Augenzeugen berichten von A33-Massenkarambolage – Familienvater dankt Helfern – weniger Verletzte als angenommen
»Das hat total geknallt und geknallt«

Paderborn (WB). Nach der Massenkarambolage auf der A33 bei Paderborn-Schloß Neuhaus, bei der ein 79-jähriger Autofahrer aus Bielefeld starb und viele Menschen verletzt wurden, drücken zahlreiche Menschen im Internet ihr Beileid und Mitgefühl den Opfern des Unfalls aus. Bei Facebook und in unserem Kommentarbereich schildern sie, wie sie in die plötzlich auftretende Nebelbank fuhren – und plötzlich null Sicht hatten.

Samstag, 02.01.2016, 17:15 Uhr aktualisiert: 04.01.2016, 16:16 Uhr
Augenzeugen berichten von A33-Massenkarambolage – Familienvater dankt Helfern – weniger Verletzte als angenommen : »Das hat total geknallt und gekn...
Schwieriger Einsatz nach der Massenkarambolage: Zum Teil konnten die Hilfskräfte nur über die Autodächer zu einigen Wagen gelangen. Foto: Jörn Hannemann

Wie berichtet waren in der Silvesternacht 24 Autos wegen dichten Nebels ineinander gekracht. Ein betroffener Familienvater gibt im Kommentarbereich zum WESTFALAN-BLATT-Artikel die erfreuliche Meldung: »Mein zwölfjähriger Sohn war auch im Unfallauto. Ihm geht es gut. Das hat total geknallt und geknallt. Vielen Dank an alle, die sich um meinen Sohn Jonas gekümmert haben.«

Massenkarambolage auf der A33

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Ein Taxifahrer aus Paderborn schreibt von seinem unvergesslichen Arbeitstag: »Bin die ganze Zeit Nachtschicht gefahren und (…) im Bereich, wo sich Lippe und Alme treffen, war der Nebel so dicht, dass ich sogar einen Fahrgast nachts bitten musste, einen kleinen Weg in einer Spielstraße vorweg zu gehen, da ich trotz Schrittgeschwindigkeit NICHTS mehr gesehen habe…«

Auf der Facebook-Seite vom WESTFALEN-BLATT schreibt eine Nutzerin: »Ich war um diese Zeit auf dem Weg in die Kinderklinik Lippstadt. So einen Nebel habe ich mit meinen 47 Jahren noch nicht erlebt. Ich konnte absolut nichts sehen. Nicht einmal direkt vor mir. Habe Warnblinklicht angemacht und bin nur Schritttempo gefahren. Ich war heilfroh, als ich angekommen bin. Auf dem Rückweg (…) war alles wieder okay. Sonst hätte ich angehalten und die Nacht mit meinem Sohn im Auto verbracht.«

»Der Nebel war wie eine weiße Wand«, meint eine weitere Leserin. Eine andere schreibt: »Praktisch blind bin ich (die Autobahnausfahrt Schloß Neuhaus) runter gefahren. Ich habe nix mehr gesehen – nix!« Heilfroh sei sie gewesen, als sie die Bundesstraße erreichte. »Schrecklich!«

Eine andere Augenzeugin, die den Streckenabschnitt passierte, warnt in unserem Kommentarbereich ausdrücklich vor der Tücke der plötzlich auftretenden Nebelbänke. Sie habe mal freie Sicht gehabt, plötzlich war wieder starker Nebel mit null Sicht. »Total krass.«

Viele andere Nutzer danken den 150 Helfern aus der ganzen Region, die stundenlang im Einsatz waren und die sich den Start ins neue Jahr sicherlich auch anders vorgestellt hatten. »Danke an alle Helfer, die auch in dieser Nacht wieder alles gegeben haben«, schreibt eine Leserin. »Da kann man nur sagen Danke, dass es bei solchen Extremen Notfallseelsorger gibt. Muss ein Albtraum gewesen sein«, lobt ein anderer Nutzer.

Währenddessen präsentierte die Autobahnpolizei am Samstag neue Ermittlungsergebnisse: Die Zahl der Verletzten korrigierte sie deutlich nach unten. Zunächst ging die Feuerwehr Paderborn von bis zu 77 Betroffenen aus. Nach aktuellen Ermittlungen wurde die Zahl der Verletzten von 66 auf 27 korrigiert. Elf Menschen wurden schwer, 16 leicht verletzt. Einen Grund für die starke Abweichung nannte die Autobahnpolizei nicht.

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