhr
Die Wisente aus Hardehausen sind in einem Naturfilm zu sehen.
Die Wisente aus Hardehausen sind in einem Naturfilm zu sehen. Foto: Ralf Benner

„Der Film nimmt in hochwertigen Bildern und Geschichten die wichtigsten Lebensräume der Heimat unter die Lupe, namentlich Wald, Gebirge, Küste, Moor, Heide, Wüste und Fließgewässer“, erklärt Jan Haft. Verantwortlich für den Streifen zeichnet das Unternehmen Nautilus Film aus dem oberbayerischen Dorfen (Landkreis Erding).

Der bekannte Naturfilmer möchte in seinem neuesten Werk auf bedrohte Kostbarkeiten wie Insekten aufmerksam machen. So gäbe es in Hardehausen seltene Käferarten, die sich im Lebensraum der Wisente angesiedelt haben und von dieser Umgebung profitieren. Durch das Wälzen in der Erde und das Sandbaden schaffen die Wisente so genannte Mikrohabitate für andere Lebewesen. Das zu dokumentieren gestaltete sich teilweise schwierig.

„Wir haben Minikameras an der Trockensuhle aufgestellt und stundenlang gewartet, bis ein Wisent uns den Gefallen getan hat und sich filmen ließ“, erzählt Jan Haft, der schnell erkennen musste, dass sich die Tiere nicht ans Drehbuch halten.

Insgesamt drei Jahre haben die Dreharbeiten für den Film gedauert, ein halbes Jahr wurden die Szenen geschnitten und mit moderner Musik von Techno-DJ Nick Olberg unterlegt. Zu sehen sein wird der Film in den Kinos, wenn Corona es zulässt, ab dem 6. Mai.

Das hofft auch Jan Preller, der begeistert ist, dass eines „seiner“ Wisente auf dem Filmplakat zu sehen ist. „Ich hoffe sehr, dass der Film im Mai im Warburger Kino gezeigt werden kann. Ich kann mir gut vorstellen, vor Ort über die Dreharbeiten und unsere Wisente zu berichten“, sagt der Leiter des Waldinformationszentrums Hammerhof. Er und sein Team sind stolz, dass das 60 Hektar große Areal erneut als Drehort für einen Kinofilm von Jan Haft ausgewählt worden ist, der bereits für den Film „Die Wiese – Ein Paradies nebenan“ in Hardehausen gedreht hat.

Die Dokumentation ist eine Liebeserklärung an unsere heimische Natur und ein bildgewaltiger Streifzug voller intimer Einblicke.

Jan Haft

In seinem neuesten Werk möchte Jan Haft für Natur und Heimat sensibilisieren. „Oft haben wir keinen tieferen Einblick in die verschiedenen Lebensräume. Aus den Medien dringen uns mal Hiobsbotschaften ans Ohr, dann wieder werden Erfolge des Umweltschutzes verkündet. ‚Heimat‘ gibt einen Überblick über die bundesdeutsche Natur und zieht Bilanz. Wo sind die drängendsten Probleme? Was hat sich zum Guten verändert, was zum Schlechten in unserer Natur?“, erklärt der 53-Jährige. Insgesamt sei es aber ein positiver Film, der zum kritischen Hingucken anregen soll, betont der vielfach ausgezeichnete Naturfilmer.

Er ergänzt: „Die Dokumentation ist eine Liebeserklärung an unsere heimische Natur und ein bildgewaltiger Streifzug voller intimer Einblicke in unbekannte, bekannte Lebensräume und zugleich eine Bilanz des Zustands unserer Natur, die für uns ein so wichtiger Teil der Heimat ist. Und er gibt einen optimistischen Ausblick auf ein harmonisches Miteinander von Natur und Mensch.“

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