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Mi., 22.10.2014

Stadt bremst – Realisierung des Projekts noch offen Pläne für Trainingszentrum vorgestellt

So sehen die Pläne für das neue Trainigszentrum aus

So sehen die Pläne für das neue Trainigszentrum aus

Paderborn (dpa). Der Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn soll nach dem Willen des Vereins ein neues Trainingszentrum bekommen. Vizepräsident Josef Ellebracht stellte am Mittwoch detaillierte Planungen vor. »Wir sind davon überzeugt, dass wir im Dialog mit der sportlichen Leitung und den Verantwortlichen der Stadt Paderborn eine optimale Lösung gefunden haben«, sagte der Bauexperte in der Clubführung. Wenige Stunden später bremste die Stadt die SCP-Pläne.

Bislang hat der Fußball-Erstligist mit der Benteler-Arena ein modernes Stadion für 15.000 Zuschauer, aber keine wirkliche Heimstätte. Die Profis trainieren überwiegend auf der Paderkampfbahn und im Ahorn-Sportpark. Die Nachwuchsteams üben teilweise außerhalb des Stadtgebietes. »Mit diesen Rahmenbedingungen sind wir im Profifußball nicht konkurrenzfähig«, mahnte Ellebracht.

2600 Quadratmeter Trainingszentrum

Damit soll bald Schluss sein. Das neue Trainingszentrum soll auf einer Gesamtfläche von 2600 Quadratmetern am Almepark unweit der Benteler-Arena bis Mitte 2015 entstehen. Ein großer Teil des zweistöckigen Funktionsgebäudes ist für die Jugend reserviert. Für die Profis sollen Kabinen, ein Wellnessbereich mit Sauna etc. sowie ein Presseraum und eine Lounge entstehen. Fitness- und Kraftraum sollen sich Profis und Talente teilen. Insgesamt sind sechs Fußballfelder geplant. Zwei Rasenplätze für die Profis, vier (davon zwei Kunstrasenplätze) für den Nachwuchs.

»Wir freuen uns über die klaren Signale der politisch Verantwortlichen, den Paderborner Fußball durch die Unterstützung der neuen Heimstätte einen großen Schritt voranzubringen. Die Gespräche laufen sehr vertrauensvoll und in bestem Einvernehmen. Wir sind zuversichtlich, dass wir bald mit dem Bau beginnen können«, heißt es in der Pressemitteilung des Vereins.

Stadt Paderborn meldet sich zu Wort

Doch die Stadt sieht das offenbar anders. Stunden nach der Präsentation des Clubs meldete sich Bürgermeister Michael Dreier zu Wort. Die vom SC präsentierten Vorstellungen seien weder mit der Stadtverwaltung noch mit der Politik abgestimmt. »Wir werden erst dann Zahlen und Fakten nennen, wenn diese belastbar, abgestimmt und rechtlich geprüft sind«, betonte Dreier in einer öffentlichen Stellungnahme. Es sei nicht die Art der Stadt schnell und laut Szenarien zu entwickeln, sondern die Dinge akribisch und mit der notwendigen Ernsthaftigkeit Schritt für Schritt abzuarbeiten. »Bei uns geht Qualität vor Tempo, Rechtssicherheit vor Schnelligkeit.«

Die Stadt wolle das Projekt unterstützen und arbeite mit einer Arbeitsgruppe an der Umsetzung. Doch man lasse sich »nicht treiben und vorschreiben, was zu tun sei«. Es gebe noch einen Reihe Faktoren bis hin zu europarechtlichen Vorschriften zu beachten, die das Trainingszentrum zu einer Herausforderung machten. »Wenn wir von der Präsentation der SCP-Pläne zum Trainingszentrum nur aus zweiter Hand erfahren, dann hat das mit direktem Informationsaustausch wie vom Präsidenten angekündigt recht wenig zu tun«, kritisierte Dreier.

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