Auch Lichtenau kritisiert Regionalplanentwurf
Bezirksregierung soll nachbessern

Lichtenau -

Wie bereits andere Kommunen im Kreis Paderborn so übt auch die Stadt Lichtenau Kritik an den Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung im Entwurf des neuen Regionalplanes OWL – prognostiziert auf die nächsten 20 Jahre.

Mittwoch, 07.04.2021, 22:29 Uhr
Lichtenaus Bürgermeisterin Ute Dülfer.
Lichtenaus Bürgermeisterin Ute Dülfer. Foto: Oliver Schwabe

Die aktuell sehr hohe Nachfrage nach Baugrundstücken sowie der steigende Bedarf an Plätzen für Kindertageseinrichtungen sorgten für eine absehbar positive Entwicklung der Einwohnerzahlen, so Bürgermeisterin Ute Dülfer und Bauamtsleiter Franz-Josef Manegold in der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Der Regionalplan hingegen sage einen Rückgang von drei Prozent in den nächsten Jahren voraus. Dies könnten Rat und Verwaltung der Stadt Lichtenau nicht nachvollziehen.

Es werde in Frage gestellt, ob tatsächlich aktuelle Einwohnerzahlen für die Auswertung der Bezirksregierung zugrunde gelegt wurden. „Mit anderen Kommunen im Kreisgebiet wird auch die Stadt Lichtenau über ein Fachbüro eine Auswertung der Einwohner-zahlen und eine Prognose für die Zukunft ausarbeiten lassen“, teilt die Bürgermeisterin mit. Festgestellt worden sei weiter, dass die im Regionalplan geplanten Ausweitungen der Bereiche für den Schutz der Natur in einigen Orten bis an die Ortsrandlage heranreichten, teilweise würden sogar bereits bebaute oder überplante Bereiche in diese Flächenkulisse aufgenommen. So wird vermutet, dass veraltete Kartengrundlagen verwendet wurden. Auch hier werde die Bezirksregierung aufgefordert nachzuarbeiten.

Auf Antrag der CDU wurde in der jüngsten Sitzung des Stadtrates weiterhin mehrheitlich begrüßt, dass im Entwurf des Regionalplanes auf die Darstellung eines Nationalparkes „Senne-Teutoburger Wald“ verzichtet werde. Neben diesen übergeordneten Punkten wurden für fast alle Ortsteile der Stadt Lichtenau noch Nachbesserungen bei den Darstellungen im Regionalplan im Nahbereich der Orte für nötig empfunden.

Die Stadt Lichtenau fordert in ihrer Stellungnahme eine grundsätzliche Überplanung und anschließend ein weiteres Beteiligungsverfahren, um prüfen zu können, wie den Interessen der Stadt nachgekommen werden soll.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7905297?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198401%2F2851067%2F
Kremlgegner Nawalny beendet Hungerstreik im Straflager
Alexej Nawalny, Oppositionsführer aus Russland.
Nachrichten-Ticker