3500 Soldaten der schnellen Nato-Eingreiftruppe üben
Großmanöver in der Senne

Paderborn (WB/bel). Die neue schnelle Eingreiftruppe der Nato wird auf dem Truppenübungsplatz Senne vom kommenden Sonntag bis zum 26. September mit 3500 Soldaten eine Großübung abhalten. Das bestätigte die Pressestelle der britischen Armee dem WESTFALEN-BLATT.

Montag, 29.08.2016, 09:00 Uhr
Soldaten aus mehr als einem Dutzend Nato-Staaten werden drei Wochen in der Senne üben. Foto: Dawson
Soldaten aus mehr als einem Dutzend Nato-Staaten werden drei Wochen in der Senne üben. Foto: Dawson

Hintergrund der Übung ist, dass die in Paderborn stationierte 20th Armoured Infantry Brigade der britschen Armee im kommenden Jahr die so genannte Speerspitze der Nato-Eingreiftruppe mit einer Gesamtstärke von etwa 5000 Soldaten sein wird. Deshalb sind die in Paderborn stationierten Soldaten mit etwa 2500 Mann an diesen Übungen beteiligt.

Außer Truppenteilen der Amerikaner werden auch Bundeswehreinheiten sowie Soldaten aus weiteren elf Nato-Staaten daran teilnehmen. Zum Einsatz werden auch schwere gepanzerte Fahrzeuge kommen. Besondere Luftbewegungen schließt Mike Whitehurst, der Pressesprecher der britischen Streitkräfte in Deutschland, derzeit jedoch eher aus. Bei dem Manöver soll die übergreifende Zusammenarbeit von Verbänden geübt werden.

Ständig in Alarmbereitschaft

Die im Jahr 2015 aufgebaute schnelle Eingreiftruppe der Nato hat zur Vorgabe, dass 5000 Soldaten der sogenannten Speerspitze ständig in Alarmbereitschaft sind und teilweise binnen 48 Stunden samt Ausrüstung und Waffen in Krisengebiete verlegt werden können. Derzeitiger Kern ist in diesem Jahr eine spanische Infanteriebrigade. Sie wird dann von der britischen Brigade abgelöst.

Die Speerspitze ist Teil einer Nato-Eingreiftruppe, die derzeit auf 40.000 Soldaten aufgestockt wird. Diese schnelle Eingreiftruppe ist auch Teil der Reaktion des Bündnisses auf die Entwicklungen im Osten Europas.

Die beteiligten Truppenverbände werden sich vorwiegend auf dem Areal des Truppenübungsplatzes bewegen, erklärt Whitehurst. Es sei jedoch gemessen an der Anzahl der Soldaten eine der größten Übungen der jüngeren Zeit. Der Übungsplatz Senne sei deshalb ausgewählt worden, weil immer noch ein Großteil der 20. Brigade in Paderborn stationiert sei. Ob die Übernahme der Speerspitze durch die Briten weitere Manöver dieser Größenordnung nach sich ziehen wird, sei derzeit noch offen.

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