Sa., 18.07.2015

Die 2,2 Millionen Euro aus Berlin ziehen den Startschuss weit nach vorne Paderquellen erlebbar machen

Rund um die Paderhalle soll der Löwenanteil der 2,2 Millionen Euro eingesetzt werden. An der Maspernpader zeigen (von links) Claudia Warnecke, Bürgermeister Michael Dreier und Dr. Frank Becker den Plan des Gesamtkonzeptes Flusslandschaft Pader.

Rund um die Paderhalle soll der Löwenanteil der 2,2 Millionen Euro eingesetzt werden. An der Maspernpader zeigen (von links) Claudia Warnecke, Bürgermeister Michael Dreier und Dr. Frank Becker den Plan des Gesamtkonzeptes Flusslandschaft Pader. Foto: Jörn Hannemann

Von Rüdiger Kache

Paderborn (WB). »Berlin blickt auf Paderborn«, stellt Paderborns Bürgermeister Michael Dreier fest und freut sich über ein fürstliches Geschenk: 2,2 Millionen Euro Zuschuss aus Mitteln des Bundesbauministeriums hat die Stadt sicher. Damit kann der mittlere Abschnitt des Entwicklungskonzeptes Flusslandschaft Pader schon bis 2019 umgesetzt werden.

Das Land NRW habe die Stadt am Rande von Gesprächen über die Konversion aufgefordert, sich an dem Bundesprojekt »Nationale Projekte des Städtebaus« zu beteiligen, nachdem die Bewerbung als Weltkulturerbe für die einzigartige Pader-Gartenlandschaft nicht geklappt hatte.

Fördergeld kommt überraschend schnell

Mit der Förderung sieht man das ehrgeizige Konzept für die behutsame Umgestaltung der Paderlandschaft aber jetzt bestätigt und hofft, in ein paar Jahren nochmals nach der Anerkennung durch die UNESCO greifen zu können. Das bestätigten am Freitag die Baudezernentin Claudia Warnecke und Dr. Frank Becker, Leiter des Amtes für Umweltschutz und Grünflächen. Beide hatten sich für dieses Projekt, das im vergangenen Jahr nach Bürgerbeteiligung und intensiver Diskussion im Rat und im Bauausschuss grünes Licht bekam, sehr ins Zeug gelegt und zeigten sich gestern deshalb auch besonders zufrieden.

Der Förderbescheid, der in dem Tempo auch für die Stadt überraschend schnell kam, versetzt die Planer nun in die Lage, drei wichtige Bereiche anzugehen. Im Haushalt 2016 sollen weitere 1,1 Millionen Euro bereitgestellt werden, so dass insgesamt 3,3 Millionen Euro zur Verfügung stehen zwischen 2016 und 2019.

Einladender Empfang

Zunächst geht es um das Eingangstor zur Stadt, an dem viele Bustouristen eintreffen: die Paderhalle. Hier soll eine schönere Ankunftssituation und eine deutliche Führung hin zu Pader geschaffen werden. Am Inselspitzenweg in unmittelbarer Nachbarschaft zum alten Landeshospital, das komplett umgebaut und als Firmenzentrale genutzt wird, geht es darum, in dem ehemaligen Gärtnereigelände die dort vorhandenen Quellen besser sichtbar und über Stege begehbar zu machen.

Auch die Stümpelsche Mühle, der gestern zur Lärmminderung des Wasserrades für die Anwohner eine Holzverkleidung verpasst wurde, gehört zu diesem Ensemble. »Wir müssen der Pader auch eine Entwicklung geben«, meint Dr. Becker. »Bis Kriegsende war das Paderquellgebiet dicht bebaut.

Nach der verheerenden Zerstörung durch Bomben bewiesen die Stadtväter nach 1945 beim Wiederaufbau Weitblick, indem sie auf jegliche Bebauung verzichteten«, betonte Bürgermeister Michael Dreier. Inzwischen denkt man in Paderborn schon über weitere Förderanträge nach, um den gesamten Bereich zu überplanen.

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